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Vom WM-Aus zum Straßenverkauf: Harry Maguires kuriose Rolle im Schatten des Turniers

Weil Thomas Tuchel ihn nicht für die Weltmeisterschaft 2026 nominierte, tauchte der englische Verteidiger an einem Panini-Stand in New York auf – und wurde zum viralen Phänomen.

Am Rockefeller Center in Manhattan, nur wenige Tage nach dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, bot sich Passanten ein ungewohntes Bild: Harry Maguire, der abgezockte Innenverteidiger von Manchester United, stand hinter einem Tresen und verteilte Panini-Sammelbilder des laufenden Turniers. Die Szene, von vielen zunächst für einen Scherz gehalten, verbreitete sich binnen Minuten in sozialen Netzwerken. Touristen und Fans, die eigentlich die begehrten Aufkleber erwerben wollten, erkannten den englischen Nationalspieler und brachen in ungläubiges Staunen aus. „Was macht Harry Maguire hier?“, riefen zwei junge Männer in einem Amateurvideo, das später millionenfach geteilt wurde. Die Promotion endete in einem irischen Pub nahe dem Times Square, wo Maguire mit Anhängern seines Klubs bei Bier und Gesprächen den Abend verbrachte.

Die unerwartete Präsenz Maguires an einem Ort des WM-Trubels, fernab der Stadien, hatte einen ernsten sportlichen Hintergrund: Thomas Tuchel, der deutsche Trainer der englischen Nationalmannschaft, hatte ihn kurz zuvor aus dem 26-köpfigen Kader für das Turnier gestrichen. Diese Entscheidung war in Großbritannien auf heftige Kritik gestoßen, denn Maguire, 33, hatte bei Manchester United eine solide Saison mit 23 Premier-League-Einsätzen unter Trainer Michael Carrick absolviert. Tuchel setzte stattdessen auf jüngere Kräfte wie Marc Guéhi, Jarrel Quansah oder Ezri Konsa. Auch gestandene Stars wie Phil Foden, Trent Alexander-Arnold und Cole Palmer fielen seiner radikalen Verjüngungskur zum Opfer – ein Schnitt, der aus Londoner Sicht das Ende einer Ära markierte.

Maguire selbst zeigte sich tief getroffen. „Zerstört“ und „schockiert“ fühlte er sich, wie er in sozialen Medien mitteilte. Besonders bitter: Die Nachricht erreichte ihn nicht im persönlichen Gespräch, sondern via FaceTime. „Eine ziemlich einzigartige Art, so etwas zu tun“, kommentierte er im Podcast The Rest is Football trocken die Vorgehensweise des Trainers, der ihm zuvor lediglich einen Zeitpinsel für die Videokonferenz geschickt hatte. In britischen Fußballkreisen wurde diese Kommunikation als wenig einfühlsam wahrgenommen, während Tuchel aus deutscher Perspektive für seine direkte und professionelle Art bekannt ist.

Die Aktion in New York war derweil eine geschickte Inszenierung des langjährigen WM-Partners Panini, die selbst aus einer persönlichen Niederlage einen Marketingcoup formte. Maguire posierte für Fotos, unterschrieb Alben und betonte: „Es ist immer schön, die Fans rund um die Welt zu sehen.“ Sein Auftritt zeigte, dass sein Name auch ohne Spielminuten Zugkraft besitzt. Dennoch bleibt die Leerstelle im englischen Team: Ein Routinier, der bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 noch zur Stammelf gehörte, fehlt nun auf dem Platz, während seine Mitspieler in den USA um den Titel kämpfen.

Mit Maguires Abwesenheit setzt Tuchel auf eine unerprobte Defensivformation, deren Bewährungsprobe im Turnierverlauf bevorsteht. Der englische Verband hofft, dass die erfrischte Mannschaft die Lücke schließen kann, die der erfahrene Verteidiger hinterlässt.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 1 Sprachen

28%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Südostasiatische PresseLateinamerikanische Presse
Südostasiatische Presse
DistanzPragmatismus

Harry Maguire, aus dem WM-Kader Englands gestrichen, wurde in New York gesehen, wie er Zeit mit Manchester-United-Fans verbrachte und ein Panini-Stickeralbum füllte – ein 'Heilungs'-Moment.

Lateinamerikanische Presse
IronieSchadenfreude

Nach seinem überraschenden Ausschluss aus dem englischen WM-Kader tauchte Harry Maguire in New York hinter einem Panini-Stickerstand auf und sorgte für Ironie und Unglauben: Der Verteidiger wurde zum Straßenverkäufer seiner eigenen Turniersticker.

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Samstag, 20. Juni 2026

Vom WM-Aus zum Straßenverkauf: Harry Maguires kuriose Rolle im Schatten des Turniers

Weil Thomas Tuchel ihn nicht für die Weltmeisterschaft 2026 nominierte, tauchte der englische Verteidiger an einem Panini-Stand in New York auf – und wurde zum viralen Phänomen.

Am Rockefeller Center in Manhattan, nur wenige Tage nach dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, bot sich Passanten ein ungewohntes Bild: Harry Maguire, der abgezockte Innenverteidiger von Manchester United, stand hinter einem Tresen und verteilte Panini-Sammelbilder des laufenden Turniers. Die Szene, von vielen zunächst für einen Scherz gehalten, verbreitete sich binnen Minuten in sozialen Netzwerken. Touristen und Fans, die eigentlich die begehrten Aufkleber erwerben wollten, erkannten den englischen Nationalspieler und brachen in ungläubiges Staunen aus. „Was macht Harry Maguire hier?“, riefen zwei junge Männer in einem Amateurvideo, das später millionenfach geteilt wurde. Die Promotion endete in einem irischen Pub nahe dem Times Square, wo Maguire mit Anhängern seines Klubs bei Bier und Gesprächen den Abend verbrachte.

Die unerwartete Präsenz Maguires an einem Ort des WM-Trubels, fernab der Stadien, hatte einen ernsten sportlichen Hintergrund: Thomas Tuchel, der deutsche Trainer der englischen Nationalmannschaft, hatte ihn kurz zuvor aus dem 26-köpfigen Kader für das Turnier gestrichen. Diese Entscheidung war in Großbritannien auf heftige Kritik gestoßen, denn Maguire, 33, hatte bei Manchester United eine solide Saison mit 23 Premier-League-Einsätzen unter Trainer Michael Carrick absolviert. Tuchel setzte stattdessen auf jüngere Kräfte wie Marc Guéhi, Jarrel Quansah oder Ezri Konsa. Auch gestandene Stars wie Phil Foden, Trent Alexander-Arnold und Cole Palmer fielen seiner radikalen Verjüngungskur zum Opfer – ein Schnitt, der aus Londoner Sicht das Ende einer Ära markierte.

Maguire selbst zeigte sich tief getroffen. „Zerstört“ und „schockiert“ fühlte er sich, wie er in sozialen Medien mitteilte. Besonders bitter: Die Nachricht erreichte ihn nicht im persönlichen Gespräch, sondern via FaceTime. „Eine ziemlich einzigartige Art, so etwas zu tun“, kommentierte er im Podcast The Rest is Football trocken die Vorgehensweise des Trainers, der ihm zuvor lediglich einen Zeitpinsel für die Videokonferenz geschickt hatte. In britischen Fußballkreisen wurde diese Kommunikation als wenig einfühlsam wahrgenommen, während Tuchel aus deutscher Perspektive für seine direkte und professionelle Art bekannt ist.

Die Aktion in New York war derweil eine geschickte Inszenierung des langjährigen WM-Partners Panini, die selbst aus einer persönlichen Niederlage einen Marketingcoup formte. Maguire posierte für Fotos, unterschrieb Alben und betonte: „Es ist immer schön, die Fans rund um die Welt zu sehen.“ Sein Auftritt zeigte, dass sein Name auch ohne Spielminuten Zugkraft besitzt. Dennoch bleibt die Leerstelle im englischen Team: Ein Routinier, der bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 noch zur Stammelf gehörte, fehlt nun auf dem Platz, während seine Mitspieler in den USA um den Titel kämpfen.

Mit Maguires Abwesenheit setzt Tuchel auf eine unerprobte Defensivformation, deren Bewährungsprobe im Turnierverlauf bevorsteht. Der englische Verband hofft, dass die erfrischte Mannschaft die Lücke schließen kann, die der erfahrene Verteidiger hinterlässt.

Divergenz der Quellen

Sport · 4 Quellen · 1 Sprache

28%Mittel

Wie stark die Quellen die gleichen Fakten unterschiedlich darstellen.

Wie sie sich aufteilen

Neutral17%
Kritisch83%

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 1 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Südostasiatische PresseLateinamerikanische Presse
Südostasiatische Presse
DistanzPragmatismus

Harry Maguire, aus dem WM-Kader Englands gestrichen, wurde in New York gesehen, wie er Zeit mit Manchester-United-Fans verbrachte und ein Panini-Stickeralbum füllte – ein 'Heilungs'-Moment.

Lateinamerikanische Presse
IronieSchadenfreude

Nach seinem überraschenden Ausschluss aus dem englischen WM-Kader tauchte Harry Maguire in New York hinter einem Panini-Stickerstand auf und sorgte für Ironie und Unglauben: Der Verteidiger wurde zum Straßenverkäufer seiner eigenen Turniersticker.

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