
Der Siegeszug des 'King of Pop': 'Michael' überholt 'Oppenheimer' an den Kinokassen
Antoine Fuquas Biopic über Michael Jackson hat mit 977 Millionen Dollar 'Oppenheimer' als erfolgreichste Filmbiografie abgelöst und neue Maßstäbe gesetzt.
Die Produktion des Films stand von Beginn an unter Spannung. Nachdem die Erben des Sängers ein ganzes Kapitel aus dem Drehbuch gestrichen hatten, musste das Studio Lionsgate für 50 Millionen Dollar Szenen nachdrehen lassen – ein Eingriff, der den Kinostart verzögerte und in der Branche für Stirnrunzeln sorgte. Dass ausgerechnet dieses Projekt nun alle Rekorde bricht, gehört zu den Überraschungen des Kinojahres.
Am zehnten Wochenende nach dem Start im April 2026 überholte 'Michael' mit weltweit 977,4 Millionen Dollar Christopher Nolans 'Oppenheimer' (975,8 Millionen) und stieg damit zur umsatzstärksten Filmbiografie aller Zeiten auf. Zuvor hatte das Biopic bereits 'Bohemian Rhapsody' (911 Millionen) als erfolgreichstes Musikbiopic abgelöst. In Nordamerika spielte der Film 370,2 Millionen Dollar ein, international kamen 607,2 Millionen hinzu – getragen von außergewöhnlich starken Ergebnissen in Großbritannien (rund 70 Millionen), Frankreich (über 55 Millionen) sowie in Mexiko, Brasilien und Australien mit jeweils mehr als 30 Millionen Dollar.
Regisseur Antoine Fuqua erzählt den Weg Michael Jacksons von den Jackson 5 bis zur Krönung zum 'King of Pop', wobei der Film 1988 endet und die späteren Missbrauchsvorwürfe vollständig ausblendet. In der angelsächsischen Kritik stieß diese Entscheidung auf scharfe Ablehnung. Die britische Zeitung 'The Independent' verriss das Werk als 'makabren, seelenlosen Geldraub' und bemängelte, der Film tilge jede Spur von Absicht oder Handlungsmacht des Protagonisten jenseits einer nebulösen Mission, 'Liebe zu verbreiten und zu heilen'. Russische Medien konstatierten nüchtern, das Studio habe sich ganz auf die Rekonstruktion von Konzertauftritten und Musikvideos konzentriert, um die Marketingkampagne auf die populären Elemente zu stützen.
Das Publikum honorierte diese Strategie. In 65 internationalen Märkten erzielte 'Michael' den besten Start eines Musikbiopics, in 40 Märkten – darunter Brasilien, Frankreich und Mexiko – übertraf die Laufzeit jene von 'Bohemian Rhapsody'. In Brasilien wurde der Film zum umsatzstärksten Universal-Titel aller Zeiten. Lionsgate verzeichnete mit 'Michael' den höchsten Einspielerfolg der Studiogeschichte und überflügelte 'Die Tribute von Panem – Catching Fire' (865 Millionen). Bereits wird über eine Fortsetzung spekuliert. So endet der Film mit einem eingefrorenen Bild des Jahres 1988 – ein Künstler auf dem Zenit, dessen Schatten das Licht der Leinwand nie erreichten.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Das Biopic 'Michael' hat mit einem weltweiten Einspielergebnis von 977 Millionen Dollar einen neuen Rekord für biografische Filme aufgestellt und sowohl 'Oppenheimer' als auch 'Bohemian Rhapsody' überholt. Der kommerzielle Triumph unterstreicht die ungebrochene weltweite Popularität von Michael Jackson und das lukrative Potenzial von Musikbiopics. Die Verleiher Lionsgate und Universal feiern ein historisches Ergebnis, das das Erbe des King of Pop auf der großen Leinwand krönt.
Der Film 'Michael' hat 'Oppenheimer' überholt und ist mit einem weltweiten Gesamteinspiel von 977,4 Millionen Dollar das umsatzstärkste Biopic der Kinogeschichte. Der Bericht stellt fest, dass die Produktion bereits Anfang des Monats den Rekord für Musikbiopics gebrochen hatte. Die Zahlen werden als schlichter Box-Office-Meilenstein präsentiert, ohne zusätzliche Kommentare zu den persönlichen Kontroversen des Porträtierten.
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