
Einsturzgefahr in Manhattan: Hochhaus in Midtown evakuiert
Nachdem Stahlträger in einem umgebauten Wolkenkratzer nachgaben, wurden umliegende Gebäude, darunter eine Schule und Konsulate, geräumt.
Am Dienstagmorgen (Ortszeit) ist in Midtown Manhattan ein 37-stöckiges Hochhaus wegen akuter Einsturzgefahr evakuiert worden. In dem Gebäude, der früheren Zentrale des Pharmakonzerns Pfizer, das derzeit in ein Wohnhaus mit rund 1.600 Apartments umgewandelt wird, waren nach Angaben der New Yorker Feuerwehr zwei tragende Stahlsäulen im 21. und 22. Obergeschoss eingeknickt. Die Böden zwischen dem 21. und 26. Stockwerk sackten ab, zudem wurden Risse festgestellt. Verletzte gab es nach Behördenangaben nicht; alle Bauarbeiter konnten das Gebäude unversehrt verlassen.
Die Feuerwehr war kurz vor 8 Uhr morgens alarmiert worden, nachdem Passanten herabfallende Ziegelsteine gemeldet hatten. Später erklärte die Bauaufsicht, vor Ort seien keine herabgefallenen Trümmer gefunden worden. Bürgermeister Zohran Mamdani sprach von einer „extrem ernsten Situation“ und betonte, das Gebäude sei weiterhin instabil; seit dem Eintreffen der Einsatzkräfte seien zusätzliche Bewegungen an einer der beschädigten Säulen beobachtet worden. Feuerwehrchef John Esposito zufolge droht aufgrund der Stahlrahmenkonstruktion kein Totaleinsturz, wohl aber ein örtlich begrenzter Kollaps.
Aus Sicherheitsgründen wurden mehrere angrenzende Gebäude geräumt, darunter eine Schule mit etwa 400 Kindern, zwei Hotels sowie das israelische und das brasilianische Konsulat. Die Stadt richtete eine weiträumige Sperrzone zwischen der 40. und 45. Straße sowie der First und Third Avenue ein, die für Fußgänger und Fahrzeuge gesperrt wurde. Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Kathy Hochul, erklärte, die Staatsregierung stehe für Unterstützung bereit.
Der Bauherr Metro Loft Management teilte mit, die Schäden beschränkten sich auf einen kleinen Teil des Gebäudes; die Integrität des Gesamtkomplexes sei nicht gefährdet. Ein Vertreter der Gewerkschaft Steamfitters Local 638 warf dem Unternehmen dagegen vor, aus Profitgründen auf ausreichende Stahlverstärkungen verzichtet zu haben. Wie aus Bauakten hervorgeht, waren seit dem Frühjahr 2025 mehrfach Beschwerden über herabstürzende Gegenstände und unsichere Zustände auf der Baustelle eingegangen; die Behörden hatten bei Kontrollen jedoch keine Verstöße festgestellt und Bußgelder in Höhe von über 32.000 Dollar vor allem wegen Sicherheitsmängeln verhängt.
Nachdem das Gebäude über mehrere Stunden keine weiteren Bewegungen zeigte, drangen am Nachmittag Einsatzkräfte und Ingenieure in das Gebäude ein, um provisorische Stützen einzubauen. Die Stabilisierungsarbeiten sollten nach Angaben der Stadtverwaltung die ganze Nacht andauern. Die Ursache für das Versagen der Stahlträger ist weiterhin unklar und wird untersucht.
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Wir berichten über das strukturelle Versagen mit genauen Details: geknickte Stützen, fallende Ziegel und das schnelle Eingreifen der Feuerwehr. Die Evakuierung war vorsorglich, keine Verletzten.
Die Verwendung offizieller Quellen (FDNY, Baubehörde) und präziser Details (21. Stock, geknickte Stützen) verleiht Glaubwürdigkeit.
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