
Argentiniens Messi vor dem Duell mit Österreich: Ein Tor fehlt zum ewigen WM-Rekord
Lionel Messi hat mit drei Treffern gegen Algerien den Rekord von Miroslav Klose egalisiert; im zweiten Gruppenspiel gegen Österreich kann er sich nun zum alleinigen Rekordtorschützen der Weltmeisterschaftsgeschichte aufschwingen.
Mit einem blendend herausgespielten Hattrick im Auftaktspiel gegen Algerien hat Lionel Messi am vergangenen Dienstag die Marke von Miroslav Klose erreicht: 16 Tore bei Weltmeisterschaften. Nun trifft der argentinische Kapitän am Montagabend deutscher Zeit im texanischen Arlington auf Österreich – eine Partie, in der ihm ein einziger Treffer genügt, um sich an die Spitze der ewigen WM-Torjägerliste zu setzen. Über die persönliche Bestmarke hinaus geht es für den Titelverteidiger um den vorzeitigen Einzug in die Runde der letzten 32: Ein Sieg gegen die mit drei Punkten gleichauf liegenden Österreicher sichert Argentinien nicht nur das Weiterkommen, sondern faktisch auch den Gruppensieg in Gruppe J.
Im Auftaktmatch in Kansas City dominierte die Mannschaft von Trainer Lionel Scaloni das Spielgeschehen über weite Strecken, auch wenn die algerische Auswahl ihrerseits durchaus zu Torchancen kam. Messi stellte mit seinen drei Toren die Weichen auf Sieg, während die Defensive um Emiliano Martínez weitgehend stabil blieb. Vor dem zweiten Gruppenspiel muss Scaloni allerdings mindestens einen personellen Umbau vornehmen: Der an der Hüfte angeschlagene Gonzalo Montiel wird durch Nahuel Molina auf der rechten Abwehrseite ersetzt. Offen ist noch, ob im Sturm neben Messi erneut Lautaro Martínez beginnt oder Julián Álvarez, der seine Knöchelverletzung überwunden hat. Das Umfeld der „Albiceleste“ wurde in den vergangenen Tagen zudem von Falschmeldungen über den angeblichen Tod von Messis Vater Jorge erschüttert; Scaloni betonte auf der Pressekonferenz im AT&T Stadium die Geschlossenheit der Mannschaft und wies Spekulationen schroff zurück.
Österreich tritt nach einem 3:1-Auftaktsieg gegen WM-Neuling Jordanien mit gewachsenem Selbstvertrauen an. Unter der Leitung des deutschen Trainers Ralf Rangnick hat sich das Nationalteam eine auf Pressing und vertikale Umschaltmomente ausgerichtete Spielweise angeeignet, die zuletzt in der europäischen Qualifikation für Stabilität sorgte. Rangnick selbst sagte vor dem Duell, er habe an der argentinischen Elf keinerlei Schwächen ausmachen können, und verlangte von seinen Spielern den „mutigsten Auftritt“ seit seinem Amtsantritt. Mit David Alaba von Real Madrid, dem Dortmunder Marcel Sabitzer, Bayern-Profi Konrad Laimer und Rekordtorjäger Marko Arnautović verfügen die Österreicher über international erfahrene Kräfte, die insbesondere bei schnellem Umschalten gefährlich werden können.
Das Spiel findet im AT&T Stadium von Arlington statt, der Heimat der Dallas Cowboys, das mit seinem schließbaren Dach und einer leistungsfähigen Klimaanlage vor den Außentemperaturen von über 30 Grad schützt. Für die gastgebende Stadt im Norden Texas’ ist die Begeisterung für Fußball ungewohnt; umso größer ist die lokale Neugier auf das Auftreten von Messi und den amtierenden Weltmeister. Bereits am Vorabend versammelten sich tausende argentinische Anhänger in der Innenstadt von Dallas zu einem „Banderazo“ und verwandelten die texanische Metropole in ein blau-weißes Fanlager.
Gelingt Argentinien der erwartete Erfolg, würde die Mannschaft mit sechs Punkten die Führung in der Gruppe übernehmen und könnte im abschließenden Spiel gegen Jordanien Schlüsselspieler schonen – ein nicht zu unterschätzender Vorteil in dem auf 48 Teams und 104 Partien ausgeweiteten Turnier. Österreich dagegen müsste im Falle einer Niederlage um den zweiten Gruppenrang bangen, der ebenfalls zum Einzug in die K.-o.-Runde berechtigt. Der direkte Vergleich mit dem Europameister von 2022 dient beiden Seiten als erste ernsthafte Standortbestimmung auf dem Weg durch den langen WM-Sommer.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die argentinische Presse feiert das bevorstehende Spiel als entscheidenden Schritt in Richtung Qualifikation, während Messi kurz davor steht, der WM-Rekordtorschütze zu werden. Scalonis taktische Überlegungen werden analysiert und Dallas wird als fußballferne Stadt beschrieben, die vom argentinischen Enthusiasmus überwältigt ist.
Internationale Medien konzentrieren sich auf mögliche Rekorde, von den Erweiterungen der Vermächtnisse Messis und Ronaldos bis zu den Meilensteinen von Mbappé und Haaland, in einem distanzierten, faktenbasierten Ton.
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