
Interpol fahndet nach ukrainischer Frau wegen Sprengstoffanschlag in Monaco
Eine 39-jährige Ukrainerin soll sich als Mann verkleidet und eine Bombe vor der Residenz des Geschäftsmanns Vadym Yermolaiev gezündet haben; sie ist flüchtig.
Am Abend des 29. Juni detonierte im Eingangsbereich eines Wohnhauses in Monaco ein Sprengsatz. Drei Personen – ein Mann, eine Frau und ein 13-jähriger Junge – wurden verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich. Bei dem Mann handelt es sich nach übereinstimmenden Medienberichten um den aus der Ukraine stammenden Geschäftsmann Vadym Yermolaiev, der die zypriotische Staatsbürgerschaft besitzt und seit 2023 auf einer ukrainischen Sanktionsliste steht. Die monegassischen Behörden haben die Identität der Opfer offiziell nicht bestätigt, sprechen jedoch von einer gezielten Attacke auf eine Familie.
Die Staatsanwaltschaft in Monaco und Interpol haben eine 39-jährige ukrainische Staatsangehörige als Hauptverdächtige identifiziert. Anastasiia Berezovska, zuletzt mit Wohnsitz im Raum Frankfurt am Main gemeldet, soll sich bei der Tat als Mann verkleidet haben. Auf Videoaufnahmen ist eine Person mit schwarzem Fischerhut zu sehen, die einen Rucksack ablegt und kurz darauf die Explosion per Fernzündung auslöst. Nach der Tat flüchtete die Verdächtige zu Fuß ins französische Beausoleil, setzte ihre Flucht mit einem in Deutschland zugelassenen Mietwagen über Italien fort und kehrte offenbar nach Deutschland zurück. Die deutsche Polizei durchsuchte am Donnerstag ihre Wohnung im Main-Taunus-Kreis und stellte Beweismittel sicher; die Gesuchte ist weiterhin flüchtig.
Die Ermittler gehen aufgrund der Bauart des Sprengsatzes und der minutiösen Vorbereitung davon aus, dass die Frau nicht allein handelte. Zwei vorübergehend festgenommene Männer wurden mangels Beweisen wieder freigelassen. Zum möglichen Motiv machen die Behörden keine Angaben. Französische Medien zitieren Quellen, die eine Beteiligung des ukrainischen Geheimdienstes für möglich halten, ohne dass es dafür bislang Belege gibt. Auch ein persönlicher oder im Bereich der organisierten Kriminalität liegender Hintergrund wird nicht ausgeschlossen.
Eines der drei Opfer schwebt nach wie vor in Lebensgefahr; der Geschäftsmann selbst befindet sich nach Krankenhausangaben in stabilem Zustand. Die internationale Fahndung nach der Verdächtigen dauert an. Die monegassische Justiz ermittelt wegen versuchten Mordes, der Platzierung eines Sprengsatzes im öffentlichen Raum und krimineller Vereinigung.
| Russische & GUS-Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Indische & südasiatische Presse | 0.00 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Russia denounces yet another Ukrainian terrorist act targeting a businessman linked to Russian interests.
The article uses the language of permanent threat, linking the episode to a narrative of systematic Ukrainian aggression, without mentioning the victim's sanctioned status.
It omits that Yermolaiev is a sanctioned Ukrainian oligarch, which could reduce sympathy for the victim.
India describes the incident as a crime story, with attention to the economic background of the protagonist.
The article adopts a neutral and informative tone, listing facts and sanctions, without expressing moral or political judgments.
It omits the context of the Russo-Ukrainian war and the political implications of the attack.
The West reports the fact as an international crime case, highlighting Monacan jurisdiction.
The article avoids politicizing the event, focusing on legal and investigative aspects, and does not link the suspect to state entities.
It omits Yermolaiev's role as a sanctioned figure and the context of the war in Ukraine.
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