
Bagnaia und Ducati gehen am Saisonende getrennte Wege
Nach acht Jahren und zwei Weltmeistertiteln verlässt Francesco Bagnaia das Werksteam; Pedro Acosta wird 2027 neuer Stallgefährte von Marc Márquez.
Am Mittwoch bestätigte Ducati Corse offiziell, was sich im Fahrerlager seit Wochen abzeichnete: Francesco „Pecco“ Bagnaia und das Werksteam aus Borgo Panigale werden ihre Zusammenarbeit nach der Saison 2026 beenden. Der letzte Grand Prix des Italieners in Rot wird das Rennen in Valencia sein. Bagnaia, 2019 als Rookie von Pramac in die Königsklasse gekommen und seit 2021 Werksfahrer, hat in dieser Zeit 31 Siege, 63 Podestplätze und 28 Pole-Positions eingefahren – mehr als jeder andere Pilot auf einer Desmosedici GP. Mit den Titeln 2022 und 2023 beendete er eine 15-jährige Durststrecke der Marke, die zuletzt Casey Stoner 2007 an die Spitze geführt hatte. In den sozialen Medien verabschiedete sich Bagnaia mit einem emotionalen Statement: „Du warst mein Traum und bist die schönste Wirklichkeit geworden, die ich je kannte.“
Die Trennung ist das Ergebnis einer sportlichen Verschiebung, die sich seit der Ankunft von Marc Márquez im Werksteam 2025 beschleunigt hat. Márquez gewann auf Anhieb den Titel – seinen siebten in der Königsklasse – und verwies Bagnaia mit 257 Punkten Rückstand auf Rang fünf der Gesamtwertung. Auch 2026 blieb der 29-Jährige hinter den Erwartungen zurück: Bislang steht nur ein Sieg im Sprint von Brünn zu Buche, in der WM liegt er auf Platz sieben. Die interne Dynamik, so deuteten es italienische Medien an, hatte sich verändert; Bagnaia selbst sprach von einer schwierigen vergangenen Saison, in der man „mehr aneinandergeriet, als wir wollten“.
Die Lücke im Ducati-Aufgebot schließt ein Fahrer, der als größtes Talent seiner Generation gilt: Pedro Acosta. Der Spanier, Moto3- und Moto2-Weltmeister, wechselt zur Saison 2027 von KTM ins Lenovo-Team und unterschrieb für zwei Jahre. Acosta hatte bereits in seiner Rookie-Saison 2024 überzeugt, wurde 2025 mit 13 Podestplätzen Gesamtvierter und gewann 2026 den Sprint in Thailand. Ducati-CEO Claudio Domenicali sprach von einem „klaren Signal unserer Ambitionen“, mit dem Duo Márquez/Acosta eine „extrem wettbewerbsfähige Paarung“ zu formen. Márquez selbst verlängerte seinen Vertrag am Vortag bis 2028.
Für Bagnaia verdichten sich unterdessen die Hinweise auf einen Wechsel zu Aprilia. Dort soll er ab 2027 an der Seite von Marco Bezzecchi die Nachfolge von Jorge Martín antreten, der seinerseits mit Yamaha in Verbindung gebracht wird. Der Umbruch fällt mit der Einführung des neuen 850-ccm-Reglements zusammen und markiert das Ende einer Ära: Erstmals seit seinem MotoGP-Debüt wird Bagnaia ein Motorrad fahren, das nicht aus dem Hause Ducati stammt.
Bis zum Saisonfinale in Valencia bleibt Bagnaia jedoch voll in das Projekt eingebunden. Ducati und der Fahrer bekräftigten, gemeinsam das Maximum aus den verbleibenden Rennen herausholen zu wollen. Der Abschied vollzieht sich nicht als Bruch, sondern als geordneter Übergang – mit einem Piloten, der, so Domenicali, „einige der denkwürdigsten Kapitel der Ducati-Geschichte geschrieben hat“.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
2 Mediengruppen · 1 Sprachen
Nach acht Jahren voller Erfolge endet die Partnerschaft zwischen Ducati und Francesco Bagnaia zum Abschluss der Saison 2026. Der Hersteller aus Borgo Panigale feiert die zwei Weltmeistertitel und 31 Siege, die die Marke zurück an die Spitze der MotoGP gebracht haben, und bereitet sich auf neue Talente wie Pedro Acosta vor. Ein Abschied voller Dankbarkeit und strategischem Weitblick.
Ducati bestätigte, dass Francesco Bagnaia das Team Ende 2026 verlassen wird, ein im Fahrerlager bereits erwarteter Schritt. Nach acht Jahren, zwei Titeln und 31 Siegen macht der italienische Fahrer den Weg frei für Pedro Acosta von KTM. Die Trennung, ohne emotionale Betonung verkündet, folgt einer Logik der technischen Erneuerung.
Erweitere deinen Horizont
USA bombardieren Iran nach Drohnenangriff auf Frachter – Waffenruhe in der Krise
9 Sprachen · 56 Quellen
Aus Economy & MarketsVolkswagen plant Abbau von bis zu 100.000 Stellen und Schließung von vier deutschen Werken
9 Sprachen · 24 Quellen
Aus TechnologyGoogle-Erdbebenwarnung in Venezuela: Wie Android-Smartphones Sekunden vor dem Beben alarmierten
4 Sprachen · 14 Quellen