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SportFreitag, 19. Juni 2026

Lulas ironischer Seitenhieb: Neymar als erster Homeoffice-Nationalspieler der WM

Präsident Lula da Silva bezeichnete Neymar als 'ersten Homeoffice-Nationalspieler der Welt' – ein Scherz mit politischem Beigeschmack, der die Debatte um den verletzten Stürmer neu entfacht.

Bei einem Krankenhausbesuch in Belo Horizonte am Freitag, dem 19. Juni 2026, griff Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva zu einer ironischen Spitze, die umgehend weltweit Schlagzeilen machte. Im Gespräch mit einem Jungen, der Neymar als besten Spieler nannte, entgegnete Lula: „Neymar spielt ja nicht einmal.“ Dann zitierte er ein Internet-Meme: „Neymar ist der erste Homeoffice-Nationalspieler der Welt.“ Die Bemerkung, begleitet von der scherzhaften Vision einer per Künstlicher Intelligenz zusammengestellten Seleção mit „elf Pelés“, löste im Saal Gelächter aus – und entfachte eine neue Runde in der Debatte um den verletzten Superstar.

Der sportliche Hintergrund ist ernüchternd. Neymar, 34, laboriert an einer Wadenverletzung, die er sich am 17. Mai – einen Tag vor der WM-Kaderbekanntgabe – im Trikot des FC Santos zugezogen hatte. Seitdem fehlt er der Seleção; beim 1:1 zum Auftakt gegen Marokko saß er nur auf der Bank, für die Partie gegen Haiti an diesem Abend in Philadelphia blieb er gar im Teamhotel in New Jersey, um die letzte Phase der Rehabilitation zu optimieren. Die medizinische Abteilung um Trainer Carlo Ancelotti hofft auf einen Einsatz im dritten Gruppenspiel gegen Schottland am 24. Juni in Miami. Brasilien, das nach dem Remis gegen Marokko unter Zugzwang steht, wartet sehnsüchtig auf seinen Rekordtorschützen, der seit Oktober 2023 kein Länderspiel mehr bestritten hat.

Lulas Spott ist nicht ohne politische Untertöne. Neymar hatte sich im Wahlkampf 2022 offen für Jair Bolsonaro ausgesprochen, und das gelbe Nationaltrikot war zu einem Symbol der bolsonaristischen Bewegung geworden. Der Präsident, der bereits 2006 mit einer Frage nach Ronaldos Gewicht für Verstimmung gesorgt hatte, traf diesmal einen wunden Punkt. Der frühere Gouverneur von Minas Gerais, Romeu Zema, ein Bolsonaro-Verbündeter, konterte prompt in sozialen Medien: „Wenn doch nur Janja auch die First Lady im Homeoffice wäre – das wäre eine Wohltat für Brasilien, viel Ersparnis und mehr Geld für das, was das Volk braucht.“ So vermischte sich die sportliche Anekdote mit den anhaltenden politischen Spannungen des Landes.

International stieß die Episode auf breites Echo. Arabische Medien wie Sky News Arabia und An-Nahar berichteten sachlich über den Scherz und Neymars Verletzungsmisere. Die argentinische La Nación hob die „angespannte Beziehung“ zwischen Lula und dem Stürmer hervor, während die nigerianische Zeitung The Punch die humorvolle Note betonte. In Brasilien selbst griffen nahezu alle großen Blätter die Geschichte auf, von UOL bis Valor Econômico, und verwiesen auf die Vorgeschichte mit Ronaldo. Für die Seleção geht es nun darum, gegen Haiti den ersten Sieg einzufahren und die Voraussetzungen für Neymars Rückkehr zu schaffen – ein Balanceakt zwischen medizinischer Vorsicht und sportlicher Notwendigkeit.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 2 Sprachen

35%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Lateinamerikanische PresseArabische Golfpresse
Lateinamerikanische Presse
IroniePaternalismus

Lula machte einen spitzen Witz über Neymar und nannte ihn den ersten 'Homeoffice'-Nationalspieler, ein Internet-Meme aufgreifend. Die Spitze, die er bei einer Veranstaltung mit einem Kind austauschte, entfacht die politischen Spannungen zwischen dem linken Präsidenten und dem Star, der 2022 offen Bolsonaro unterstützt hatte, neu. Einige Medien erinnern auch an einen früheren peinlichen Moment mit Ronaldo 2006 und rahmen den Vorfall als eine weitere präsidiale Entgleisung mit Fußballidolen.

Arabische Golfpresse
DistanzPragmatismus

Der brasilianische Präsident bezeichnete Neymar scherzhaft als den ersten Nationalspieler, der aus der Ferne arbeitet, und spielte damit auf seine verletzungsbedingte Abwesenheit an. Die Bemerkung entstand aus einem lockeren Austausch mit einem Kind, und der Bericht konzentriert sich auf Neymars Genesung und verpasste Spiele, ohne politischen Kontext.

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Freitag, 19. Juni 2026

Lulas ironischer Seitenhieb: Neymar als erster Homeoffice-Nationalspieler der WM

Präsident Lula da Silva bezeichnete Neymar als 'ersten Homeoffice-Nationalspieler der Welt' – ein Scherz mit politischem Beigeschmack, der die Debatte um den verletzten Stürmer neu entfacht.

Bei einem Krankenhausbesuch in Belo Horizonte am Freitag, dem 19. Juni 2026, griff Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva zu einer ironischen Spitze, die umgehend weltweit Schlagzeilen machte. Im Gespräch mit einem Jungen, der Neymar als besten Spieler nannte, entgegnete Lula: „Neymar spielt ja nicht einmal.“ Dann zitierte er ein Internet-Meme: „Neymar ist der erste Homeoffice-Nationalspieler der Welt.“ Die Bemerkung, begleitet von der scherzhaften Vision einer per Künstlicher Intelligenz zusammengestellten Seleção mit „elf Pelés“, löste im Saal Gelächter aus – und entfachte eine neue Runde in der Debatte um den verletzten Superstar.

Der sportliche Hintergrund ist ernüchternd. Neymar, 34, laboriert an einer Wadenverletzung, die er sich am 17. Mai – einen Tag vor der WM-Kaderbekanntgabe – im Trikot des FC Santos zugezogen hatte. Seitdem fehlt er der Seleção; beim 1:1 zum Auftakt gegen Marokko saß er nur auf der Bank, für die Partie gegen Haiti an diesem Abend in Philadelphia blieb er gar im Teamhotel in New Jersey, um die letzte Phase der Rehabilitation zu optimieren. Die medizinische Abteilung um Trainer Carlo Ancelotti hofft auf einen Einsatz im dritten Gruppenspiel gegen Schottland am 24. Juni in Miami. Brasilien, das nach dem Remis gegen Marokko unter Zugzwang steht, wartet sehnsüchtig auf seinen Rekordtorschützen, der seit Oktober 2023 kein Länderspiel mehr bestritten hat.

Lulas Spott ist nicht ohne politische Untertöne. Neymar hatte sich im Wahlkampf 2022 offen für Jair Bolsonaro ausgesprochen, und das gelbe Nationaltrikot war zu einem Symbol der bolsonaristischen Bewegung geworden. Der Präsident, der bereits 2006 mit einer Frage nach Ronaldos Gewicht für Verstimmung gesorgt hatte, traf diesmal einen wunden Punkt. Der frühere Gouverneur von Minas Gerais, Romeu Zema, ein Bolsonaro-Verbündeter, konterte prompt in sozialen Medien: „Wenn doch nur Janja auch die First Lady im Homeoffice wäre – das wäre eine Wohltat für Brasilien, viel Ersparnis und mehr Geld für das, was das Volk braucht.“ So vermischte sich die sportliche Anekdote mit den anhaltenden politischen Spannungen des Landes.

International stieß die Episode auf breites Echo. Arabische Medien wie Sky News Arabia und An-Nahar berichteten sachlich über den Scherz und Neymars Verletzungsmisere. Die argentinische La Nación hob die „angespannte Beziehung“ zwischen Lula und dem Stürmer hervor, während die nigerianische Zeitung The Punch die humorvolle Note betonte. In Brasilien selbst griffen nahezu alle großen Blätter die Geschichte auf, von UOL bis Valor Econômico, und verwiesen auf die Vorgeschichte mit Ronaldo. Für die Seleção geht es nun darum, gegen Haiti den ersten Sieg einzufahren und die Voraussetzungen für Neymars Rückkehr zu schaffen – ein Balanceakt zwischen medizinischer Vorsicht und sportlicher Notwendigkeit.

Divergenz der Quellen

Sport · 3 Quellen · 2 Sprachen

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Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

Wie sie sich aufteilen

Neutral23%
Kritisch77%

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 2 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Lateinamerikanische PresseArabische Golfpresse
Lateinamerikanische Presse
IroniePaternalismus

Lula machte einen spitzen Witz über Neymar und nannte ihn den ersten 'Homeoffice'-Nationalspieler, ein Internet-Meme aufgreifend. Die Spitze, die er bei einer Veranstaltung mit einem Kind austauschte, entfacht die politischen Spannungen zwischen dem linken Präsidenten und dem Star, der 2022 offen Bolsonaro unterstützt hatte, neu. Einige Medien erinnern auch an einen früheren peinlichen Moment mit Ronaldo 2006 und rahmen den Vorfall als eine weitere präsidiale Entgleisung mit Fußballidolen.

Arabische Golfpresse
DistanzPragmatismus

Der brasilianische Präsident bezeichnete Neymar scherzhaft als den ersten Nationalspieler, der aus der Ferne arbeitet, und spielte damit auf seine verletzungsbedingte Abwesenheit an. Die Bemerkung entstand aus einem lockeren Austausch mit einem Kind, und der Bericht konzentriert sich auf Neymars Genesung und verpasste Spiele, ohne politischen Kontext.

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