
Der Name des Vaters, gelöscht in vier Anzeigen
Zwei weitere Kinder von Angelina Jolie und Brad Pitt haben die gesetzlich vorgeschriebenen Zeitungsannoncen veröffentlicht, um den Nachnamen Pitt abzulegen – ein juristischer Schritt, der eine jahrelange Entfremdung besiegelt.
Als Zahara Jolie-Pitt im Mai 2026 bei ihrer Abschlussfeier am Spelman College in Atlanta auf die Bühne gerufen wurde, hallte ein Name durch den Saal, der eine stille Zäsur markierte: „Zahara Marley Jolie“. Der Nachname des Vaters, über Jahre hinweg ein öffentliches Markenzeichen der einstigen Vorzeigefamilie, war in diesem Moment bereits aus dem offiziellen Programm getilgt. Wenige Wochen später folgte der formelle Antrag bei einem kalifornischen Gericht, und nun, im Juli, erschien die gesetzlich vorgeschriebene Bekanntmachung im Los Angeles Daily Journal – vier Mal in vier aufeinanderfolgenden Wochen, wie es das Recht des Bundesstaates für Namensänderungen verlangt. Jeder, der Einwände erheben möchte, kann dies bis zur Anhörung am 28. September tun.
Derselbe Weg, nur mit einer um zwei Wochen früheren Anhörung, wird von Maddox beschritten, dem ältesten der sechs Kinder. Auch seine Petition, künftig Maddox Chivan Jolie zu heißen, wurde im Juni und Juli in derselben Zeitung öffentlich ausgelegt. Die schmalen Spalten der Pflichtanzeigen, die in amerikanischen Tageszeitungen meist zwischen Insolvenzverfahren und Pfändungsmitteilungen verschwinden, werden so zum Schauplatz einer familiären Neuordnung, die weit über das Private hinausreicht. Denn die beiden sind nicht die ersten: Shiloh, die dritte im Bunde, hatte bereits 2024 an ihrem 18. Geburtstag die gerichtliche Genehmigung erhalten, den Namen Pitt abzulegen, und Vivienne, die jüngste Tochter, ließ sich im selben Jahr im Programmheft eines Broadway-Stücks nur als Vivienne Jolie führen.
Was sich in den Anzeigen und Gerichtssälen vollzieht, ist die bürokratische Konsequenz einer Entfremdung, die mit der Trennung des Schauspielerpaares im Jahr 2016 begann. Damals kam es auf einem Privatflug zu einem Vorfall, der zu Ermittlungen wegen Kindesmisshandlung gegen Brad Pitt führte; der Schauspieler wurde später von den Vorwürfen entlastet. Dennoch blieb die Beziehung zu den Kindern, so berichten es US-Medien übereinstimmend, nachhaltig beschädigt. Einem Bericht des Magazins People zufolge hat Pitt heute „praktisch keinen Kontakt“ zu den erwachsenen Kindern. Eine dem Schauspieler nahestehende Quelle führt dies auf eine „langanhaltende Kampagne“ der Entfremdung zurück, während andere Beobachter die Namensänderungen als Ausdruck einer selbstbestimmten Identitätswahl der jungen Erwachsenen deuten.
Für das Publikum, das die Familie Jolie-Pitt über zwei Jahrzehnte hinweg als Projektionsfläche für moderne Patchwork-Ideale und glamouröse Elternschaft begleitete, entfaltet der Namensverzicht eine eigentümliche Symbolkraft. Der Verzicht auf den väterlichen Namen ist im kalifornischen Recht ein nüchterner Verwaltungsakt, doch die mehrfache Wiederholung innerhalb einer Geschwisterreihe macht ihn zu einem stillen Kommentar über Loyalität, Zugehörigkeit und die Frage, was ein Name in einer zerrütteten Familie noch trägt. Dass die Kinder den Namen der Mutter wählen, die nach der Scheidung das alleinige Sorgerecht behielt, verleiht dem Vorgang eine fast archaische Note: Der Name wird zur Spur einer Herkunft, die man nicht länger mittragen will.
Noch ist offen, ob das Gericht den Anträgen von Maddox und Zahara im September ohne Einspruch stattgeben wird. Die Frist für Widersprüche läuft, und die leeren Stühle im Gerichtssaal könnten am Ende das letzte Wort haben. Bis dahin bleiben die Zeitungsanzeigen das sichtbarste Zeugnis eines Abschieds, der sich nicht in Worten, sondern in Buchstaben vollzieht – vier Mal gedruckt, vier Mal bezahlt, und dann für immer aus dem Register gestrichen.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
The legal process is followed step by step; the children are exercising their rights under California law.
By detailing the procedural requirements and deadlines, the bloc presents the name change as a routine legal matter, depersonalizing the family drama.
The emotional impact on Brad Pitt and the family rift are not mentioned, focusing solely on the legal steps.
Brad Pitt is the victim of a family estrangement; the children's actions are a public rejection.
By using phrases like 'duro golpe' and emphasizing the trend, the bloc frames the name change as a cumulative humiliation for Pitt, appealing to sympathy.
The children's own perspectives or motivations are not explored; the focus is solely on Pitt's loss.
The legal procedure is being followed correctly; the court will decide.
By focusing on the specific legal steps and the timeline, the bloc normalizes the name change as a routine judicial process.
The emotional context of the family separation and the reactions of Brad Pitt are absent.
Erweitere deinen Horizont
New Yorker Bürgermeister prüft rechtliche Grundlage für Festnahme Netanjahus
8 Sprachen · 15 Quellen
Aus Economy & MarketsÖlpreis durchbricht 90-Dollar-Marke: Eskalation am Hormuz treibt Rohöl auf Höchststand seit Juni
8 Sprachen · 21 Quellen
Aus TechnologyKI spaltet Arbeitsmärkte: Prämien für Spezialisten, Stagnation für die Breite
1 Sprache · 3 Quellen