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Geopolitik & PolitikDienstag, 23. Juni 2026

Pew-Studie: Nur 23 Prozent weltweit vertrauen Trump – US-Ansehen erodiert

Die Erhebung in 36 Staaten zeigt starke Vertrauensverluste unter Verbündeten; in Deutschland misstrauen 84 Prozent dem Präsidenten, ähnlich wie Putin.

Die am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Pew Research Center unter 42.151 Personen in 36 Ländern ergibt, dass im globalen Median nur 23 Prozent der Befragten Donald Trump zutrauen, in der Weltpolitik das Richtige zu tun. Gleichzeitig sehen lediglich 37 Prozent die Vereinigten Staaten positiv, und die Hälfte der Befragten bewertet Washington nicht mehr als verlässlichen Partner. Die Erhebung fand zwischen Februar und Mai 2026 statt, überwiegend nach dem Beginn der amerikanisch-israelischen Militäroffensive gegen Iran am 28. Februar.

In Europa ist die Skepsis besonders ausgeprägt. In allen zehn befragten europäischen Staaten spricht eine Mehrheit Trump das Vertrauen ab; die Ablehnungswerte liegen meist bei oder über 75 Prozent. In Deutschland sagen 84 Prozent, sie hätten wenig oder gar kein Vertrauen – ein Wert, der sich dem Misstrauen gegenüber Wladimir Putin annähert. In Schweden (89 Prozent), der Türkei (92 Prozent) und Mexiko (88 Prozent) fällt die Ablehnung noch höher aus. Demgegenüber genießt Trump auf den Philippinen (68 Prozent), in Israel (66 Prozent) sowie in Nigeria, Kenia und Ghana mehrheitlich Vertrauen. In Ungarn, das innerhalb Europas den höchsten Zuspruch verzeichnet, vertrauen ihm 44 Prozent.

Die Studie dokumentiert einen markanten Ansehensverlust der USA gerade unter langjährigen Verbündeten. In Kanada sank der Anteil derjenigen, die Amerika als zuverlässigen Partner betrachten, von 83 Prozent im Jahr 2022 auf 35 Prozent; in Schweden von 83 auf 31 Prozent, in Frankreich von 62 auf 27 Prozent. Auch in asiatisch-pazifischen Partnerstaaten wie Japan und Australien verzeichnete Pew deutliche Rückgänge. Die Autoren der Studie verweisen darauf, dass dieser Vertrauensschwund in Ländern mit engen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Bindungen an die USA besonders ausgeprägt ist. Die Außenpolitik Trumps – von Zöllen über die Ukraine- und Gaza-Politik bis zum Vorgehen in der Iran-Frage und zu Grönland – wird in nahezu allen befragten Staaten von mehr als zwei Dritteln abgelehnt.

Für Deutschland, Österreich und die Schweiz bestätigt die Erhebung einen langfristigen Trend: Schon in Trumps erster Amtszeit lagen die Vertrauenswerte auf einem Tiefstand, der nur mit den letzten Amtsjahren George W. Bushs vergleichbar ist. Anders als unter Barack Obama oder Joe Biden, die in Europa hohes Ansehen genossen, wird die amerikanische Führungsrolle derzeit weithin infrage gestellt. Kommentatoren in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung weisen jedoch darauf hin, dass die deutsche Haltung gegenüber Amerika historisch stark vom jeweiligen Präsidenten abhängt und eine Erholung bei einem politischen Wechsel möglich bleibt.

Die Umfrageergebnisse fallen in eine Phase innenpolitischer Schwäche Trumps. Nationale Erhebungen wie jene der American Research Group sehen seine Zustimmung bei 30 Prozent, wobei die Wirtschaftspolitik und die Iran-Intervention als Hauptgründe für die Unzufriedenheit gelten. Die nächste Bewährungsprobe für die politische Stimmung in den Vereinigten Staaten sind die Kongresswahlen im November 2026. Die Pew-Daten dürften in den transatlantischen Beziehungen und in den laufenden Handels- und Sicherheitsdialogen als Gradmesser der beschädigten Reputation Washingtons zitiert werden.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 4 Sprachen

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Kontinentaleuropäische PresseLateinamerikanische Presse
Kontinentaleuropäische Presse
SkepsisAlarm

In Europa bestätigt die neue Pew-Umfrage einen dramatischen Vertrauensverlust in Donald Trump, der inzwischen mit Wladimir Putin gleichzieht. Vier von fünf Deutschen trauen ihm nicht zu, in der Weltpolitik die richtigen Entscheidungen zu treffen, während die italienische Presse hervorhebt, dass selbst Verbündete wie Meloni seine Stellung öffentlich infrage stellen. Die Vereinigten Staaten werden zunehmend als unzuverlässiger Partner gesehen, was ihrem eigenen Image schadet.

Lateinamerikanische Presse
DistanzSkepsis

Eine weltweite Umfrage zeigt, dass nur 23 % der Menschen in 36 Ländern Donald Trump zutrauen, in internationalen Angelegenheiten das Richtige zu tun. Die vom Pew Research Center durchgeführte Studie belegt, dass die USA ihr Image als verlässlicher Partner und Verteidiger der Freiheiten verlieren. Die Daten spiegeln eine weitverbreitete Skepsis gegenüber dem amerikanischen Präsidenten wider.

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Dienstag, 23. Juni 2026

Pew-Studie: Nur 23 Prozent weltweit vertrauen Trump – US-Ansehen erodiert

Die Erhebung in 36 Staaten zeigt starke Vertrauensverluste unter Verbündeten; in Deutschland misstrauen 84 Prozent dem Präsidenten, ähnlich wie Putin.

Die am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Pew Research Center unter 42.151 Personen in 36 Ländern ergibt, dass im globalen Median nur 23 Prozent der Befragten Donald Trump zutrauen, in der Weltpolitik das Richtige zu tun. Gleichzeitig sehen lediglich 37 Prozent die Vereinigten Staaten positiv, und die Hälfte der Befragten bewertet Washington nicht mehr als verlässlichen Partner. Die Erhebung fand zwischen Februar und Mai 2026 statt, überwiegend nach dem Beginn der amerikanisch-israelischen Militäroffensive gegen Iran am 28. Februar.

In Europa ist die Skepsis besonders ausgeprägt. In allen zehn befragten europäischen Staaten spricht eine Mehrheit Trump das Vertrauen ab; die Ablehnungswerte liegen meist bei oder über 75 Prozent. In Deutschland sagen 84 Prozent, sie hätten wenig oder gar kein Vertrauen – ein Wert, der sich dem Misstrauen gegenüber Wladimir Putin annähert. In Schweden (89 Prozent), der Türkei (92 Prozent) und Mexiko (88 Prozent) fällt die Ablehnung noch höher aus. Demgegenüber genießt Trump auf den Philippinen (68 Prozent), in Israel (66 Prozent) sowie in Nigeria, Kenia und Ghana mehrheitlich Vertrauen. In Ungarn, das innerhalb Europas den höchsten Zuspruch verzeichnet, vertrauen ihm 44 Prozent.

Die Studie dokumentiert einen markanten Ansehensverlust der USA gerade unter langjährigen Verbündeten. In Kanada sank der Anteil derjenigen, die Amerika als zuverlässigen Partner betrachten, von 83 Prozent im Jahr 2022 auf 35 Prozent; in Schweden von 83 auf 31 Prozent, in Frankreich von 62 auf 27 Prozent. Auch in asiatisch-pazifischen Partnerstaaten wie Japan und Australien verzeichnete Pew deutliche Rückgänge. Die Autoren der Studie verweisen darauf, dass dieser Vertrauensschwund in Ländern mit engen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Bindungen an die USA besonders ausgeprägt ist. Die Außenpolitik Trumps – von Zöllen über die Ukraine- und Gaza-Politik bis zum Vorgehen in der Iran-Frage und zu Grönland – wird in nahezu allen befragten Staaten von mehr als zwei Dritteln abgelehnt.

Für Deutschland, Österreich und die Schweiz bestätigt die Erhebung einen langfristigen Trend: Schon in Trumps erster Amtszeit lagen die Vertrauenswerte auf einem Tiefstand, der nur mit den letzten Amtsjahren George W. Bushs vergleichbar ist. Anders als unter Barack Obama oder Joe Biden, die in Europa hohes Ansehen genossen, wird die amerikanische Führungsrolle derzeit weithin infrage gestellt. Kommentatoren in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung weisen jedoch darauf hin, dass die deutsche Haltung gegenüber Amerika historisch stark vom jeweiligen Präsidenten abhängt und eine Erholung bei einem politischen Wechsel möglich bleibt.

Die Umfrageergebnisse fallen in eine Phase innenpolitischer Schwäche Trumps. Nationale Erhebungen wie jene der American Research Group sehen seine Zustimmung bei 30 Prozent, wobei die Wirtschaftspolitik und die Iran-Intervention als Hauptgründe für die Unzufriedenheit gelten. Die nächste Bewährungsprobe für die politische Stimmung in den Vereinigten Staaten sind die Kongresswahlen im November 2026. Die Pew-Daten dürften in den transatlantischen Beziehungen und in den laufenden Handels- und Sicherheitsdialogen als Gradmesser der beschädigten Reputation Washingtons zitiert werden.

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Kontinentaleuropäische Presse
SkepsisAlarm

In Europa bestätigt die neue Pew-Umfrage einen dramatischen Vertrauensverlust in Donald Trump, der inzwischen mit Wladimir Putin gleichzieht. Vier von fünf Deutschen trauen ihm nicht zu, in der Weltpolitik die richtigen Entscheidungen zu treffen, während die italienische Presse hervorhebt, dass selbst Verbündete wie Meloni seine Stellung öffentlich infrage stellen. Die Vereinigten Staaten werden zunehmend als unzuverlässiger Partner gesehen, was ihrem eigenen Image schadet.

Lateinamerikanische Presse
DistanzSkepsis

Eine weltweite Umfrage zeigt, dass nur 23 % der Menschen in 36 Ländern Donald Trump zutrauen, in internationalen Angelegenheiten das Richtige zu tun. Die vom Pew Research Center durchgeführte Studie belegt, dass die USA ihr Image als verlässlicher Partner und Verteidiger der Freiheiten verlieren. Die Daten spiegeln eine weitverbreitete Skepsis gegenüber dem amerikanischen Präsidenten wider.

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