
Ende einer Ära: Zlatko Dalic verlässt Kroatiens Nationalmannschaft
Nach dem dramatischen Ausscheiden im Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Portugal beendet der erfolgreichste Trainer der kroatischen Fußballgeschichte seine Amtszeit.
Der kroatische Fußballverband (HNS) hat am Mittwoch den Rücktritt von Nationaltrainer Zlatko Dalic bekannt gegeben. Der 59-Jährige zieht damit die Konsequenz aus dem Aus in der Runde der letzten 32 bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Eine Woche zuvor hatte seine Mannschaft in Dallas ein denkwürdiges Duell gegen Portugal mit 1:2 verloren. In der Nachspielzeit der Verlängerung war ein Ausgleichstreffer von Joško Gvardiol nach minutenlanger Überprüfung durch das halbautomatische Abseitssystem aberkannt worden, weil der Ball zuvor minimal den Kopf von Igor Matanović gestreift hatte. Stattdessen erzielte der eingewechselte Gonçalo Ramos auf der Gegenseite den Siegtreffer für die Portugiesen.
Dalic selbst sprach nach der Partie von einer „Ungerechtigkeit“, betonte jedoch, dass dies keine Entschuldigung für das Ausscheiden sei. In einer vom Verband verbreiteten Erklärung bezeichnete er den Abschied als den schwersten Entschluss seiner Laufbahn: „Es gibt keine größere Ehre, als sein Land zu trainieren.“ Der HNS würdigte ihn mit den Worten: „Eine bescheidene Ankunft, eine unvergessliche Reise, ein stolzer Abschied.“
Der im Oktober 2017 zunächst als Feuerwehrmann verpflichtete Dalic führte Kroatien in eine beispiellose Erfolgsära. Nur acht Monate nach Amtsantritt stand die Mannschaft um Kapitän Luka Modrić im WM-Finale 2018 in Russland und unterlag dort Frankreich mit 2:4. Vier Jahre später in Katar errang das Team Bronze, 2023 wurde es Zweiter der Nations League. Dalic betreute die Auswahl in 111 Länderspielen und gewann 62 davon. Aus russischer Perspektive wird vermerkt, dass sein bis 2026 laufender Vertrag mit einem Jahresgehalt von 1,5 Millionen Euro dotiert war. In kroatischen Medien gilt er als der größte Trainer der Landesgeschichte.
Der Rücktritt reiht sich ein in eine beispiellose Entlassungswelle während dieses Turniers. Nach Zählung mexikanischer und britischer Medien haben bereits zwölf Nationaltrainer ihre Posten verloren, darunter Julian Nagelsmann (Deutschland), Ronald Koeman (Niederlande) und Roberto Martínez (Portugal). Aus Sicht des kroatischen Verbands endet mit Dalic auch eine Generation: Modrić (40), Ivan Perišić (37) und Mateo Kovačić (32) stehen vor ihrem Rücktritt aus der Nationalelf.
Für die Nachfolge werden in kroatischen und deutschen Medien vor allem zwei Namen gehandelt: der ehemalige Bundesliga-Stürmer Ivica Olić sowie Slaven Bilić, der zuletzt in Saudi-Arabien tätig war. Der neue Trainer übernimmt eine Mannschaft im Umbruch, die sich für die kommende Nations League und die Europameisterschaft 2028 neu formieren muss.
| Israelische Presse | −0.30 | critical |
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| Russische & GUS-Presse | +0.70 | aligned |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.80 | aligned |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Kroatien wurde durch eine fragwürdige technologische Entscheidung beraubt.
Indem der Fokus auf das aberkannte Tor und die Ballverfolgungstechnologie gelegt wird, erzeugt die Erzählung eine Aura der Ungerechtigkeit und lenkt die Aufmerksamkeit von der Leistung des Teams auf die Schiedsrichterkontroverse.
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Zlatko Dalic ist der größte Trainer der kroatischen Geschichte, ein Ehrenmann, der ein unauslöschliches Vermächtnis hinterlässt.
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Dalic geht nach neun Jahren, aber sein Abgang ist nur einer von vielen bei dieser WM: Der Zyklus schließt sich für viele.
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