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Verteidigung & SicherheitFreitag, 3. Juli 2026

Anschlagsserie in Damaskus: Zehn Tote bei Café-Explosion, Angriff auf Kontrollpunkt

Innerhalb von 24 Stunden erschütterten ein Bombenanschlag auf ein Café und ein bewaffneter Angriff auf einen Sicherheitsposten die syrische Hauptstadt; die Behörden sprechen von einem terroristischen Akt und kündigen rasche Aufklärung an.

Bei der Explosion einer Sprengvorrichtung in einem Café nahe dem Justizpalast im Zentrum von Damaskus sind am Donnerstag nach jüngsten Angaben des syrischen Gesundheitsministeriums zehn Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden. Wie das Innenministerium in Damaskus mitteilte, handelte es sich um einen etwa ein Kilogramm schweren, mit Metallsplittern versehenen improvisierten Sprengsatz, der in dem stark frequentierten Lokal detonierte. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst keine Gruppierung. Augenzeugen berichteten von erheblichen Sachschäden; die Behörden riegelten das Gebiet ab und leiteten eine Spurensicherung unter Auswertung von Überwachungskameras ein.

Nur einen Tag später, am Freitagmorgen, griffen zwei Männer auf einem Motorrad einen Kontrollposten der Sicherheitskräfte am Eingang des Damaszener Vororts Dscharamana an. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur SANA warf einer der beiden zwei Handgranaten auf die Postenbesatzung und verletzte dabei drei Sicherheitskräfte. Als er eine dritte Granate schleudern wollte, explodierte diese in seiner Hand und tötete ihn. Der Getötete wurde nach Krankenhausangaben als Daniel Riad Daoud identifiziert, der wegen Mordes und Drogenhandels gesucht wurde. Sein Begleiter wurde festgenommen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.

Das syrische Innenministerium wertete den Café-Anschlag als terroristischen Akt und kündigte an, die Verantwortlichen sowie alle Hintermänner zur Rechenschaft zu ziehen. Die Behörden riefen die Bevölkerung dazu auf, sich nicht von Gerüchten leiten zu lassen und ausschließlich offizielle Verlautbarungen als Informationsquelle zu nutzen. Aus Ermittlerkreisen verlautete, die verwendete Bauweise des Sprengsatzes deute auf eine gewisse Vorbereitung hin; konkrete Fahndungserfolge wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

Die Vorfälle unterstreichen die anhaltenden Sicherheitsherausforderungen für die seit Dezember 2024 amtierende Übergangsregierung unter Führung einer islamistischen Koalition. Westliche Sicherheitsanalysten verweisen darauf, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) trotz ihrer territorialen Niederlage im Jahr 2019 weiterhin über Schläferzellen in Syrien verfügt und in den vergangenen Monaten wiederholt Anschläge auf religiöse Minderheiten verübt hat. So wurde ein Selbstmordanschlag auf eine Kirche in einem Damaszener Vorort im Juni 2025 mit 25 Toten dem IS zugeschrieben. Syrien ist im vergangenen Jahr der internationalen Anti-IS-Koalition beigetreten, doch die Kontrolle über das gesamte Staatsgebiet bleibt lückenhaft.

Die Untersuchungen zu beiden Vorfällen sind im Gange. Für den Café-Anschlag liegen noch keine Festnahmen vor; die Behörden sicherten zu, neue Erkenntnisse über offizielle Kanäle zu veröffentlichen. Der Angriff auf den Kontrollpunkt wird nach derzeitigem Stand als Tat eines gesuchten Kriminellen eingestuft, ein organisatorischer Zusammenhang mit dem Bombenanschlag ist nicht bekannt. Die syrische Führung steht unter Druck, die Sicherheitslage in der Hauptstadt zu stabilisieren und das Vertrauen der Bevölkerung in die staatlichen Institutionen zurückzugewinnen.

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Freitag, 3. Juli 2026

Anschlagsserie in Damaskus: Zehn Tote bei Café-Explosion, Angriff auf Kontrollpunkt

Innerhalb von 24 Stunden erschütterten ein Bombenanschlag auf ein Café und ein bewaffneter Angriff auf einen Sicherheitsposten die syrische Hauptstadt; die Behörden sprechen von einem terroristischen Akt und kündigen rasche Aufklärung an.

Bei der Explosion einer Sprengvorrichtung in einem Café nahe dem Justizpalast im Zentrum von Damaskus sind am Donnerstag nach jüngsten Angaben des syrischen Gesundheitsministeriums zehn Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden. Wie das Innenministerium in Damaskus mitteilte, handelte es sich um einen etwa ein Kilogramm schweren, mit Metallsplittern versehenen improvisierten Sprengsatz, der in dem stark frequentierten Lokal detonierte. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst keine Gruppierung. Augenzeugen berichteten von erheblichen Sachschäden; die Behörden riegelten das Gebiet ab und leiteten eine Spurensicherung unter Auswertung von Überwachungskameras ein.

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Die Vorfälle unterstreichen die anhaltenden Sicherheitsherausforderungen für die seit Dezember 2024 amtierende Übergangsregierung unter Führung einer islamistischen Koalition. Westliche Sicherheitsanalysten verweisen darauf, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) trotz ihrer territorialen Niederlage im Jahr 2019 weiterhin über Schläferzellen in Syrien verfügt und in den vergangenen Monaten wiederholt Anschläge auf religiöse Minderheiten verübt hat. So wurde ein Selbstmordanschlag auf eine Kirche in einem Damaszener Vorort im Juni 2025 mit 25 Toten dem IS zugeschrieben. Syrien ist im vergangenen Jahr der internationalen Anti-IS-Koalition beigetreten, doch die Kontrolle über das gesamte Staatsgebiet bleibt lückenhaft.

Die Untersuchungen zu beiden Vorfällen sind im Gange. Für den Café-Anschlag liegen noch keine Festnahmen vor; die Behörden sicherten zu, neue Erkenntnisse über offizielle Kanäle zu veröffentlichen. Der Angriff auf den Kontrollpunkt wird nach derzeitigem Stand als Tat eines gesuchten Kriminellen eingestuft, ein organisatorischer Zusammenhang mit dem Bombenanschlag ist nicht bekannt. Die syrische Führung steht unter Druck, die Sicherheitslage in der Hauptstadt zu stabilisieren und das Vertrauen der Bevölkerung in die staatlichen Institutionen zurückzugewinnen.

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