
Ölpreise stürzen nach Feuerpause zwischen USA und Iran ab
Die Aussetzung der gegenseitigen Angriffe lässt Rohöl zeitweise um mehr als 9 Prozent fallen, doch die Straße von Hormus bleibt blockiert und die Lage fragil.
Die globalen Ölpreise verzeichneten am Montag den stärksten Tagesverlust seit Monaten. Die Nordseesorte Brent fiel im Handelsverlauf um bis zu 9,5 Prozent auf unter 88 Dollar je Barrel, nachdem sie in der Vorwoche noch die Marke von 100 Dollar überschritten hatte. Auch die US-Referenzsorte WTI gab um rund 7 Prozent auf unter 83 Dollar nach. Auslöser war die überraschende Entscheidung Washingtons und Teherans, die gegenseitigen Militärschläge über das Wochenende auszusetzen.
Die Feuerpause nährte an den Rohstoffmärkten die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des seit Ende Februar andauernden Konflikts. US-Präsident Donald Trump sprach von „guten Gesprächen“ und einer „echten Chance“ auf eine Einigung, während sein UN-Botschafter erklärte, man wolle den Verhandlungen „Raum geben“. Aus Teheraner Sicht wies das Außenministerium jedoch laufende Verhandlungen zurück und betonte, die Kontrolle über die Straße von Hormus liege weiterhin allein bei Iran. Die Meerenge, durch die vor dem Krieg rund ein Fünftel des globalen Ölhandels floss, bleibt faktisch geschlossen; nach Daten von Kpler passierten am Wochenende weniger als zehn Frachtschiffe täglich die Passage.
Zusätzliche Unsicherheit geht von den jemenitischen Huthi-Rebellen aus, die mit iranischer Unterstützung eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien verhängt und Angriffe auf Ölanlagen am Roten Meer gemeldet haben. Der Schiffsverkehr durch das Bab al-Mandab, das Tor zum Suezkanal, brach daraufhin ein. Analysten der Deutschen Bank warnten vor der „Möglichkeit einer gleichzeitigen Störung der Exportrouten im Golf und im Roten Meer“. An den Aktienmärkten sorgte der Preisrückgang für Erleichterung: Der Dax legte um 1 Prozent zu, der FTSE 100 stieg um 0,4 Prozent. In New York hingegen gaben die Indizes nach anfänglichen Gewinnen wieder nach, belastet von Technologiewerten.
Die Entspannung an der Ölfront dämpft vorerst die Inflationssorgen, die zuletzt Spekulationen über weitere Zinserhöhungen befeuert hatten. Die US-Notenbank Federal Reserve, die Bank of England und die Bank of Japan tagen in dieser Woche; von allen drei Notenbanken werden unveränderte Leitzinsen erwartet. Allerdings preisen die Terminmärkte für die Fed-Sitzung am Mittwoch eine Wahrscheinlichkeit von rund 36 Prozent für eine Anhebung um 25 Basispunkte ein – ein deutlicher Anstieg gegenüber der Vorwoche. Entscheidend für die weitere Preisentwicklung am Ölmarkt bleibt, ob es gelingt, den Schiffsverkehr durch Hormus wiederherzustellen und eine belastbare Waffenruhe zu vereinbaren.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | 0.00 | neutral |
| Subsaharisch-afrikanische Presse | +0.30 | aligned |
The West watches the truce with caution, but Iran offers no guarantees.
It includes Iran's statement of not seeking peace talks to undermine the de-escalation narrative, creating a sense of precariousness.
It downplays diplomatic possibilities, focusing on Iran's intransigent stance.
Russia watches the market: the US stopped strikes because they were ineffective, not out of goodwill.
It uses the CENTCOM recommendation and the phrase 'limit of effectiveness' to reframe the US decision as a tactical retreat rather than a diplomatic gesture.
It omits the Omani mediation and Iran's willingness to stop attacks.
Sub-Saharan Africa hopes for détente: the pause opens the way for negotiations to reopen Hormuz.
It uses the phrase 'fresh Hormuz hopes' and Trump's envoy's words to create a narrative of diplomatic progress, downplaying the fragility of the truce.
It does not report Iran's statement of not seeking peace talks, nor the US motivation of limited effectiveness.
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