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Wirtschaft & MärkteFreitag, 19. Juni 2026

Apple kündigt Preiserhöhungen an – Speicherchip-Engpass belastet gesamte Branche

Während der Smartphone-Markt schrumpft, trotzen Apple und Huawei dem Trend; Apple-Chef Cook bestätigt unvermeidbare Preissteigerungen, und Trump verkündet eine Chip-Partnerschaft mit Intel.

Der globale Smartphone-Markt verzeichnete in der Woche zum 17. Mai 2026 den neunten wöchentlichen Rückgang in Folge und schrumpfte im Jahresvergleich um 8 Prozent. In diesem Umfeld legten die iPhone-Verkäufe jedoch um 10 Prozent zu, Huawei sogar um 23 Prozent, wie Daten von Counterpoint Research zeigen. Samsung, Oppo, Xiaomi und Vivo mussten dagegen Einbußen zwischen 1 und 19 Prozent hinnehmen. Die Schere erklärt sich aus Sicht der Marktforscher durch unterschiedliche Stabilität der Lieferketten und Preissetzungsmacht. Zeitgleich kündigte Apple-Chef Tim Cook im Wall Street Journal an, dass Preiserhöhungen für Apple-Produkte „unvermeidbar“ seien – die Kosten für Speicherchips seien „untragbar“ geworden.

Die Preise für Arbeitsspeicher haben sich seit Oktober 2025 mehr als verdoppelt. Treiber ist der Boom bei KI-Beschleunigern, der die Produktion von High-Bandwidth-Memory (HBM) massiv ausweitet und Kapazitäten für Standard-DRAM und NAND verdrängt. Zusätzlich belastet der Iran-Krieg die globale Helium-Versorgung, ein für die Halbleiterfertigung kritisches Gas. Hersteller reagieren mit Preisanhebungen, verschobenen Markteinführungen und reduzierten Ausstattungsmerkmalen. Laut Omdia dürfte der durchschnittliche Verkaufspreis von Smartphones 2026 um rund 20 Prozent auf ein Rekordniveau steigen – eine strukturelle, keine vorübergehende Verschiebung.

Apple profitiert von seiner Fähigkeit, Kosten weiterzugeben, und von einer robusten Nachfrage: Die iPhone-17-Serie bescherte dem Konzern im ersten Quartal 2026 ein Absatzplus von 17 Prozent. Huawei stützt sich auf seine weitgehend binnenwirtschaftlich organisierte Zulieferkette in China. Die übrigen großen Marken leiden unter der Kostenlast. Der Speicherboom treibt unterdessen die Aktie von Micron Technology, dem einzigen reinen Speicherwert an der Nasdaq, auf neue Höhen; die am 24. Juni erwarteten Quartalszahlen sollen einen Gewinnsprung von über 900 Prozent ausweisen. In Taiwan verzeichnen Zulieferer wie Powerchip (von Micron übernommene P5-Fabrik) und Powertech (HBM-Verpackung) beschleunigte Umsatzzuwächse.

Aus Washingtoner Sicht kommt eine geopolitische Komponente hinzu: Präsident Trump erklärte, Apple habe eine Vereinbarung mit Intel zur Entwicklung und Fertigung von Chips in den USA getroffen. Eine offizielle Bestätigung beider Unternehmen steht noch aus. Medienberichten zufolge testet Apple bereits erste SoCs im Intel-18A-P-Prozess; eine Massenproduktion wäre frühestens 2027 zu erwarten, TSMC bliebe vorerst Hauptlieferant. Die US-Regierung hält seit August 2025 eine Beteiligung von 10 Prozent an Intel.

Die nächsten Fixpunkte sind die Micron-Zahlen am 24. Juni, die Aufschluss über die weitere Preisdynamik und die Auftragslage taiwanischer Partner geben, sowie die für September erwartete Vorstellung des iPhone 18, an der sich das tatsächliche Ausmaß der Preisanhebungen ablesen lässt. Die Speicherknappheit wird die Branche laut Counterpoint bis mindestens Ende 2026 begleiten.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 2 Sprachen

32%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa atlantica / anglosferaStampa cinese
Stampa atlantica / anglosfera/ economica
trionfopragmatismo

Apple hat zugestimmt, mit Intel zusammenzuarbeiten, um Chips in den USA zu entwerfen und zu fertigen – ein strategischer Schritt, um die Halbleiterproduktion ins Land zurückzuholen. Der Wechsel begegnet dem Speicherchipmangel, der die Smartphone-Preise in die Höhe treibt, und verringert die Abhängigkeit von ausländischen Zulieferern. Die Ankündigung von Präsident Trump ist ein Sieg für die nationale Wirtschaftssicherheit.

Stampa cinese/ business
scetticismoindignazione

Trumps Behauptung einer Apple-Intel-Partnerschaft ist unbestätigt und zielt offenbar darauf ab, Taiwans Chipindustrie unter Druck zu setzen, die er beschuldigt, US-Fabriken gestohlen zu haben. Der KI-getriebene Speicherboom treibt die Preise hoch und verändert den Smartphone-Markt, doch der Kurssprung von Intel spiegelt Spekulation wider, nicht einen abgeschlossenen Deal. TSMC bleibt der unangefochtene Marktführer.

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Freitag, 19. Juni 2026

Apple kündigt Preiserhöhungen an – Speicherchip-Engpass belastet gesamte Branche

Während der Smartphone-Markt schrumpft, trotzen Apple und Huawei dem Trend; Apple-Chef Cook bestätigt unvermeidbare Preissteigerungen, und Trump verkündet eine Chip-Partnerschaft mit Intel.

Der globale Smartphone-Markt verzeichnete in der Woche zum 17. Mai 2026 den neunten wöchentlichen Rückgang in Folge und schrumpfte im Jahresvergleich um 8 Prozent. In diesem Umfeld legten die iPhone-Verkäufe jedoch um 10 Prozent zu, Huawei sogar um 23 Prozent, wie Daten von Counterpoint Research zeigen. Samsung, Oppo, Xiaomi und Vivo mussten dagegen Einbußen zwischen 1 und 19 Prozent hinnehmen. Die Schere erklärt sich aus Sicht der Marktforscher durch unterschiedliche Stabilität der Lieferketten und Preissetzungsmacht. Zeitgleich kündigte Apple-Chef Tim Cook im Wall Street Journal an, dass Preiserhöhungen für Apple-Produkte „unvermeidbar“ seien – die Kosten für Speicherchips seien „untragbar“ geworden.

Die Preise für Arbeitsspeicher haben sich seit Oktober 2025 mehr als verdoppelt. Treiber ist der Boom bei KI-Beschleunigern, der die Produktion von High-Bandwidth-Memory (HBM) massiv ausweitet und Kapazitäten für Standard-DRAM und NAND verdrängt. Zusätzlich belastet der Iran-Krieg die globale Helium-Versorgung, ein für die Halbleiterfertigung kritisches Gas. Hersteller reagieren mit Preisanhebungen, verschobenen Markteinführungen und reduzierten Ausstattungsmerkmalen. Laut Omdia dürfte der durchschnittliche Verkaufspreis von Smartphones 2026 um rund 20 Prozent auf ein Rekordniveau steigen – eine strukturelle, keine vorübergehende Verschiebung.

Apple profitiert von seiner Fähigkeit, Kosten weiterzugeben, und von einer robusten Nachfrage: Die iPhone-17-Serie bescherte dem Konzern im ersten Quartal 2026 ein Absatzplus von 17 Prozent. Huawei stützt sich auf seine weitgehend binnenwirtschaftlich organisierte Zulieferkette in China. Die übrigen großen Marken leiden unter der Kostenlast. Der Speicherboom treibt unterdessen die Aktie von Micron Technology, dem einzigen reinen Speicherwert an der Nasdaq, auf neue Höhen; die am 24. Juni erwarteten Quartalszahlen sollen einen Gewinnsprung von über 900 Prozent ausweisen. In Taiwan verzeichnen Zulieferer wie Powerchip (von Micron übernommene P5-Fabrik) und Powertech (HBM-Verpackung) beschleunigte Umsatzzuwächse.

Aus Washingtoner Sicht kommt eine geopolitische Komponente hinzu: Präsident Trump erklärte, Apple habe eine Vereinbarung mit Intel zur Entwicklung und Fertigung von Chips in den USA getroffen. Eine offizielle Bestätigung beider Unternehmen steht noch aus. Medienberichten zufolge testet Apple bereits erste SoCs im Intel-18A-P-Prozess; eine Massenproduktion wäre frühestens 2027 zu erwarten, TSMC bliebe vorerst Hauptlieferant. Die US-Regierung hält seit August 2025 eine Beteiligung von 10 Prozent an Intel.

Die nächsten Fixpunkte sind die Micron-Zahlen am 24. Juni, die Aufschluss über die weitere Preisdynamik und die Auftragslage taiwanischer Partner geben, sowie die für September erwartete Vorstellung des iPhone 18, an der sich das tatsächliche Ausmaß der Preisanhebungen ablesen lässt. Die Speicherknappheit wird die Branche laut Counterpoint bis mindestens Ende 2026 begleiten.

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Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa atlantica / anglosferaStampa cinese
Stampa atlantica / anglosfera/ economica
trionfopragmatismo

Apple hat zugestimmt, mit Intel zusammenzuarbeiten, um Chips in den USA zu entwerfen und zu fertigen – ein strategischer Schritt, um die Halbleiterproduktion ins Land zurückzuholen. Der Wechsel begegnet dem Speicherchipmangel, der die Smartphone-Preise in die Höhe treibt, und verringert die Abhängigkeit von ausländischen Zulieferern. Die Ankündigung von Präsident Trump ist ein Sieg für die nationale Wirtschaftssicherheit.

Stampa cinese/ business
scetticismoindignazione

Trumps Behauptung einer Apple-Intel-Partnerschaft ist unbestätigt und zielt offenbar darauf ab, Taiwans Chipindustrie unter Druck zu setzen, die er beschuldigt, US-Fabriken gestohlen zu haben. Der KI-getriebene Speicherboom treibt die Preise hoch und verändert den Smartphone-Markt, doch der Kurssprung von Intel spiegelt Spekulation wider, nicht einen abgeschlossenen Deal. TSMC bleibt der unangefochtene Marktführer.

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