
Vierter Anlauf gelingt: Russischer Staat verkauft Goldminenkonzern ЮГК mit hohem Abschlag
Die Beteiligung des tschetschenischen Unternehmers Ruslan Baisarow ersteigert das konfiszierte Unternehmen für 93 Milliarden Rubel – knapp die Hälfte des ursprünglichen Schätzpreises.
Nach drei gescheiterten Auktionen hat der russische Staat am 19. Juni seine Mehrheitsbeteiligung an der Goldminengruppe Южуралзолото (ЮГК) veräußert. Den Zuschlag erhielt die Holding BTS-Most des Unternehmers Ruslan Baisarow mit einem Gebot von 93,16 Milliarden Rubel (rund 1,3 Milliarden Dollar). Die Aktien von ЮГК reagierten volatil: Im frühen Handel zunächst um knapp 6 Prozent gestiegen, fielen sie nach Bekanntwerden des deutlich unter der Erstbewertung liegenden Preises um über 6 Prozent und erholten sich anschließend nur teilweise.
Der Verkauf erfolgte im Format einer holländischen Auktion, bei der der Preis schrittweise bis auf die Hälfte des Ausgangswerts von 162 Milliarden Rubel sinken konnte. Voraussetzung waren mindestens zwei zugelassene Bieter mit hinterlegter Sicherheit. Die vorangegangenen Versuche – zwei konventionelle Auktionen und ein erster holländischer Versuch – waren an fehlenden oder unvollständigen Geboten gescheitert. Diesmal wurde die Bewerbung eines einzelnen Interessenten wegen fehlender Sicherheitsleistung abgelehnt, doch mehrere andere Teilnehmer erfüllten die Bedingungen, deren Namen die Behörde zunächst nicht offenlegte.
Bei dem Käufer handelt es sich um eine Gesellschaft, die zu 94,4 Prozent von Ruslan Baisarow kontrolliert wird. Der in Tschetschenien geborene Milliardär ist im Infrastruktur- und Kohlebergbau aktiv und steht wegen seiner Rolle als Vorstandsvorsitzender von BTS-Most auf der britischen Sanktionsliste. ЮГК zählt mit nachgewiesenen Reserven von 11 Millionen Feinunzen und einer Jahresproduktion von rund 330.000 Unzen zu den fünf größten Goldproduzenten Russlands. Das Unternehmen war im Juli 2025 per Gerichtsbeschluss zugunsten des Staates eingezogen worden, nachdem die Generalstaatsanwaltschaft dem früheren Eigentümer Konstantin Strukow vorgeworfen hatte, sich die Kontrolle über die Firma unter Missbrauch seines Abgeordnetenmandats verschafft zu haben.
Für die Minderheitsaktionäre, die rund 11 Prozent der Anteile im Streubesitz halten, bleibt die Frage eines Pflichtangebots offen. Ein Präsidialerlass befreit den Staat von dieser Verpflichtung; aus Moskauer Sicht soll sie auf den neuen Eigentümer übergehen. Der Erlös fließt in den föderalen Haushalt. Als nächster Schritt ist der Abschluss des Kaufvertrags und die Überweisung der Mittel vorgesehen, während die Klärung der Angebotspflicht an die Streubesitzer weiterhin parallel verhandelt wird.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Nach vier Anläufen verkaufte der Staat seine Mehrheitsbeteiligung am Goldförderer YUGK. Die niederländische Auktion gewann BTS-Most Holding, die mit Ruslan Baisarow in Verbindung steht, für 93,2 Milliarden Rubel – deutlich unter der anfänglichen Bewertung von 162 Milliarden. Die Märkte reagierten verhalten gemischt, und die Meldung wird als technischer Abschluss einer Vermögensveräußerung dargestellt.
Ein Bauunternehmen eines in Tschetschenien geborenen Milliardärs erwarb bei der vierten und letzten Auktion die Mehrheitsbeteiligung am russischen Goldproduzenten YUGK. Der Endpreis von 93,16 Milliarden Rubel liegt weit unter der ursprünglichen Bewertung, nachdem wiederholt keine Käufer gefunden wurden. Der Bericht hebt den hohen Abschlag und die Identität des Käufers hervor, ohne explizit zu werten.
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