
Venezuela: Über 1.700 Tote nach Doppelbeben – Satellitendaten deuten auf massive Zerstörung hin
Die offizielle Zahl der Todesopfer steigt auf 1.719, während Satellitenbilder auf fast 59.000 beschädigte Gebäude hindeuten – eine vorläufige, nicht vor Ort bestätigte Schätzung.
Am 24. Juni erschütterten zwei schwere Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 den Norden Venezuelas. Nach offiziellen Angaben, die der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, am Montag vorlegte, kamen dabei mindestens 1.719 Menschen ums Leben, 5.034 wurden verletzt und 15.866 verloren ihr Obdach. Die Beben, die im Abstand von weniger als einer Minute auftraten, waren die stärksten in dem südamerikanischen Land seit mehr als einem Jahrhundert.
Sechs Tage nach der Katastrophe dauern die Such- und Rettungsarbeiten an. Nach Angaben der Vereinten Nationen beteiligen sich mehr als 2.000 Einsatzkräfte aus über 30 Ländern, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz, an den Bemühungen. Die Arbeiten werden durch Hunderte Nachbeben erschwert, allein am Montag wurde ein Erdstoß der Stärke 4,6 registriert, der die Bevölkerung in Angst versetzte und die Einsätze kurzzeitig unterbrach. Die US-Streitkräfte setzten unterdessen den Hafen von La Guaira instand, um die Anlieferung von Hilfsgütern zu beschleunigen.
Während die venezolanische Regierung bislang 855 beschädigte Gebäude zählt, von denen 189 vollständig einstürzten, legte die US-Raumfahrtbehörde NASA eine vorläufige Satellitenanalyse vor, die auf ein weit größeres Schadensausmaß hindeutet. Forscher der Oregon State University werteten Radarbilder des europäischen Sentinel-1-Satelliten aus und schätzen, dass rund 58.870 Gebäude beschädigt oder zerstört sein könnten. Die NASA betont, dass es sich um eine schnelle, nicht durch Bodenkontrollen validierte Ersteinschätzung handelt, die lediglich als Indikator zu verstehen sei.
Die Zahl der Vermissten ist ungewiss. Die Vereinten Nationen sprechen von etwa 50.000 Menschen, nach denen noch gesucht werde. Der UN-Koordinator in Venezuela, Gianluca Rampolla, teilte mit, man habe 10.000 Leichensäcke beschafft, rechne aber mit einer niedrigeren endgültigen Opferzahl. Die Weltgesundheitsorganisation warnt vor einem erhöhten Risiko von Krankheitsausbrüchen, da 38 Krankenhäuser beschädigt wurden und die sanitäre Infrastruktur vielerorts zusammengebrochen ist. Die offiziellen Zahlen sind vorläufig; der US-Erdbebendienst schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass die Zahl der Todesopfer 10.000 übersteigt, auf 44 Prozent.
Die Rettungsarbeiten konzentrieren sich nun zunehmend auf die Bergung von Toten und die Versorgung der Überlebenden. Die venezolanische Regierung hat den Bau von Tausenden neuen Wohnungen bis Ende 2026 angekündigt. Internationale Hilfslieferungen treffen weiter ein, doch in einigen abgelegenen Gebieten ist die Not nach wie vor groß. Die Ermittlung der genauen Opfer- und Schadenszahlen wird voraussichtlich noch Wochen in Anspruch nehmen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Venezuela kämpft sechs Tage nach den Erdbeben weiter gegen die Zeit, um Überlebende in den Trümmern zu finden. Die offizielle Bilanz liegt bei 1.719 Toten, über 5.000 Verletzten und fast 16.000 Obdachlosen, während schätzungsweise 50.000 Menschen vermisst werden. Die Angst vor Nachbeben hält an, und die humanitäre Notlage bleibt akut, da viele Gebiete trotz internationaler Hilfe noch immer ohne Unterstützung sind.
Satellitendaten der NASA zeigen, dass durch die beiden Erdbeben in Venezuela rund 58.870 Gebäude beschädigt oder zerstört wurden. Die Zahl der Todesopfer liegt bei über 1.700, Tausende werden noch vermisst. Nachbeben, darunter ein Erdstoß der Stärke 5,2, erschweren die Rettungsarbeiten, und Schätzungen gehen von einer deutlich höheren endgültigen Opferzahl aus.
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