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Verteidigung & SicherheitFreitag, 24. Juli 2026

Wall Street Journal: Geheime Luftangriffe von Bahrain und Kuwait auf Iran

Laut einem mit Quellen belegten Bericht griffen die beiden Golfstaaten erstmals direkt iranische Militäreinrichtungen an – mit Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate.

Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen, dass Bahrain und Kuwait Anfang Juli erstmals unmittelbare Vergeltungsschläge gegen Iran ausgeführt haben. Kampfflugzeuge der beiden Golfstaaten hätten demnach Drohnen- und Raketenlager sowie weitere militärische Anlagen im iranischen Staatsgebiet angegriffen. Die Regierungen in Manama und Kuwait-Stadt äußerten sich auf Anfrage der Zeitung nicht. Eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.

Der Bericht erscheint vor dem Hintergrund einer seit Februar 2026 anhaltenden militärischen Eskalation, in deren Verlauf Iran wiederholt Ziele in Bahrain und Kuwait attackiert hat. Beide Länder beherbergen amerikanische Militärstützpunkte. Aus Teheraner Sicht gelten diese Stützpunkte als Instrument der Vereinigten Staaten, und die Regierung hat mehrfach Vergeltung für jede als feindlich wahrgenommene Handlung angekündigt. Der stellvertretende iranische Außenminister erklärte laut Medienberichten, Europa müsse Vorreiter der Diplomatie sein, nicht Gefolgsmann der ›Aggressoren‹. Die Vereinigten Arabischen Emirate, die nach Darstellung des Wall Street Journal Geheimdienstinformationen und defensive Luftabdeckung für die Operation lieferten, hatten ihrerseits zuvor Luftangriffe auf iranische Ziele durchgeführt und verurteilten zugleich die Attacken Irans auf Bahrain und Kuwait. Das Emirat sprach sich für eine Deeskalation, die Öffnung der Straße von Hormus und Solidarität mit den Nachbarländern aus.

Für die arabischen Golfmonarchien verhärtet sich nach Einschätzung regionaler Beobachter das Sicherheitskalkül. Die gemeldete Aktion spiegelt die Einsicht, dass ein länger andauernder Konflikt mit Iran ein direktes militärisches Engagement erforderlich machen könnte. Der Politologe Umer Karim von der Universität Birmingham wird mit den Worten zitiert, die Staaten am Golf begännen zu verstehen, dass sie sich offen gegen Iran stellen müssten. Das Wall Street Journal führt aus, die entstehende Kooperation zwischen Bahrain, Kuwait und den Emiraten signalisiere eine neue Form der Sicherheitskonsultationen unter den arabischen Partnern. Saudi-Arabien, dem einer früheren Phase der Kampfhandlungen ebenfalls Luftangriffe auf Iran zugeschrieben werden, überprüfe dem Bericht zufolge gegenwärtig seine Haltung. Oman und Katar verfolgten weiterhin ihre traditionelle Ausgleichspolitik zwischen Teheran und dem Westen.

Die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Belastungen der Konfrontation sind immens. Kuwait meldete nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn den Abfang von mehr als 170 Raketen und über 380 Drohnen sowie 27 verwundete Soldaten. Die Schäden allein an der amerikanischen Marinebasis in Bahrain werden auf rund 400 Millionen US-Dollar geschätzt, die Reparaturkosten für sämtliche betroffenen US-Stützpunkte in der Region auf bis zu 5,1 Milliarden Dollar. Ein Ende der Kampfhandlungen ist nicht absehbar. Die Emirate haben sich für eine tragfähige Feuerpause und die Normalisierung der Seewege ausgesprochen. Die Europäische Union wie auch die Vereinigten Staaten mahnen zur Zurückhaltung; eine formelle Bestätigung oder Dementierung der gemeldeten Luftschläge steht aus. Entscheidende Weichenstellungen werden in den nächsten Wochen von den Hauptstädten am Golf erwartet.

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Wall Street Journal: Geheime Luftangriffe von Bahrain und Kuwait auf Iran

Laut einem mit Quellen belegten Bericht griffen die beiden Golfstaaten erstmals direkt iranische Militäreinrichtungen an – mit Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate.

Das Wall Street Journal berichtet unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen, dass Bahrain und Kuwait Anfang Juli erstmals unmittelbare Vergeltungsschläge gegen Iran ausgeführt haben. Kampfflugzeuge der beiden Golfstaaten hätten demnach Drohnen- und Raketenlager sowie weitere militärische Anlagen im iranischen Staatsgebiet angegriffen. Die Regierungen in Manama und Kuwait-Stadt äußerten sich auf Anfrage der Zeitung nicht. Eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.

Der Bericht erscheint vor dem Hintergrund einer seit Februar 2026 anhaltenden militärischen Eskalation, in deren Verlauf Iran wiederholt Ziele in Bahrain und Kuwait attackiert hat. Beide Länder beherbergen amerikanische Militärstützpunkte. Aus Teheraner Sicht gelten diese Stützpunkte als Instrument der Vereinigten Staaten, und die Regierung hat mehrfach Vergeltung für jede als feindlich wahrgenommene Handlung angekündigt. Der stellvertretende iranische Außenminister erklärte laut Medienberichten, Europa müsse Vorreiter der Diplomatie sein, nicht Gefolgsmann der ›Aggressoren‹. Die Vereinigten Arabischen Emirate, die nach Darstellung des Wall Street Journal Geheimdienstinformationen und defensive Luftabdeckung für die Operation lieferten, hatten ihrerseits zuvor Luftangriffe auf iranische Ziele durchgeführt und verurteilten zugleich die Attacken Irans auf Bahrain und Kuwait. Das Emirat sprach sich für eine Deeskalation, die Öffnung der Straße von Hormus und Solidarität mit den Nachbarländern aus.

Für die arabischen Golfmonarchien verhärtet sich nach Einschätzung regionaler Beobachter das Sicherheitskalkül. Die gemeldete Aktion spiegelt die Einsicht, dass ein länger andauernder Konflikt mit Iran ein direktes militärisches Engagement erforderlich machen könnte. Der Politologe Umer Karim von der Universität Birmingham wird mit den Worten zitiert, die Staaten am Golf begännen zu verstehen, dass sie sich offen gegen Iran stellen müssten. Das Wall Street Journal führt aus, die entstehende Kooperation zwischen Bahrain, Kuwait und den Emiraten signalisiere eine neue Form der Sicherheitskonsultationen unter den arabischen Partnern. Saudi-Arabien, dem einer früheren Phase der Kampfhandlungen ebenfalls Luftangriffe auf Iran zugeschrieben werden, überprüfe dem Bericht zufolge gegenwärtig seine Haltung. Oman und Katar verfolgten weiterhin ihre traditionelle Ausgleichspolitik zwischen Teheran und dem Westen.

Die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Belastungen der Konfrontation sind immens. Kuwait meldete nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn den Abfang von mehr als 170 Raketen und über 380 Drohnen sowie 27 verwundete Soldaten. Die Schäden allein an der amerikanischen Marinebasis in Bahrain werden auf rund 400 Millionen US-Dollar geschätzt, die Reparaturkosten für sämtliche betroffenen US-Stützpunkte in der Region auf bis zu 5,1 Milliarden Dollar. Ein Ende der Kampfhandlungen ist nicht absehbar. Die Emirate haben sich für eine tragfähige Feuerpause und die Normalisierung der Seewege ausgesprochen. Die Europäische Union wie auch die Vereinigten Staaten mahnen zur Zurückhaltung; eine formelle Bestätigung oder Dementierung der gemeldeten Luftschläge steht aus. Entscheidende Weichenstellungen werden in den nächsten Wochen von den Hauptstädten am Golf erwartet.

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