
Zweite WM-Runde beginnt: Schweiz und Tschechien unter Zugzwang
Am Donnerstag startet die zweite Gruppenphase der WM 2026 mit vier Partien in den Gruppen A und B – für mehrere Teams geht es bereits ums Überleben.
Mit dem zweiten Spieltag der Gruppen A und B nimmt die Fussball-Weltmeisterschaft 2026 an diesem Donnerstag an Fahrt auf. Nach einer ersten Runde, die für mehrere Mannschaften nicht nach Plan verlief, stehen nun richtungsweisende Duelle an. Den Auftakt macht um 13 Uhr Ortszeit (16 Uhr MESZ) in Atlanta die Partie zwischen Tschechien und Südafrika, ehe um 16 Uhr (19 Uhr MESZ) im SoFi-Stadion von Los Angeles die Schweiz auf Bosnien-Herzegowina trifft. Am Abend folgen in Vancouver Kanada gegen Katar sowie in der Nacht Mexiko gegen Südkorea. Für die Verlierer der ersten Spiele geht es bereits um die letzte Chance, für die Remis-Teams um den ersten Sieg.
Im Mittelpunkt des Interesses steht aus Schweizer Sicht das Duell mit Bosnien. Die Mannschaft von Murat Yakin hatte zum Auftakt gegen Katar eine 1:0-Führung spät aus der Hand gegeben und kam nicht über ein 1:1 hinaus. Bosnien wiederum trennte sich im kanadischen Toronto ebenfalls 1:1 vom Co-Gastgeber. Damit weist die Gruppe B die kuriose Konstellation auf, dass alle vier Teams mit einem Punkt gleichauf liegen. Die Schweiz, als Gruppenfavorit gehandelt, benötigt nun zwingend drei Punkte, um vor dem abschliessenden schweren Auswärtsspiel in Vancouver gegen Kanada das Achtelfinal-Ticket zu buchen. Bosnien setzt auf die Physis und die schnellen Umschaltmomente um Routinier Edin Džeko. Das einzige bisherige Aufeinandertreffen beider Nationen – ein Testspiel 2016 – endete mit einem 2:0 für Bosnien, was die Aufgabe für die Schweizer nicht einfacher macht.
Im Gruppe-A-Spiel zwischen Tschechien und Südafrika geht es für beide Teams um die sportliche Rehabilitation. Die Tschechen unterlagen Südkorea, Südafrika verlor gegen Mexiko mit 0:2 in einem hitzigen Spiel, das drei Platzverweise sah. Besonders schwer wiegt für die Afrikaner die Sperre von Mittelfeldmotor Themba Zwane. Beobachter in Johannesburg sprechen von einem Charaktertest, während tschechische Medien den Druck auf Trainer Jaroslav Šilhavý erhöhen. Eine zweite Niederlage würde den Verlierer praktisch aus dem Rennen um die K.o.-Phase werfen, noch bevor Mexiko und Südkorea am späten Abend im direkten Duell die Tabellenspitze unter sich ausmachen.
Die zweite Runde des auf 48 Teams erweiterten Turniers markiert für viele Nationen die Weichenstellung. Aus lateinamerikanischer Perspektive wird das Schweizer Spiel als Schlüssel für die europäische Bilanz in einer von Aussenseitern geprägten Gruppe gesehen. Die argentinische Presse hebt hervor, dass der zweite Spieltag essenziell sei, um die Kandidaten für das neu eingeführte Sechzehntelfinale zu identifizieren. Der vollständige Spielplan, den israelische Medien veröffentlichten, unterstreicht die globale Dimension des Mega-Events mit 104 Partien. Für die Schweiz, Tschechien und Südafrika wird der Donnerstag zur ersten grossen Bewährungsprobe – mit weitreichenden Folgen für den weiteren Turnierverlauf.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die Schweiz, Favorit der Gruppe B, startete mit einem 1:1 gegen Katar. Das Spiel gegen Bosnien-Herzegowina in Los Angeles gilt als entscheidend, um vor dem Duell mit Kanada nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Von den Schweizern wird erwartet, dass sie ihre Qualität durchsetzen und die Gruppe kontrollieren.
Gruppe B bietet ein ungewöhnliches Bild: Alle vier Teams sind nach Unentschieden zum Auftakt punktgleich. Kanada, Katar und Bosnien-Herzegowina jagen jeweils ihren ersten historischen WM-Sieg. Das Duell zwischen der Schweiz und Bosnien, bei dem Ballbesitz auf körperliche Intensität trifft, könnte entscheiden, wer in die nächste Runde einzieht.
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