
Von Rabat bis Islamabad: Trauer um Scheich Hamad bin Chalifa Al Thani
Die Beileidsbekundungen in Doha und per Telefon spiegeln das diplomatische Gewicht des Verstorbenen und die engen Bande Katars in der Region wider.
Nach dem Tod von Scheich Hamad bin Chalifa Al Thani, dem früheren Emir von Katar, am Sonntag hat sein Sohn und Nachfolger, Emir Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, am Montag im Lusail-Palast mit dem Empfang von Kondolenzbesuchen begonnen. Die dreitägige Trauerzeremonie, die noch bis Mittwoch andauert, versammelt Staats- und Regierungsvertreter aus der arabischen Welt und darüber hinaus. Der katarische Hof hatte eine viertägige Staatstrauer und das Einholen der Flaggen angeordnet.
Die marokkanische Regierung entsandte Premierminister Aziz Akhannouch, der im Auftrag von König Mohammed VI. ein Beileidsschreiben überbrachte. Aus katarischer Sicht würdigte Emir Tamim die persönlichen Bande zum marokkanischen Monarchen und die Festigkeit der bilateralen Beziehungen. Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune erinnerte in einem Kondolenztelegramm an die Rolle des Verstorbenen als einen der großen Erbauer Katars und an dessen besondere Verbundenheit mit Algerien. Aus dem Libanon reiste Ministerpräsident Nawaf Salam mit einer Ministerdelegation an; der libanesische Innenminister trug sich im Beileidsregister der katarischen Botschaft in Beirut ein und verwies auf die Unterstützung des Emirs für den Libanon in schwierigen Zeiten.
Aus den Golfstaaten kondolierten der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohamed bin Zayed, telefonisch. Die Kronprinzen Kuwaits und Bahrains sowie der Kronprinz von Adschman erschienen persönlich. Über die arabische Welt hinaus nahmen Ruandas Präsident Paul Kagame und Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif an den Trauerfeierlichkeiten teil. Beobachter in der Region werten die breite Beteiligung als Zeichen der Normalisierung nach der Beilegung der Golfkrise von 2017 bis 2021 und als Ausdruck der anhaltenden Vermittlerrolle Katars.
Scheich Hamad hatte Katar von 1995 bis zu seiner Abdankung 2013 regiert und das Emirat zu einem globalen Akteur in der Energiepolitik und Diplomatie geformt. Sein Tod im Alter von 74 Jahren fällt in eine Zeit, in der Doha weiterhin als Vermittler in regionalen Konflikten auftritt. Die Kondolenzbesuche bieten Gelegenheit für bilaterale Gespräche am Rande. Die Trauerfeierlichkeiten werden planmäßig bis Mittwoch fortgesetzt.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Arabische Golfpresse | +0.20 | neutral |
Marokko, Libanon und Saudi-Arabien sprechen als trauernde Brüder und bekräftigen die Solidarität der arabischen Nation.
Durch ständige Beschwörung der Sprache der Brüderlichkeit und persönlicher Bindungen naturalisiert der Block das politische Bündnis als familiäre Verbindung.
Der Block lässt jede Erwähnung früherer Spannungen zwischen Katar und einigen dieser Länder (z. B. der saudisch geführten Blockade) aus, die die Erzählung einer nahtlosen Brüderlichkeit erschweren könnten.
Die Vereinigten Arabischen Emirate sprechen als Bruder und Verbündeter, drücken persönliches Beileid aus und stärken die engen Beziehungen zwischen den beiden Golfstaaten.
Durch die Betonung des direkten Telefonats und des persönlichen Besuchs personalisiert der Block die staatlichen Beziehungen und lässt Diplomatie als eine Frage persönlicher Zuneigung erscheinen.
Der Block lässt jeden breiteren geopolitischen Kontext oder Kritik an Katar aus und konzentriert sich ausschließlich auf die positive Beziehung.
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