
Zitterpartie in der Verlängerung: Argentinien entgeht Kap Verdes Coup nur dank eines Eigentors
Ein Eigentor in der 111. Minute bewahrt den Titelverteidiger vor dem Ausscheiden gegen den WM-Debütanten, der zuvor bereits Spanien und Uruguay trotzte.
Als Cristian Romero in der 111. Minute zum Kopfball hochstieg, hing das Weiterkommen des Weltmeisters nur noch an einem seidenen Faden. Sein Aufsetzer nach einer Ecke von Lionel Messi lenkte Kap Verdes Abwehrspieler Diney Borges unglücklich mit dem Arm ins eigene Tor – das 3:2 für Argentinien, das einen denkwürdigen Kraftakt der Außenseiter erst in der Verlängerung beendete. Vor 64.478 Zuschauern in Miami hatten die kapverdischen „Blauen Haie“ den Titelverteidiger an den Rand einer Niederlage gebracht und erst in der 111. Minute die entscheidende Lektion in Sachen Effizienz erhalten.
Das Spiel hatte für Argentinien vielversprechend begonnen: Messi verwandelte eine Zuspiel von Lisandro Martínez in der 29. Minute mit einer feinen Ballannahme und direktem Abschluss zur Führung – sein siebtes Turniertor und insgesamt 20. bei Weltmeisterschaften. Doch Kap Verde, das in der Gruppenphase bereits Europameister Spanien und Uruguay torlos gehalten hatte, glich nach der Pause durch Deroy Duarte aus (59.). Argentinien fand erst in der Verlängerung wieder ins Spiel, als Lisandro Martínez nach einer weiteren Messi-Ecke per Abstauber traf (92.). Ein Traumtor des ehemaligen Rot-Weiß-Erfurt-Spielers Sidny Lopes Cabral aus der Distanz (103.) stellte den Vorsprung jedoch erneut in Frage. Messi selbst erlitt in der Schlussphase eine schmerzhafte Kollision, die ihm eine sichtbare Schwellung an der Stirn bescherte, blieb aber auf dem Platz und dirigierte seine Mannschaft bis zum erlösenden Sieg.
Der Inselstaat mit kaum mehr als einer halben Million Einwohnern hatte bereits für Schlagzeilen gesorgt, als er als erstes Land dieser Größenordnung die K.-o.-Runde einer WM erreichte. Die drei Unentschieden in der Gruppe – darunter gegen Uruguay und Saudi-Arabien – waren Ausdruck einer disziplinierten Defensivleistung und explosiven Konter. Nach dem Abpfiff spiegelte sich der Respekt der „Blauen Haie“ vor dem argentinischen Kapitän in einer bemerkenswerten Szene wider: Mehrere kapverdische Spieler warteten geduldig im Medienbereich, um Fotos mit Messi zu machen und sein Trikot zu erbitten. Messi scherzte später: „Sie wollten mein Trikot, alles … und auf dem Platz treten sie mich grün und blau.“
Die internationale Presse wertete das Zitterspiel als deutliches Warnsignal. „Messi verhinderte eine monumentale Demütigung“, schrieb die deutsche Bild, während die italienische Gazzetta dello Sport titelte: „Was für eine Angst, Argentinien!“ Scaloni und Messi räumten Schwächen ein und verwiesen auf die Bedeutung von ruhenden Bällen, die bis dahin kaum erfolgreich gewesen waren. Für Argentinien geht es nun am Dienstag im Achtelfinale gegen Ägypten um den Einzug in die nächste Runde; Kap Verde verabschiedet sich als einer der großen Sympathieträger dieses Turniers, der die Welt daran erinnerte, dass ein Prozent Hoffnung manchmal ausreicht, um Geschichte zu schreiben.
| Südostasiatische Presse | +0.40 | aligned |
|---|---|---|
| Subsaharisch-afrikanische Presse | −0.20 | neutral |
Messi and the Argentine team acknowledge the struggle but claim the victory as proof of character.
The article uses direct quotes from Messi to humanize the victory and create a narrative of perseverance against adversity, making the win feel earned and dramatic.
Africa observes with disappointment the tally of its teams, highlighting the failure of many, including Cape Verde.
The article aggregates results across African teams, framing individual losses as part of a collective failure, thereby shifting focus from the specific match to continental performance.
The article omits the specific details of Cape Verde's competitive performance and Messi's role, which would highlight the underdog's valiant effort.
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