
Britische Influencerin in Dubai unter Mordanklage – Todesstrafe möglich
Die 23-jährige Brooke George sitzt in Untersuchungshaft, nachdem sie einen Mann erstochen haben soll; sie beruft sich auf Notwehr. Parallel verurteilten Gerichte in der Region weitere Social-Media-Persönlichkeiten.
In Dubai ist die britische TikTok-Influencerin Brooke George wegen vorsätzlicher Tötung angeklagt worden. Die 23-Jährige wurde in den frühen Morgenstunden des 22. Juni am Flughafen festgenommen und befindet sich seither im Polizeigewahrsam von Bur Dubai. Nach übereinstimmenden Berichten britischer und internationaler Medien soll sie einen 26-jährigen britischen Staatsbürger, den sie über Facebook kennengelernt hatte, mit einem Küchenmesser tödlich verletzt haben. Die emiratischen Behörden haben den Fall bislang nicht öffentlich kommentiert.
George selbst gibt an, in Notwehr gehandelt zu haben. Gegenüber der Organisation Detained in Dubai, die sich für im Ausland inhaftierte westliche Staatsbürger einsetzt, schilderte sie eine zunehmend gewalttätige Beziehung. Der Mann habe sie während ihres zweiten Aufenthalts in den Vereinigten Arabischen Emiraten geschlagen, ihr das Rückflugticket vorenthalten und sie schließlich in der Wohnung attackiert. In Todesangst habe sie nach einem Messer gegriffen. Ihre Mutter, Thereza George, erklärte, ihre Tochter sei nach der Tat „völlig verängstigt“ gewesen und habe sichtbare Verletzungen im Gesicht aufgewiesen. Die Familie sammelte Geld für einen Rückflug, den George ohne ihren Pass jedoch nicht antreten konnte.
Die Organisation Detained in Dubai erhebt schwere Vorwürfe gegen die Haftbedingungen. George sei gezwungen worden, sich vor männlichen Beamten zu entkleiden, und habe keinen Zugang zu einem Anwalt oder zum britischen Konsulat erhalten. Das britische Außenministerium bestätigte lediglich, mit einer in den VAE inhaftierten Britin in Kontakt zu stehen. Aus emiratischer Sicht liegen zu diesen Vorwürfen keine offiziellen Stellungnahmen vor. Sollte George des vorsätzlichen Mordes schuldig gesprochen werden, droht ihr nach dem Strafrecht der VAE die Todesstrafe durch Erschießen.
Der Fall reiht sich in eine Serie von Verfahren gegen Social-Media-Persönlichkeiten in der Golfregion und Nordafrika ein. Ein Gericht in Ras Al Khaimah verurteilte im Juni einen TikTok-Nutzer zu drei Monaten Haft, weil er während eines Livestreams eine Geste des Halsabschneidens gemacht hatte – das Gericht wertete dies als strafbare Todesdrohung. In Marokko wurde die franko-algerische Influencerin Yass Naubelle zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, nachdem sie in einem Video die Fahrweise von Marokkanern kritisiert und der Polizei Bestechlichkeit vorgeworfen hatte. Eine Online-Petition fordert nun die französischen Behörden zum Eingreifen auf.
Die Ermittlungen in Dubai dauern an. Die britische Regierung hat nach eigenen Angaben die Familie von Brooke George kontaktiert und steht mit den lokalen Behörden in Verbindung. Eine unabhängige Prüfung der von George geltend gemachten Notwehrlage ist bislang nicht bekannt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Eine junge britische Influencerin droht in Dubai hingerichtet zu werden, nachdem sie einen Mann getötet hat, der sie angeblich angegriffen hat. Menschenrechtsorganisationen warnen vor den Risiken der Golf-Rechtssysteme und kritisieren die Anklage als unverhältnismäßig. Die Geschichte betont ihre Notwehrbehauptung und die emotionale Belastung durch die drohende Erschießung.
Eine britische Touristin droht in Dubai erschossen zu werden, nachdem sie einen Mann erstochen hat, der sie angeblich angegriffen hat. Die Geschichte wird mit einer gewissen Distanz berichtet, wobei betont wird, dass die Notwehrbehauptung noch von den örtlichen Behörden überprüft werden muss. Sie dient als warnendes Beispiel für die Gefahren von Online-Bekanntschaften mit Fremden auf Reisen.
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