
Zwischen Spätfrost und Staubsturm: Globale Wetterkontraste prägen das Wochenende
Während Moskau nach einem Kälteeinbruch zu milderen Temperaturen zurückfindet, warnen Meteorologen in Iran vor extremer Hitze und orkanartigen Böen, und in Argentinien bringt ein kurzes Hoch nur eine Atempause vor der nächsten Kaltfront.
In der russischen Hauptstadt zeichnet sich nach Tagen ungewöhnlicher Kühle eine Wetterberuhigung ab. Der Hydrometcenter Russlands zufolge nähern sich die Temperaturen am Wochenende mit 21 bis 25 Grad Celsius wieder den jahreszeitlichen Normalwerten an, nachdem eine nordwestliche Strömung und eine herannahende Höhenfront milde Luftmassen heranführen. Noch am Donnerstag hatte der Leiter des Prognosezentrums „Meteo“, Alexander Schuwalow, von „herbstlichem Wetter“ mit Regen und Temperatursturz gesprochen. Der Umschwung ist jedoch von kurzer Dauer: Bereits zu Beginn der neuen Woche sollen die Werte die Norm um zwei bis drei Grad übertreffen, begleitet von wechselnder Bewölkung und weitgehend trockenen Bedingungen.
Ganz anders stellt sich die Lage in Iran dar. Das nationale Zentrum für Vorhersage und Krisenmanagement warnt für die kommenden fünf Tage vor einer brisanten Mischung aus starker Erwärmung, Gewittern und Staubstürmen. In den Provinzen West- und Ost-Aserbaidschan, Ardabil, Nord-Chorasan sowie entlang des Kaspischen Meeres und im Alborz-Gebirge werden nachmittags und abends Regengüsse, Blitzschlag und orkanartige Böen erwartet. Gleichzeitig meldet die Provinz Chuzestan mit 45 Grad in Ahvaz die landesweit höchsten Temperaturen, während in Schahrekord die Minima auf sieben Grad sinken. Für Teheran prognostizieren die Behörden klaren bis leicht bewölkten Himmel bei Höchstwerten um 36 Grad, allerdings begleitet von starkem Wind und Staubaufwirbelung, die vor allem in den südlichen und westlichen Bezirken bis Freitag anhalten und ab Sonntagabend erneut aufflammen sollen.
Auf der Südhalbkugel, wo der Winter Einzug gehalten hat, erlebt die argentinische Hauptstadtregion um La Plata und Buenos Aires derweil eine kurze Milderung. Der nationale Wetterdienst SMN verzeichnete am Donnerstagmorgen noch frische fünf Grad und westliche Winde, die die gefühlte Kälte verstärkten. Für Samstag wird mit nördlichen Strömungen ein Anstieg auf milde 17 Grad erwartet – die angenehmste Tageshöchsttemperatur der Woche. Doch bereits am Sonntag dreht der Wind auf Südost, eine Kaltfront schiebt sich ohne nennenswerte Niederschläge heran und drückt die Maxima wieder auf 14 Grad. Die Nächte bleiben mit Tiefstwerten um zwei Grad in den Außenbezirken frostig; der Montag gilt mit einer prognostizierten Höchsttemperatur von nur zwölf Grad als kältester Tag der Periode.
Die kommenden Tage stehen damit im Zeichen markanter Gegensätze: Während sich in Moskau ein kurzes Sommerintermezzo einstellt, kämpft der Iran mit einer Kombination aus sengender Hitze und dynamischen Störungen, und in Argentinien bleibt der Winter trotz eines kurzen Hochs bestimmend. Die nächste relevante Zäsur ist für den Wochenbeginn zu erwarten, wenn in Teheran erneut Staubstürme und in der argentinischen Pampa eine weitere Kaltluftadvektion die Witterung prägen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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In Moskau kehren die Temperaturen am Wochenende auf saisonale Normalwerte zurück, mit möglichen kurzen Regenschauern am Samstag und klarem Himmel am Sonntag. Anfang nächster Woche steigen die Thermometer weiter und liegen 2–3 Grad über dem Durchschnitt. Keine Warnungen, nur ein routinemäßiger Wetterbericht.
In vielen iranischen Provinzen werden Staubstürme, starke Winde und Gewitter erwartet, die Luftqualität in Teheran erreicht für empfindliche Gruppen ungesunde Werte. Die Behörden fordern Kinder, Herz- und Lungenkranke sowie Schwangere auf, zu Hause zu bleiben. Temperaturrückgang und Staub halten bis zum Ende der Woche an.
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