
15 Milliarden Dollar: FIFA vermeldet Rekorderlös aus der WM 2026
Der unerwartete Erlös von 15 Milliarden Dollar übertrifft die Prognosen um 36 Prozent und verleiht dem FIFA-Präsidenten Rückenwind, während europäische Verbände die Aufhebung einer Roten Karte nach Druck aus Washington verurteilen.
Die FIFA hat bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada Rekordeinnahmen von 15 Milliarden Dollar erzielt – ein Plus von 36 Prozent gegenüber den ursprünglich veranschlagten 11 Milliarden Dollar. Präsident Gianni Infantino gab das Ergebnis am Vortag des Endspiels zwischen Spanien und Argentinien im MetLife-Stadion in East Rutherford, New Jersey, den Mitgliedsverbänden bekannt. Mit dem Turnier, an dem erstmals 48 Mannschaften teilnahmen und das 104 Spiele umfasste, überflügelt der Weltverband die Einnahmen aus Katar 2022 von 5,7 Milliarden Dollar deutlich. Die Steigerung verdankt sich vor allem dem Verkauf von Eintrittskarten und Hospitality-Paketen.
Ein wesentlicher Hebel war der Sekundärmarkt: Die FIFA erhebt eine Gebühr von jeweils 15 Prozent von Käufer und Verkäufer, was angesichts der hohen Ticketpreise zusätzliche Erträge generierte. Für das Finale lagen VIP-Pakete wie die „Trophy Lounge“ bei 34.500 Dollar pro Person; selbst am Vorabend der Partie waren auf der offiziellen Plattform noch hochpreisige Angebote verfügbar. Zugleich bestätigte die FIFA den Verbänden Spaniens und Argentiniens, dass die Halbzeitpause nur 17 Minuten dauern werde, davon 11 Minuten für eine Show mit Shakira, Madonna und Justin Bieber.
Die finanzielle Bilanz festigt Infantinos Macht vor der Wiederwahl im März, für die ihm bereits über 200 Unterstützungszusagen vorliegen. Aus Sicht europäischer Fußballverbände sorgte jedoch die Rücknahme der Roten Karte gegen den US-amerikanischen Stürmer Folarin Balogun im Achtelfinale gegen Paraguay für Kritik. Präsident Donald Trump hatte öffentlich Druck ausgeübt; die FIFA erklärte, ihr Disziplinarkomitee habe unabhängig entschieden. Gleichwohl sehen insbesondere Vertreter aus Europa darin eine Untergrabung der Regelungshoheit des Verbandes. Die Aussicht auf zusätzliche Mittel aus dem Rekorderlös, dessen Verteilung noch nicht geregelt ist, könnte die Kritik dämpfen. Trump plädierte bereits dafür, die nächste WM ohne Kanada und Mexiko erneut in die USA zu vergeben.
Noch vor dem Turnierende kündigte die FIFA über Arsène Wenger an, die umstrittene dreiminütige Trinkpause nach der WM zu überprüfen. Auslöser war die massive Kommerzialisierung durch TV-Werbung, die aus sportlicher Perspektive den Rhythmus störe. Mit dem Verweis auf die anstehende Evaluation spannt sich der Bogen von den Rekordbilanzen zur nächsten sportpolitischen Zäsur: Der Weltverband wird die Verteilung der Einnahmen und die Lehren aus dem Turnier in die Entscheidungen einfließen lassen.
| Lateinamerikanische Presse | +0.80 | aligned |
|---|---|---|
| Südostasiatische Presse | −0.60 | critical |
| Arabische Golfpresse | +0.70 | aligned |
World football celebrates a historic milestone: the $15 billion proves the World Cup is the most profitable event and Infantino has consolidated his leadership.
The exaltation of the record as proof of unquestionable success, coupled with Infantino's strengthening, creates a narrative of inevitable triumph.
Criticisms of aggressive commercialization and accusations against Infantino are omitted.
FIFA achieved a record revenue by exploiting loopholes in the ticket market, taking double profits at the expense of fans.
Highlighting the details of questionable commercial practices and the context of criticism constructs a cynical reading of the financial success.
The reinvestment of revenues into global football development is not mentioned.
FIFA will reinvest the World Cup proceeds to develop football in all 211 member associations, proving that commercial success serves the common good.
By presenting FIFA as a non-profit and quoting Infantino on development, the record revenue is transformed into a promise of collective benefit.
Controversies over ticket sales commissions or criticisms of the president are avoided.
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