
Rücktrittsforderungen gegen US-Senatskandidaten Platner nach Vergewaltigungsvorwurf
Die Vorwürfe einer früheren Partnerin bringen die Kandidatur des Demokraten ins Wanken; prominente Unterstützer wie Bernie Sanders wenden sich ab, während die Frist für eine Ersatznominierung am 13. Juli abläuft.
Der demokratische Senatskandidat für Maine, Graham Platner, sieht sich nach einem von ihm bestrittenen Vergewaltigungsvorwurf mit parteiinternen Rücktrittsforderungen konfrontiert. Eine frühere Partnerin, Jenny Racicot, hatte gegenüber Politico und CNN erklärt, Platner sei 2021 betrunken und ungebeten in ihr Haus eingedrungen und habe sie zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Platner wies die Anschuldigungen als „kategorisch falsch“ zurück, kündigte jedoch an, über den weiteren Weg seiner Kampagne nachzudenken. Nach dem Wahlrecht von Maine kann die Demokratische Partei einen Ersatzkandidaten nominieren, falls Platner bis zum 13. Juli um 17:00 Uhr Ortszeit seinen Rückzug erklärt.
Aus der demokratischen Führung in Washington kam umgehend die Forderung nach einem sofortigen Ausscheiden. Der Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, und die Vorsitzende des Democratic Senatorial Campaign Committee, Kirsten Gillibrand, erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme, das Komitee werde nicht in den Wahlkampf in Maine investieren, solange Platner auf dem Stimmzettel stehe. Der unabhängige Senator Bernie Sanders, der als wichtigster nationaler Förderer Platners galt, empfahl diesem nach einem Gespräch, „zur Seite zu treten“. Auch Senatorin Elizabeth Warren und der kalifornische Abgeordnete Ro Khanna zogen ihre Unterstützung zurück. Der demokratische Senator John Fetterman aus Pennsylvania forderte Sanders auf, sich bei den Opfern zu entschuldigen, und kritisierte, dieser habe Platner „mehr als jeder andere“ vorangebracht.
Für die Demokraten, die im November die Mehrheit im Senat zurückgewinnen wollen, ist Maine ein zentraler Baustein. Die Republikaner halten derzeit 53 der 100 Sitze; ein Verlust in Maine würde den ohnehin schmalen Pfad zur Mehrheit erheblich erschweren. Aus Sicht republikanischer Strategen ist die Implosion der Platner-Kampagne ein Geschenk für die langjährige Amtsinhaberin Susan Collins, die in einem Bundesstaat antritt, den Kamala Harris 2024 gewann. Die republikanische Seite hat bereits angekündigt, ihre Werbeausgaben in Maine vorerst auszusetzen, was darauf hindeutet, dass sie mit einem baldigen Rückzug Platners rechnet.
Die jüngste Anschuldigung reiht sich in eine Serie von Kontroversen um den Kandidaten ein, darunter eine Tätowierung mit einem weithin als Nazi-Symbol erkannten Totenkopf, herabwürdigende Online-Kommentare sowie Vorwürfe übergriffigen Verhaltens gegenüber früheren Partnerinnen. Laut einem Bericht des Wall Street Journal hatte das Wahlkampfteam nur eine dreitägige, kostengünstige Hintergrundüberprüfung in Auftrag gegeben, die keine Interviews umfasste. In progressiven Kreisen wird nun über mögliche Ersatzkandidaten diskutiert; der frühere Staatssenatspräsident Troy Jackson und der ehemalige Leiter der Gesundheitsbehörde Maines, Nirav Shah, haben Interesse signalisiert. Die demokratische Partei Maines müsste im Falle eines Rückzugs bis zum 27. Juli einen neuen Kandidaten bestimmen, wobei innerparteiliche Rufe nach einem offenen und transparenten Auswahlverfahren laut werden.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
Platner's candidacy is now a liability; the party must act before the deadline to salvage the seat.
By repeatedly highlighting the July 13 withdrawal deadline, the bloc creates a sense of urgency and forces a binary choice: either Platner steps down or the party loses the race.
The bloc omits any detailed exploration of the accuser's motivations or the possibility that the accusation might be politically motivated, focusing instead on the procedural consequences.
The candidate, already tainted by previous scandals, now faces another serious accusation, but the political consequences are not our concern.
By repeatedly mentioning that Platner was 'already weakened by several scandals', the bloc implies a pattern of misconduct without explicitly stating it, using accumulation to cast doubt.
The bloc omits the July 13 deadline and the calls from Democratic leaders for Platner to step down, which would inject urgency and political drama into the story.
The accusation is serious, but Platner denies it; we report both sides without taking a position.
The bloc presents the accuser's detailed allegation and Platner's denial in a balanced manner, avoiding any commentary on the political implications, which makes the story appear as a straightforward he-said-she-said.
The article omits any mention of the Senate race, the Democratic primary, or the political pressure on Platner, thereby depoliticizing the story.
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