
Ägypten ringt Australien im Elfmeterschießen nieder und erreicht erstmals das WM-Achtelfinale
Nach einem 1:1 nach 120 Minuten setzten sich die Pharaonen mit 4:2 im Elfmeterschießen durch und treffen nun auf Argentinien oder Kap Verde.
Der entscheidende Moment gehörte Hossam Abdelmaguid. Nachdem zuvor Harry Souttar und Lucas Herrington für Australien vergeben hatten, verwandelte der ägyptische Verteidiger den vierten Strafstoß sicher und löste damit in Dallas einen Sturm der Begeisterung aus. Mit 4:2 im Elfmeterschießen bezwang Ägypten die Socceroos und zog zum ersten Mal in seiner Geschichte in ein WM-Achtelfinale ein – ein Erfolg, der in Kairo und der gesamten arabischen Welt als historischer Durchbruch gefeiert wurde.
Dabei hatte die Partie über weite Strecken die erwartete Zähigkeit geboten. Emam Ashour brachte die Nordafrikaner in der 13. Minute per Kopf in Führung, nachdem Karim Hafez den Ball mustergültig in den Strafraum gebracht hatte. Australien, das zuvor durch einen Lattenschuss von Cristian Volpato aufschreckte, fand nur schwer ins Spiel, glich aber zehn Minuten nach Wiederbeginn aus – durch ein unglückliches Eigentor von Mohamed Hany, der eine Freistoßflanke von Aiden O’Neill ins eigene Netz lenkte. Es war bereits Hanys zweites Eigentor des Turniers, ein Novum in der WM-Geschichte.
Beide Mannschaften, die zuvor noch nie ein K.-o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft gewonnen hatten, agierten in der Folge vorsichtig. Ägypten, das in der Gruppenphase ungeschlagen geblieben war, drängte in der Schlussphase auf den Sieg, doch Patrick Beach parierte einen Kopfball von Ramy Rabia in höchster Not und rettete die Australier in die Verlängerung. Auch dort blieb Mohamed Salah, der trotz einer Oberschenkelverhärtung von Beginn an spielte, zunächst blass, ehe er in der 93. Minute eine gute Gelegenheit über das Tor setzte.
Die Entscheidung fiel schließlich vom Punkt. Australiens Trainer Tony Popovic wechselte in der 119. Minute eigens den erfahrenen Mathew Ryan für Beach ein, doch der Torhüter des Levante UD konnte keinen der vier ägyptischen Versuche parieren. Während Souttar den ersten australischen Strafstoß über das Tor jagte und der 18-jährige Herrington nur die Latte traf, behielten Mahmoud Saber, Rabia, Salah – mit einem lässigen Panenka – und Abdelmaguid die Nerven. Aus ägyptischer Sicht endete damit eine jahrzehntelange Durststrecke: Seit der ersten Teilnahme 1934 hatte man nie ein Spiel in der K.-o.-Runde gewonnen.
Für Australien, das als letzter asiatischer Vertreter im Turnier verblieben war, endet die WM dagegen mit einer verpassten Chance. Die Mannschaft von Tony Popovic hatte sich in einer schwierigen Gruppe mit den USA, Paraguay und der Türkei behauptet, scheiterte aber erneut in der ersten K.-o.-Runde. Ägypten trifft nun am 7. Juli in Atlanta auf den Sieger der Partie zwischen Titelverteidiger Argentinien und Außenseiter Kap Verde – und darf von der ersten Viertelfinalteilnahme eines afrikanischen Teams seit 2010 träumen.
| Arabische Golfpresse | +0.80 | aligned |
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | +0.30 | aligned |
| Südostasiatische Presse | +0.10 | neutral |
Egypt wins, Arab pride triumphs: a victory that belongs to the entire Arab world.
The team's success is treated as a success for the entire nation and the Arab world, using language that evokes unity and shared destiny.
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