
FIFA betraut US-Referee Elfath mit dem Halbfinale Argentinien gegen England
Der amerikanische Unparteiische leitete bereits das Achtelfinal-Aus Brasiliens und steht nun vor der Aufgabe, das aus Sicherheitsgründen als höchstriskant eingestufte Duell zu pfeifen.
Die FIFA hat den 44-jährigen Ismail Elfath aus den Vereinigten Staaten zum Hauptschiedsrichter der zweiten WM-Halbfinalpartie zwischen Argentinien und England am Mittwoch im Mercedes-Benz Stadium von Atlanta ernannt. Ihm zur Seite stehen seine Landsleute Corey Parker und Kyle Atkins als Assistenten, während die Italiener Maurizio Mariani und Daniele Bindoni als Vierter Offizieller und Reserve-Assistent fungieren. Das Team für den Videobeweis wurde noch nicht bekannt gegeben. Dass kein englischer Referee zum Einsatz kommt, ist keine Überraschung: Seit dem Falklandkrieg von 1982 setzt die FIFA aus Neutralitätsgründen bei Spielen Argentiniens keine Schiedsrichter aus England ein – eine Praxis, die auch die prominenten Unparteiischen Anthony Taylor und Michael Oliver von diesem Turnier ausschließt.
Elfath, in Casablanca geboren und mit 18 Jahren in die USA ausgewandert, ist seit 2016 FIFA-Schiedsrichter und gilt als einer der erfahrensten Referees der CONCACAF-Region. In der laufenden Weltmeisterschaft pfiff er bereits drei Partien: das 2:2 zwischen den Niederlanden und Japan, den 1:0-Sieg Spaniens über Uruguay – bei dem er Agustín Canobbio nach einer strittigen Aktion des Feldes verwies – sowie das Achtelfinale zwischen Brasilien und Norwegen. In letzterem Spiel stand Elfath im Mittelpunkt kontroverser Diskussionen: Einen Elfmeter für Brasilien erkannte er zunächst nicht und korrigierte sich erst nach Intervention des VAR; der Strafstoß wurde von Örjan Nyland pariert, und Brasilien schied mit 1:2 aus. Aus südamerikanischer Perspektive wurde zudem moniert, dass eine frühere Tätlichkeit des Uruguayers Nicolás de la Cruz gegen Nico Williams nur mit Gelb geahndet worden war, was spanische Medien als zu milde bewerteten.
Mit dem argentinischen Kader ist Elfath aus der Major League Soccer vertraut. Er leitete das Finale des Leagues Cup 2023, in dem Inter Miami mit Lionel Messi den Nashville SC im Elfmeterschießen bezwang – Messis erster Titel in den USA. In einer MLS-Partie im März 2024 entschuldigte sich Elfath bei Messi, nachdem er ein schnelles Freistoßspiel unterbunden hatte. Die Sicherheitsbehörden der beteiligten Nationen stufen die Begegnung als das Spiel mit dem höchsten Risiko des gesamten Turniers ein. In einer internationalen Koordinationssitzung mit Vertretern des FBI, der Polizei von Georgia und der FIFA wurde festgelegt, dass argentinische und englische Fans getrennte Eingänge nutzen und Getränke nur in Bechern ausgegeben werden; verboten sind zudem Fahnen und Kleidungsstücke mit politischen oder hasserfüllten Botschaften.
Sportlich treffen zwei Mannschaften mit gegensätzlichen Turnierverläufen aufeinander. Argentinien, Titelverteidiger und in sechs Spielen stets siegreich, benötigte in der K.-o.-Phase dreimal die Verlängerung und drehte gegen Ägypten einen 0:2-Rückstand. England setzte sich unter Thomas Tuchel nach einem 4:2-Auftakt gegen Kroatien und einem torlosen Remis gegen Ghana ebenfalls mit Mühe durch; in der Runde der letzten Acht bezwang das Team Norwegen mit 2:1. Die letzte WM-Begegnung beider Nationen liegt 28 Jahre zurück: 1998 gewann Argentinien im Achtelfinale nach Elfmeterschießen. Der Sieger des Halbfinals trifft im Endspiel auf Frankreich oder Spanien.
| Lateinamerikanische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Südostasiatische Presse | −0.50 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Latin America eyes with suspicion the appointment of a referee already controversial in this World Cup, recalling his Brazil-Norway match.
The bloc makes its position plausible by anchoring the narrative to a specific controversial episode (Brazil-Norway), turning a biographical detail into a warning sign for Argentina.
It omits Elfath's overall record, which includes other matches without controversy, and the fact that Brazil's defeat was not caused solely by refereeing errors.
Southeast Asia questions FIFA's decision to entrust a semifinal to a referee with a controversial past, amplifying the Brazil-Norway case.
The bloc amplifies the controversy by focusing exclusively on the negative aspects of Elfath's record, ignoring any context or positive performance, and presenting the appointment as a risk to the match's integrity.
It omits any mention of matches without controversy officiated by Elfath in this World Cup and the fact that FIFA evaluated his overall experience.
The Atlantic world presents Elfath's appointment as a routine technical choice, emphasizing his personal journey and professional qualifications.
The bloc normalizes FIFA's decision by focusing on the referee's personal biography (engineer, successful immigrant) and omitting any reference to controversies, turning a potentially contentious choice into a story of integration and competence.
It omits any mention of Elfath's controversial decisions in Brazil-Norway and the debate over his suitability for a semifinal.
Erweitere deinen Horizont
Pew-Studie: China überholt die USA erstmals in der globalen Gunst
7 Sprachen · 10 Quellen
Aus Economy & MarketsUSA erheben 25-Prozent-Zoll auf Brasilien-Importe; Kaffee und Rindfleisch ausgenommen
6 Sprachen · 24 Quellen
Aus TechnologySojus-Rakete bringt neuen ISS-Crew ins All: Anil Menon startet zu achtmonatiger Mission
3 Sprachen · 9 Quellen