
Belgien enttäuscht erneut: 0:0 gegen Iran – Rote Karte und VAR-Drama
Belgien kommt im zweiten WM-Gruppenspiel nicht über ein torloses Remis hinaus und muss nach einer Roten Karte gegen Nathan Ngoy lange in Unterzahl bestehen.
Ein aberkanntes Tor, eine Notbremse und zwei überragende Torhüter: Belgien und Iran trennten sich im zweiten Gruppenspiel der Weltmeisterschaft 2026 im SoFi Stadium von Los Angeles 0:0. Die Roten Teufel, die bereits zum Auftakt gegen Ägypten nur ein 1:1 erreicht hatten, blieben damit auch im vierten WM-Spiel in Folge ohne Sieg. Iran hingegen wahrte seine Chancen auf das erstmalige Erreichen der K.o.-Runde und steht nach zwei Unentschieden mit zwei Punkten an der Spitze der Gruppe G – punktgleich mit Belgien, aber mit einem Tor mehr erzielt.
Die Partie begann mit einer frühen Hypothek für die Belgier: Romelu Lukaku, der nach seinem Joker-Einsatz gegen Ägypten in die Startelf gerückt war, stieg in der dritten Minute mit gestrecktem Bein gegen Irans Torwart Alireza Beiranvand und sah Gelb. In der Folge übernahm Belgien erwartungsgemäß die Kontrolle, kam in der ersten Halbzeit auf 81 Prozent Ballbesitz und elf Abschlüsse, doch die Abschlussversuche von Kevin De Bruyne, Youri Tielemans und Maxim De Cuyper scheiterten immer wieder an Beiranvand oder der dicht gestaffelten iranischen Fünferkette. Die größte Gefahr ging vom Außenseiter aus: In der 25. Minute vollendete Mehdi Taremi eine einstudierte Freistoßvariante, doch der Treffer wurde nach minutenlanger VAR-Überprüfung wegen einer knappen Abseitsstellung aberkannt. Auch nach der Pause blieb das Bild unverändert – Belgien drückte, Iran konterte. Beiranvand parierte in der 59. Minute spektakulär gegen De Cuyper, auf der Gegenseite entschärfte Thibaut Courtois einen Schuss von Hossein Kanaani (14.) und einen Abschluss Taremis aus kurzer Distanz (53.).
Die entscheidende Szene ereignete sich in der 66. Minute: Nathan Ngoy, 23-jähriger Innenverteidiger Belgiens, unterlief ein Rückpass, Taremi spritzte dazwischen und lief allein auf Courtois zu. Ngoy riss den Stürmer zu Boden und sah die Rote Karte – die bereits achte des Turniers, womit die Zahl der Platzverweise von Katar 2022 bereits jetzt verdoppelt wurde. In Überzahl agierte Iran fortan mutiger, doch Belgien blieb auch mit zehn Mann das spielbestimmende Team. Beiranvand vereitelte in der Schlussphase eine weitere Großchance De Cuypers, während ein Distanzschuss von Dodi Lukebakio knapp am Pfosten vorbeistrich.
Aus europäischer Perspektive verstärkt der Auftritt die Zweifel an der belgischen Mannschaft, die nach dem Rücktritt mehrerer Stützen der „Goldenen Generation“ in einem Übergang steckt. Das Fehlen des erkrankten Dribblers Jérémy Doku machte sich bemerkbar, und De Bruyne blieb als Ideengeber wirkungslos. Iran hingegen, dessen Vorbereitung durch US-Reisebeschränkungen massiv gestört war – das Team durfte erst 16 Stunden vor Anpfiff aus dem mexikanischen Trainingslager einreisen –, zeigte eine disziplinierte Defensivleistung. Die iranische Hymne wurde von Tausenden regimekritischen Exil-Iranern in Los Angeles erneut ausgepfiffen, die Mannschaft selbst jedoch lautstark unterstützt. Mit einem Altersschnitt von 32,52 Jahren stellte Iran die älteste Startelf der WM-Geschichte.
Die Gruppe G bleibt vor dem letzten Spieltag völlig offen. Belgien trifft am Samstag in Vancouver auf Neuseeland, Iran begegnet in Seattle Ägypten. Beide Partien werden zeitgleich ausgetragen. Ein Sieg ist für beide Teams Pflicht, um sicher in die Runde der letzten 32 einzuziehen – ein Unentschieden könnte angesichts der engen Konstellation bereits das Aus bedeuten.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Belgien stolpert erneut: Die Star-Auswahl kann das iranische Abwehrmauerwerk nicht überwinden und schlittert in eine sportliche Krise. Blutleere Dominanz und Ngoy’s Platzverweis lassen den Roten Teufeln kaum noch Luft; ein Sieg im letzten Spiel ist Pflicht. Der Iran träumt vom historischen Einzug in die K.o.-Runde, vor allem dank Beiranvands Heldentaten.
Belgien hat bei der WM weiter zu kämpfen und ist nach dem 0:0 gegen einen zähen Iran immer noch sieglos. Die Roten Teufel dominierten den Ballbesitz und kreierten Chancen, scheiterten aber an Beiranvands Paraden und Ngoy’s Platzverweis. Im letzten Gruppenspiel müssen Punkte her, während der Iran auf den ersten Achtelfinaleinzug hofft.
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