
Zwei schwere Erdbeben in Venezuela: Über 1400 Tote und Zehntausende Vermisste
Nach den Beben der Stärke 7,2 und 7,5 suchen internationale Rettungsteams in den Trümmern nach Überlebenden, während die Behörden die Opferzahlen nach oben korrigieren.
Zwei aufeinanderfolgende schwere Erdbeben haben am Mittwoch, dem 24. Juni, den Norden Venezuelas erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS erreichten die Erdstöße Magnituden von 7,2 und 7,5. Das Epizentrum lag im Bundesstaat Yaracuy, doch die größten Zerstörungen werden aus dem Küstenstaat La Guaira und der Hauptstadt Caracas gemeldet. Dort stürzten zahlreiche Gebäude ein, darunter viele mehrstöckige Wohnhäuser.
Die Zahl der bestätigten Todesopfer variiert je nach Quelle. Der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, bezifferte sie am Samstag auf 1430, während andere offizielle Stellen zuvor von 920 Toten sprachen. Die Vereinten Nationen schätzen die Zahl der Vermissten auf mehr als 50.000. Die Internationale Organisation für Migration (IOM) geht davon aus, dass rund 6,76 Millionen Menschen von den Beben betroffen sein könnten, darunter zwei Millionen allein in Caracas. Laut IOM wurden in der Ortschaft Catia La Mar 31,5 Prozent der Gebäude beschädigt.
Internationale Rettungsteams aus mindestens 17 Ländern sind inzwischen im Einsatz. Nach Regierungsangaben trafen 1600 ausländische Helfer ein, 25 weitere Flüge wurden erwartet. Die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez verlegte 14.000 Soldaten und Polizisten nach La Guaira. Anwohner und Freiwillige beklagen jedoch einen Mangel an schwerem Gerät und eine unzureichende Präsenz der Behörden. In einigen Gebieten blieben offizielle Kräfte bis Freitag aus, Angehörige suchten teils mit bloßen Händen in den Trümmern. Die Hauptstraße zwischen La Guaira und Caracas wurde gesperrt, um Einsatzfahrzeugen freie Fahrt zu gewähren; Zivilisten benötigen für den Zugang einen Ausweis. Die Stromversorgung ist weiterhin gestört, nach Behördenangaben wurden 60 Prozent der Kapazität wiederhergestellt.
Aus Washingtoner Sicht traf ein erstes militärisches Hilfsteam unter Führung eines Marineinfanterie-Generals in Caracas ein, zudem landeten Flugzeuge mit humanitären Gütern. Der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher sprach von einem „äußerst komplexen Noteinsatz“. Die Bergungsarbeiten dauern an, die Opferzahlen sind nach offiziellen Angaben vorläufig und dürften weiter steigen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die verheerenden Erdbeben in Venezuela haben 1.430 Tote und 50.000 Vermisste gefordert, die Rettungsarbeiten werden durch fehlendes schweres Gerät und begrenzte offizielle Präsenz behindert. Anwohner und Freiwillige prangern die Verzögerungen an, während internationale Rettungsteams eintreffen.
Die Zahl der Todesopfer der beiden schweren Erdbeben in Venezuela ist nach Angaben des Präsidenten der Nationalversammlung auf 1.430 gestiegen. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt.
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