
Zwei Tote bei argentinischen WM-Feiern: Schüsse in Córdoba, Herzinfarkt in Buenos Aires
Während des Viertelfinalspiels gegen die Schweiz und der anschließenden Feierlichkeiten ereigneten sich ein Tötungsdelikt und mehrere medizinische Notfälle, darunter ein tödlicher Herzinfarkt.
Bei den Feiern nach dem Viertelfinalsieg Argentiniens gegen die Schweiz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sind in der Nacht zum Sonntag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. In der Stadt San Francisco in der Provinz Córdoba wurde ein 20-jähriger Mann durch Schüsse getötet; in Buenos Aires erlag ein 51-Jähriger einem Herzinfarkt. Zudem mussten mehrere Personen wegen kardiovaskulärer Beschwerden notärztlich versorgt werden.
Der Angriff in San Francisco ereignete sich nach Angaben der örtlichen Behörden gegen 2.10 Uhr an der Kreuzung von Avenida Libertador Norte und Boulevard 25 de Mayo, wo sich zahlreiche Menschen versammelt hatten. Der Täter näherte sich dem Opfer, Matías Gerardo Ochonga, und feuerte aus kurzer Distanz drei Schüsse in dessen Rücken ab. Anschließend flüchtete er in der Menschenmenge. Das Opfer, das erst Anfang Juli unter Auflagen aus der Haft entlassen worden war und gegen das zwei Haftbefehle vorlagen, verstarb noch am Tatort. Die Staatsanwaltschaft geht der Hypothese einer gezielten Abrechnung nach; ein Tatverdächtiger sei identifiziert, aber noch nicht gefasst.
In Buenos Aires wurde der Rettungsdienst SAME kurz vor Mitternacht in den Stadtteil Caballito gerufen, wo ein 51-jähriger Mann während des Spiels einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hatte. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos, der Tod wurde um 23.44 Uhr festgestellt. Wie der SAME weiter mitteilte, wurden im Verlauf der Nacht sechs weitere Personen mit kardialen Symptomen behandelt, darunter Brustschmerzen, Atemnot und Bewusstlosigkeit. Einige von ihnen mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden. Zudem kam es am Obelisk zu Ausschreitungen, bei denen 14 Personen festgenommen und zwei Polizisten verletzt wurden.
Medizinische Fachleute des Hospital Universitario Austral verweisen darauf, dass bei entscheidenden WM-Spielen die Zahl der kardiovaskulären Notfälle um rund 20 Prozent ansteigt. Die emotionale Belastung könne bei vorbelasteten Personen als Auslöser wirken. Ob der Herzinfarkt des 51-Jährigen unmittelbar mit dem Spielgeschehen zusammenhing, ist nicht abschließend geklärt.
Die Ermittlungen zum Tötungsdelikt in Córdoba dauern an. Die Behörden fahnden nach dem flüchtigen Verdächtigen. Die vorläufige Bilanz der Nacht umfasst zwei Todesopfer und mehrere Verletzte sowie medizinische Notfälle.
| Lateinamerikanische Presse | −0.50 | critical |
|---|---|---|
| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.20 | neutral |
The Argentine community mourns the two victims and demands justice for the murder.
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