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Geopolitik & PolitikMittwoch, 24. Juni 2026

EU-Ombudsstelle leitet Untersuchung gegen von der Leyen wegen geheimer Chatgruppe ein

Die Prüfung betrifft die Verweigerung des Zugangs zu einer Korrespondenz mit Selenskyj und europäischen Regierungschefs; parallel verschärft sich der institutionelle Streit über die außenpolitische Architektur der Union.

Die Europäische Bürgerbeauftragte Teresa Anjinho hat ein Verfahren gegen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eröffnet. Gegenstand ist die Weigerung der Brüsseler Behörde, der niederländischen Rechercheplattform Follow the Money Einsicht in eine nicht öffentliche Chatgruppe zu gewähren, in der von der Leyen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und dem britischen Premier Keir Starmer kommunizierte. Die Untersuchung zielt nicht auf den Inhalt der Nachrichten, sondern auf die Frage, ob die Kommission mit der Ablehnung des Antrags gegen unionsrechtliche Transparenzvorschriften verstoßen hat.

Aus Sicht der Kommission hätte eine Veröffentlichung der Korrespondenz die internationalen Beziehungen der EU zu Drittstaaten beschädigen können. Medienberichten zufolge wurden in dem Kanal Strategien für den Umgang mit der neuen US-Administration unter Donald Trump erörtert. Die Ombudsstelle erwartet nun bis Mitte Juli ein Treffen mit Vertretern der Kommission; das Verfahren selbst wird sich über mehrere Monate erstrecken. Parallel dazu meldete das Magazin Politico, von der Leyen plane keine dritte Amtszeit im Jahr 2029, was in Brüsseler Kreisen als Hinweis auf eine allmähliche Neuordnung der personellen Gewichte gedeutet wird.

Der Vorgang fällt in eine Phase wachsender Spannungen um die Kontrolle der EU-Außenpolitik. Israel hat der Hohen Vertreterin Kaja Kallas jüngst die diplomatischen Kontakte verweigert und sie mit dem Vorwurf antisemitischer Äußerungen belegt. Währenddessen absolvierte die für den Mittelmeerraum zuständige Kommissarin Dubravka Suica einen als reibungslos beschriebenen Besuch in Tel Aviv, ohne die Hohe Vertreterin öffentlich zu verteidigen. Der frühere Außenbeauftragte Josep Borrell kritisierte daraufhin eine mangelnde Solidarität innerhalb der Union. Aus Pariser Perspektive wird dieser Konflikt durch einen Vorstoß Frankreichs und Deutschlands ergänzt, den Europäischen Auswärtigen Dienst enger an die Kommission anzubinden – ein Schritt, der nach Lesart mehrerer Hauptstädte die exekutive Macht von der Leyens weiter stärken würde.

In Moskau wird die Affäre um den geheimen Chat als Beleg für eine tief verwurzelte russophobe Haltung der beteiligten Staats- und Regierungschefs gewertet. Russische Politikwissenschaftler äußern jedoch die Erwartung, dass selbst eine Offenlegung der Nachrichten kaum zu spürbaren Sanktionen gegen die Kommissionspräsidentin führen werde. Sie verweisen auf einen von ihnen als semi-autoritär beschriebenen Führungsstil von der Leyens, der kritische Stimmen innerhalb des Kollegiums marginalisiert habe. Das Dossier bleibt vorerst in der Hand der Bürgerbeauftragten; ein Abschlussbericht mit etwaigen Empfehlungen ist frühestens in einigen Monaten zu erwarten.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Russische & GUS-PresseKontinentaleuropäische Presse
Russische & GUS-Presse/ Staatlich
SkepsisSchadenfreude

Die europäische Ombudsfrau ermittelt gegen von der Leyen wegen eines geheimen Chats mit Selenskyj und anderen Spitzenpolitikern. Experten gehen davon aus, dass die Untersuchung zu keiner nennenswerten Bestrafung führen wird, sie wirft jedoch ein Schlaglicht auf die mangelnde Transparenz der Kommission.

Kontinentaleuropäische Presse/ Osteuropäisch
DistanzPragmatismus

Die europäische Ombudsfrau hat ein Verfahren gegen die Kommission eingeleitet, weil sie den Zugang zur Korrespondenz in einem privaten Chat zwischen von der Leyen, Selenskyj und anderen Spitzenpolitikern verweigert hat. Die Untersuchung betrifft ausschließlich die Einhaltung der Transparenzregeln, nicht den Inhalt der Gespräche.

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Mittwoch, 24. Juni 2026

EU-Ombudsstelle leitet Untersuchung gegen von der Leyen wegen geheimer Chatgruppe ein

Die Prüfung betrifft die Verweigerung des Zugangs zu einer Korrespondenz mit Selenskyj und europäischen Regierungschefs; parallel verschärft sich der institutionelle Streit über die außenpolitische Architektur der Union.

Die Europäische Bürgerbeauftragte Teresa Anjinho hat ein Verfahren gegen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eröffnet. Gegenstand ist die Weigerung der Brüsseler Behörde, der niederländischen Rechercheplattform Follow the Money Einsicht in eine nicht öffentliche Chatgruppe zu gewähren, in der von der Leyen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und dem britischen Premier Keir Starmer kommunizierte. Die Untersuchung zielt nicht auf den Inhalt der Nachrichten, sondern auf die Frage, ob die Kommission mit der Ablehnung des Antrags gegen unionsrechtliche Transparenzvorschriften verstoßen hat.

Aus Sicht der Kommission hätte eine Veröffentlichung der Korrespondenz die internationalen Beziehungen der EU zu Drittstaaten beschädigen können. Medienberichten zufolge wurden in dem Kanal Strategien für den Umgang mit der neuen US-Administration unter Donald Trump erörtert. Die Ombudsstelle erwartet nun bis Mitte Juli ein Treffen mit Vertretern der Kommission; das Verfahren selbst wird sich über mehrere Monate erstrecken. Parallel dazu meldete das Magazin Politico, von der Leyen plane keine dritte Amtszeit im Jahr 2029, was in Brüsseler Kreisen als Hinweis auf eine allmähliche Neuordnung der personellen Gewichte gedeutet wird.

Der Vorgang fällt in eine Phase wachsender Spannungen um die Kontrolle der EU-Außenpolitik. Israel hat der Hohen Vertreterin Kaja Kallas jüngst die diplomatischen Kontakte verweigert und sie mit dem Vorwurf antisemitischer Äußerungen belegt. Währenddessen absolvierte die für den Mittelmeerraum zuständige Kommissarin Dubravka Suica einen als reibungslos beschriebenen Besuch in Tel Aviv, ohne die Hohe Vertreterin öffentlich zu verteidigen. Der frühere Außenbeauftragte Josep Borrell kritisierte daraufhin eine mangelnde Solidarität innerhalb der Union. Aus Pariser Perspektive wird dieser Konflikt durch einen Vorstoß Frankreichs und Deutschlands ergänzt, den Europäischen Auswärtigen Dienst enger an die Kommission anzubinden – ein Schritt, der nach Lesart mehrerer Hauptstädte die exekutive Macht von der Leyens weiter stärken würde.

In Moskau wird die Affäre um den geheimen Chat als Beleg für eine tief verwurzelte russophobe Haltung der beteiligten Staats- und Regierungschefs gewertet. Russische Politikwissenschaftler äußern jedoch die Erwartung, dass selbst eine Offenlegung der Nachrichten kaum zu spürbaren Sanktionen gegen die Kommissionspräsidentin führen werde. Sie verweisen auf einen von ihnen als semi-autoritär beschriebenen Führungsstil von der Leyens, der kritische Stimmen innerhalb des Kollegiums marginalisiert habe. Das Dossier bleibt vorerst in der Hand der Bürgerbeauftragten; ein Abschlussbericht mit etwaigen Empfehlungen ist frühestens in einigen Monaten zu erwarten.

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Wie sie sich aufteilen

Neutral40%
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Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 1 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Russische & GUS-PresseKontinentaleuropäische Presse
Russische & GUS-Presse/ Staatlich
SkepsisSchadenfreude

Die europäische Ombudsfrau ermittelt gegen von der Leyen wegen eines geheimen Chats mit Selenskyj und anderen Spitzenpolitikern. Experten gehen davon aus, dass die Untersuchung zu keiner nennenswerten Bestrafung führen wird, sie wirft jedoch ein Schlaglicht auf die mangelnde Transparenz der Kommission.

Kontinentaleuropäische Presse/ Osteuropäisch
DistanzPragmatismus

Die europäische Ombudsfrau hat ein Verfahren gegen die Kommission eingeleitet, weil sie den Zugang zur Korrespondenz in einem privaten Chat zwischen von der Leyen, Selenskyj und anderen Spitzenpolitikern verweigert hat. Die Untersuchung betrifft ausschließlich die Einhaltung der Transparenzregeln, nicht den Inhalt der Gespräche.

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