
Globale Trauer um Katars früheren Emir – ein Architekt des modernen Golfstaats
Nach dem Tod von Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani würdigen Regierungen in aller Welt seine Rolle als Modernisierer Katars und als Vermittler in regionalen Konflikten.
Der frühere katarische Emir, Scheich Hamad bin Khalifa Al Thani, ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Der seit 2013 abgedankte Herrscher, der das Emirat von 1995 an führte und es zu einem der reichsten Länder der Welt umbaute, erlag am Sonntag einem längeren Leiden. Unmittelbar nach der Bekanntgabe durch den Amiri Diwan setzten weltweit Kondolenzbekundungen ein. In Katar selbst wurde eine viertägige Staatstrauer ausgerufen, die Flaggen wurden auf halbmast gesetzt, und für die kommenden Tage sind Trauerzeremonien im Lusail-Palast vorgesehen, zu denen Staatsgäste erwartet werden.
Aus der arabischen Welt würdigten die Staatsoberhäupter den Verstorbenen als einen „der großen Erbauer Katars“ und als weitsichtigen arabischen Führer. Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune hob die besondere Verbundenheit Hamads mit Algerien und dessen Rolle für panarabische Anliegen hervor. Der marokkanische König Mohammed VI. erinnerte in einem Kondolenzschreiben an die „herausragenden Leistungen“ des Emirs bei der Modernisierung Katars, die dem Land eine gewichtige Stellung verschafft hätten, sowie an die festen brüderlichen Bande zu Rabat. Aus den Vereinigten Arabischen Emiraten trafen Beileidsbekundungen von Präsident Mohammed bin Zayed, den Herrschern der einzelnen Emirate sowie weiteren hochrangigen Vertretern ein, die allesamt die enge Verbundenheit mit dem Nachbarland betonten.
Aus Teheraner Perspektive würdigte Präsident Massud Peseschkian den Beitrag des Verstorbenen zum Ausbau der brüderlichen Beziehungen zwischen Iran und Katar; Außenminister Abbas Araghtschi sprach von einem schmerzlichen Verlust. Diese persische Perspektive reflektiert die geopolitische Bedeutung, die Katar als Nachbar und Partner in der Golfregion für die Islamische Republik hat. Auch aus dem Libanon, wo Hamad nach dem Krieg von 2006 mit Hilfszusagen und der Vermittlung des Doha-Abkommens 2008 eine zentrale Rolle gespielt hatte, kamen bewegte Reaktionen: Parlamentspräsident Nabih Berri nannte ihn einen „Balsam für unsere Wunden“, und die Hisbollah würdigte seine Unterstützung für den „Widerstand“. Die Freie Patriotische Bewegung unterstrich die vermittelnde Rolle Katars in innerlibanesischen Konflikten.
International kondolierten unter anderem Indiens Premierminister Narendra Modi, der Hamad als visionären Führer bezeichnete, und Pakistan, dessen Staatspräsident Asif Ali Zardari die entwicklungspolitische Weitsicht des Emirs lobte. Auch aus Ägypten, dem Irak, Malaysia, Somalia und der Palästinensischen Autonomiebehörde trafen Beileidsbekundungen ein. Mit dem Tod Hamad bin Khalifa Al Thanis verliert die arabische Welt einen Staatsmann, der Katar durch die Ausbeutung der Gasvorkommen zur Wirtschaftsmacht formte und das Land über den Sender Al Jazeera, diplomatische Initiativen und Sportgroßereignisse auf die Weltbühne hob. Die Trauerfeierlichkeiten in Doha werden noch in dieser Woche Gelegenheit bieten, das außenpolitische Gewicht des Emirates zu demonstrieren.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +1.00 | aligned |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | +1.00 | aligned |
| Iranische & verwandte Presse | +1.00 | aligned |
Lebanon and its political forces pay tribute to a protective father who provided unwavering solidarity.
The personalization of the state is achieved by focusing the narrative on the emir's concrete actions toward Lebanon, turning a foreign leader into a familiar, protective figure.
The role of the emir in other regional areas, such as mediation in intra-Arab conflicts, is omitted, which could dilute the focus on the Lebanon-only bond.
The Gulf ruling houses unite in mourning, strengthening fraternal ties among dynasties.
The diplomatic ritual is performed through a standardized language of condolences, emphasizing dynastic continuity and brotherhood among emirates, without delving into the political role of the deceased.
Any reference to past disputes between Qatar and other Gulf states, such as the 2017 crisis, is omitted, which could undermine the narrative of family unity.
The Islamic Republic of Iran remembers the late emir as a brother and partner in building friendly relations.
Islamic brotherhood is built through religious and respectful language, linking the two countries on cultural and strategic grounds, avoiding deeper political regional divergences.
The emir's support for regional actors rival to Iran, such as certain groups in Syria or Yemen, is omitted, which could complicate the narrative of bilateral harmony.
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