
Drei Jahre Gefangenschaft: Frau in Bandung schwer misshandelt, Tatverdächtiger flüchtig
Eine 29-jährige Frau wurde nach mutmaßlicher Geiselhaft und Folter durch ihren Partner in einem kritischen Zustand aufgefunden; die indonesischen Behörden fahnden nach dem untergetauchten Mann.
In der westjavanischen Stadt Bandung ist eine 29-jährige Frau nach eigenen Angaben über drei Jahre von ihrem Lebensgefährten in einem gemieteten Zimmer festgehalten und schwer misshandelt worden. Die als YTR identifizierte Frau wurde am 10. Juni 2026 in der Notaufnahme des Hasan-Sadikin-Krankenhauses in Bandung aufgefunden, nachdem die Familie eine anonyme Nachricht erhalten hatte. Laut Polizeiangaben wies die Patientin lebensbedrohliche Verletzungen auf: beide Augen sind erblindet, die Oberlippe wurde nahezu vollständig abgetrennt, mehrere Zähne ausgeschlagen, und am gesamten Körper fanden sich Brandwunden von Zigaretten sowie tiefe Schnittverletzungen.
Nach Darstellung der Angehörigen, die von lokalen Medien zitiert werden, hatte die Frau seit 2023 den Kontakt zur Familie abgebrochen. Gelegentliche Textnachrichten, die in grobem Ton zur Einstellung der Suche aufforderten, werden von der Familie dem Tatverdächtigen zugeschrieben. Der 30-jährige Mann mit den Initialen TH, von der Polizei als Taufik Hidayat identifiziert, ist seither flüchtig. Die Polizei der Provinz Jawa Barat erklärte, man habe den Verdächtigen bei einer Razzia nur knapp verfehlt; er wechsele häufig den Aufenthaltsort. Ein TikTok-Konto, das ihm zugeordnet wird, blieb nach Angaben von Internetnutzern noch Tage nach dem Bekanntwerden des Falls aktiv, Kommentare wurden jedoch gelöscht.
Aus Ermittlerkreisen verlautet, dass die Frau während der gesamten Zeit in wechselnden Unterkünften im Großraum Bandung festgehalten wurde. Der Hausmeister der letzten Unterkunft berichtete gegenüber Reportern, der Mann habe die als Ehefrau ausgegebene Begleiterin stets von außen eingeschlossen und als krank bezeichnet. Medizinische Quellen bestätigen, dass die Patientin mehrfach operiert werden musste, darunter eine Entfernung des rechten Auges aufgrund schwerer Infektionen. Zudem seien Maden aus einer Kopfwunde entfernt worden. Die Behandlungskosten, die zunächst nicht von der staatlichen Krankenversicherung übernommen wurden, belaufen sich nach Angaben der Familie auf umgerechnet rund 2.400 Euro; der Gouverneur von Jawa Barat, Dedi Mulyadi, sicherte schließlich die Kostenübernahme zu.
Über das Ausmaß der Gewalt hinaus sind mehrere Aspekte noch unbestätigt. Die Familie und ein vom prominenten Anwalt Hotman Paris entsandtes Rechtsteam äußerten den Verdacht, dass es weitere, teils aus Garut stammende Opfer geben könnte; offizielle Anzeigen liegen der Polizei hierzu jedoch nicht vor. Auch der Vorwurf sexueller Gewalt wird von Angehörigen erhoben, ist aber bislang nicht durch behördliche Aussagen gedeckt. Die indonesische Kommission für Gewalt gegen Frauen sowie das Ministerium für Frauenförderung und Kinderschutz haben die Polizei zu einer raschen Festnahme aufgefordert und psychosoziale Unterstützung zugesagt. Der Tatverdächtige bleibt weiterhin flüchtig, die Ermittlungen der Direktion für Gewalt gegen Frauen und Kinder der Provinzpolizei dauern an.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der Fall einer Frau, die drei Jahre lang von ihrem Freund in Bandung gefangen gehalten und gefoltert wurde, hat öffentliche Empörung ausgelöst. Während die Polizei den Flüchtigen jagt, bieten Prominente und Politiker rechtliche Unterstützung an und fordern harte Strafen. Unterdessen melden sich weitere mutmaßliche Opfer und es werden Spenden für ihre medizinische Behandlung gesammelt.
Die indonesischen Behörden suchen einen Mann, der verdächtigt wird, seine Freundin drei Jahre lang in Bandung gefangen gehalten und misshandelt zu haben. Der Fall wurde nach den einschlägigen Strafgesetzen registriert, und die Polizei hat eine Fahndung eingeleitet. Das Opfer wird medizinisch versorgt.
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