
Barcelonas Flügel-Umbruch: Adeyemi, Bisiwu und die Zukunft von Raphinha
Während der FC Barcelona die Verpflichtung von Karim Adeyemi und Jesse Bisiwu vorantreibt, wächst der Druck auf Raphinha und Ferran Torres, den Verein zu verlassen.
Der FC Barcelona hat eine grundlegende Neuordnung seiner Offensivflügel eingeleitet. Nach der bereits vollzogenen Verpflichtung von Anthony Gordon für 80 Millionen Euro von Newcastle United steht der Klub kurz vor dem Abschluss zweier weiterer Transfers: Mit Karim Adeyemi von Borussia Dortmund besteht dem Vernehmen nach Einigkeit über einen Wechsel für 22 Millionen Euro plus 7 Millionen an variablen Zahlungen – eine Summe, die aus Dortmunder Sicht auch der nur noch bis 2027 laufenden Vertragslaufzeit geschuldet ist. Parallel vermelden katalanische Medien eine „vollständige Einigung“ mit dem FC Brügge über den 18-jährigen Jesse Bisiwu, für den Barcelona 10 Millionen Euro zahlt und dem belgischen Klub 30 Prozent an einem künftigen Weiterverkauf einräumt.
Bisiwu, dessen Vertrag in Brügge im kommenden Jahr ausläuft, soll zunächst im Reserveteam von Juliano Belletti Spielpraxis sammeln, jedoch die Saisonvorbereitung unter Hansi Flick mit der ersten Mannschaft bestreiten. Adeyemi wiederum, der auf allen Positionen der vordersten Linie einsetzbar ist, primär aber über die linke Seite kommt, gilt als Schnäppchen auf einem Markt, auf dem Dortmund für junge Talente üblicherweise deutlich höhere Ablösen erzielt. Beide Zugänge verstärken gemeinsam mit Gordon eine Flügelposition, die bereits mit Lamine Yamal prominent besetzt ist – ein klares Signal, dass Barcelona sich auf die Zeit nach Raphinha vorbereitet.
Der brasilianische Nationalspieler, 29 Jahre alt und zuletzt von muskulären Problemen geplagt, die ihn in der abgelaufenen Saison mehr als 20 Pflichtspiele kosteten, steht im Fokus von Al-Hilal. Saudischen Medienberichten zufolge bereitet der Klub ein Angebot über 80 Millionen Euro vor, das Raphinhas Gehalt vervierfachen würde; der saudische Staatsfonds PIF unterstützt die Bemühungen. Aus dem Umfeld des Spielers verlautet hingegen der Wunsch, in Europa zu bleiben. Sein Vertrag in Barcelona läuft bis 2028, doch die Katalanen könnten einem Verkauf zustimmen, um den Kaderumbau zu finanzieren. Auch Ferran Torres, dessen Kontrakt 2027 endet, steht vor einem Abschied: Paris Saint-Germain hat nach übereinstimmenden Berichten aus Frankreich und Spanien fortgeschrittene Gespräche aufgenommen. Der frühere Nationaltrainer Luis Enrique, nun in Paris tätig, kennt Torres aus gemeinsamen Tagen in der Selección und könnte ihn als Ersatz für den zu Milan abgewanderten Gonçalo Ramos verpflichten.
Die Transferaktivitäten Barcelonas sind Teil eines europaweiten Räderwerks. In Amsterdam bemüht sich Ajax um den marokkanischen Mittelfeldspieler Azzedine Ounahi, der bei Girona eine Ausstiegsklausel von 25 Millionen Euro besitzt. Ajax-Trainer Míchel, in der Vorsaison noch Ounahis Coach in Katalonien, treibt die Verhandlungen voran, doch der niederländische Klub versucht, die Summe zu drücken. Ounahi hatte bei der Weltmeisterschaft 2026 mit Marokko auf sich aufmerksam gemacht, scheiterte mit seinem Team jedoch im Viertelfinale an Frankreich.
Für Barcelona zeichnet sich damit ein personeller Schnitt ab, der die Offensive grundlegend verjüngt und auf Tempo ausrichtet. Die nächste konkrete sportliche Wegmarke ist die Saisonvorbereitung unter Hansi Flick, in der sich entscheiden wird, welche der neuen Kräfte dauerhaft in den Kader der ersten Mannschaft aufrücken und ob Raphinha sowie Ferran Torres den Verein tatsächlich verlassen.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.60 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | +0.30 | aligned |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Der BVB hat aufgegeben, Kovac ist gescheitert. Barça gewinnt.
Durch die Betonung der Kapitulation des BVB und die Sündenbockrolle von Kovac wird eine Erzählung von deutscher Schwäche und katalanischem Opportunismus geschaffen.
Andere Verhandlungen von Barça (Gordon, Bisiwu, Raphinha) fehlen, was den Eindruck erweckt, dass der einzige Transfer die Ankunft von Adeyemi ist.
Das saudische Geld ist enorm, aber der Spieler widersteht. Barça hält stand.
Durch die Hervorhebung des atemberaubenden finanziellen Angebots und der Zurückhaltung des Spielers wird eine Spannung zwischen Geld und Loyalität erzeugt, die den Ausgang ungewiss macht.
Es erwähnt nicht die eingehenden Transfers von Barça (Adeyemi, Gordon, Bisiwu), die eine breitere offensive Strategie zeigen.
Barça baut seinen Angriff mit klugen, methodischen Schritten wieder auf und wartet auf die richtigen Angebote.
Indem mehrere laufende Verhandlungen als Teil eines kohärenten Plans dargestellt werden, wird die Unsicherheit normalisiert und die Kompetenz des Vereins projiziert.
Die kritische deutsche Perspektive auf Adeyemis Abgang fehlt, was Barça eher als räuberisch denn als opportunistisch erscheinen lassen könnte.
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