
Cucurellas Versprechen und Porros Aufstieg: Spaniens Weg ins WM-Finale
Vor dem WM-Finale gegen Argentinien sorgen Spaniens Außenverteidiger Marc Cucurella und Pedro Porro mit sportlichen Leistungen und persönlichen Ankündigungen für Schlagzeilen.
Spanien steht im Endspiel der Weltmeisterschaft 2026, und zwei Außenverteidiger verkörpern den Erfolg der Mannschaft von Luis de la Fuente auf besondere Weise. Marc Cucurella, von Mikel Merino liebevoll „Secadora“ getauft, hat seit der zweiten Turnierpartie keinen Gegenspieler mehr an sich vorbeiziehen lassen – weder Uruguayer noch Österreicher, weder Portugiesen noch Belgier, und im Halbfinale auch nicht die französischen Stars Kylian Mbappé, Michael Olise oder Ousmane Dembélé. Mit einer Gelben Karte ab der 30. Minute belastet, kontrollierte er die Situation über die gesamte Spielzeit, ohne dass de la Fuente einen Wechsel erwog. Thierry Henry kommentierte im französischen Fernsehen, Cucurella habe die gegnerischen Angreifer „in der Tasche“ gehabt. Die Daten untermauern den Eindruck: Der 27-Jährige ist der fünftlaufstärkste Spieler des Turniers und führt Spaniens Sprintstatistik an. Seit seinem Länderspieldebüt hat er mit der Selección noch keine Partie in der regulären Spielzeit verloren.
Abseits des Rasens sorgt Cucurella mit einer Ankündigung für Aufsehen. Gegenüber dem spanischen Sender Movistar+ erklärte er, im Falle eines Titelgewinns aus der Nationalmannschaft zurückzutreten: „Wenn ich die Weltmeisterschaft gewinne, rufe ich Luis de la Fuente am nächsten Tag an und sage ihm, dass er nie wieder mit mir rechnen soll.“ Zuvor hatte er bereits versprochen, sich bei einem Triumph das Gesicht des Trainers tätowieren zu lassen. In deutschen Medien wird Cucurella zudem mit einer anderen Szene in Verbindung gebracht: Im EM-Viertelfinale 2024 gegen die DFB-Elf blieb ein Handspiel von ihm in der Verlängerung ungeahndet, was die UEFA später als Fehlentscheidung einräumte. Die Popularität des Lockenkopfs zeigt sich auch digital: Wer bei Google seinen Namen eingibt, sieht eine animierte Katze mit wallender brauner Mähne und Spanien-Fahne – eine Anspielung auf ein virales Meme, das seine Frisur mit einer Katze vergleicht. Ein von englischen Fans gedichtetes Lied („Cucurella, he eats paella“) wurde in Spanien adaptiert und um eine Zeile über Erling Haaland ergänzt; der Norweger nahm es gelassen.
Auf der rechten Abwehrseite hat sich Pedro Porro in den Vordergrund gespielt. Der 26-Jährige aus Don Benito begann das Turnier als Ersatzmann für Marcos Llorente, überzeugte aber im dritten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien und ist seither gesetzt. Im Achtelfinale gegen Österreich erzielte er sein erstes WM-Tor, im Halbfinale gegen Frankreich wurde er zum Spieler des Spiels gewählt und traf zum 2:0-Endstand. Porro, der über Rayo Vallecano, Girona, Manchester City und Sporting Lissabon zu Tottenham Hotspur fand, betont in spanischen Interviews seine Bodenständigkeit: „Ich bin ein demütiger, ruhiger Typ.“ Sein Großvater Antonio, der ihn einst durch ganz Extremadura zu Jugendspielen fuhr, erkundigte sich nach dem Frankreich-Spiel besorgt nach seiner Auswechslung – ein kleiner Muskelödem bremste ihn, doch für das Finale wird er fit erwartet.
Im MetLife Stadium von East Rutherford, wo Cucurella vor zwölf Monaten mit dem FC Chelsea die Klub-Weltmeisterschaft gewann, treffen die Spanier nun auf Argentinien. Für Cucurella könnte es das letzte Länderspiel sein, für Porro der vorläufige Höhepunkt einer Karriere, die erst unter de la Fuente richtig Fahrt aufnahm. Der Ausgang des Finales entscheidet nicht nur über den Titel, sondern auch über die unmittelbare Zukunft zweier Protagonisten, die Spaniens Weg ins Endspiel maßgeblich geprägt haben.
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.70 | aligned |
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| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
Cucurella ist eine unüberwindbare Mauer, eine von allen geliebte virale Ikone.
Leichte Anekdoten und die Anerkennung von Google werden betont, um ein triumphales und sympathisches Bild zu erzeugen, ohne kritische Elemente.
Es verschweigt Cucurellas Versprechen, sich zurückzuziehen, wenn er die WM gewinnt, was die Erzählung eines sorglosen Helden untergraben könnte.
Cucurella hat ein sinnloses Versprechen gemacht, das Spaniens Zukunft gefährdet.
Eine persönliche Aussage des Spielers wird isoliert und als Dilemma für das Team dargestellt, was Spannung und Debatte erzeugt, während positive Aspekte relativiert werden.
Es wird nicht hervorgehoben, dass das Versprechen ein Witz oder eine Motivationstaktik sein könnte, und der Kontext seiner Popularität als 'Secadora' und der bedingungslosen Unterstützung der Fans wird ausgelassen.
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