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SportFreitag, 26. Juni 2026

Usyk gibt alle WM-Gürtel ab – Agit Kabayel vor historischer Titelchance

Oleksandr Usyk verzichtet auf seine drei verbliebenen WM-Gürtel, um den Weg für neue Champions freizumachen, und kündigt einen letzten Kampf an.

Am Freitag erklärte der ukrainische Schwergewichtsboxer Oleksandr Usyk in einer Videobotschaft auf Instagram, er werde seine drei Weltmeistertitel nach den Versionen von WBC, WBA und IBF niederlegen. „Ich will die Gürtel freimachen, damit die Jungs, die in der Reihe stehen, darum boxen können“, sagte der 39-Jährige. Zugleich betonte er, nicht zurückzutreten: „Ich verlasse den Sport nicht, denn ich habe noch meinen letzten Tanz.“ Die Ankündigung erfolgte nur einen Monat nach seinem umstrittenen technischen K.-o.-Sieg über den niederländischen Kickboxer Rico Verhoeven in Ägypten, bei dem er bis zur elften Runde nach Punkten zurückgelegen hatte und dennoch den WBC-Titel verteidigte.

Usyk, der in 25 Profikämpfen ungeschlagen ist (16 K.-o.-Siege), war bereits zweimal unumstrittener Weltmeister im Schwergewicht und zuvor im Cruisergewicht. Der Verzicht auf Titel gehört zu seiner Karrierestrategie: Im Juni 2024 gab er den IBF-Gürtel ab, um einen lukrativen Rückkampf gegen Tyson Fury zu ermöglichen, gewann ihn im Juli 2025 von Daniel Dubois zurück und legte wenige Monate später den WBO-Titel nieder. Seine prägendsten Siege feierte er gegen britische Schwergewichtler – jeweils zweimal bezwang er Anthony Joshua, Tyson Fury und Daniel Dubois.
Aus deutscher Sicht rückt nun Agit Kabayel in den Mittelpunkt. Der World Boxing Council (WBC) mit Sitz in Mexiko-Stadt hatte den Bochumer als Pflichtherausforderer bestimmt und ein Duell mit Usyk offiziell angeordnet. Nach Informationen der Bild-Zeitung zeigte Usyks Team jedoch keine ernsthaften Verhandlungsabsichten; Kabayels Manager Lasse Krüger erklärte, es sehe nicht so aus, „als hätte Usyk Lust auf einen harten Arbeitstag mit Agit im Ring“. Mit der Titelniederlegung könnte der WBC den Interimschampion Kabayel nun zum vollwertigen Weltmeister erklären – er wäre der erste deutsche Schwergewichts-Champion seit Max Schmeling (1930–1932). Alternativ könnte der Verband einen Kampf um den vakanten Titel ansetzen.
Wer Usyks Gegner für den angekündigten „letzten Tanz“ sein wird, ist offen. Eine Trilogie mit Fury gilt als unwahrscheinlich, da der Brite zunächst einen Aufbaukampf für das geplante Duell mit Joshua bestreiten will. Usyks Manager hatte bereits unter der Woche eine baldige Entscheidung in Aussicht gestellt; Spekulationen über einen Wechsel zu Dana Whites Zuffa Boxing halten sich. Für das Schwergewicht beginnt nun eine Phase der Neuordnung, in der gleich mehrere WM-Gürtel neu vergeben werden – und für den deutschen Boxsport winkt nach fast einem Jahrhundert wieder ein Weltmeister.

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Freitag, 26. Juni 2026

Usyk gibt alle WM-Gürtel ab – Agit Kabayel vor historischer Titelchance

Oleksandr Usyk verzichtet auf seine drei verbliebenen WM-Gürtel, um den Weg für neue Champions freizumachen, und kündigt einen letzten Kampf an.

Am Freitag erklärte der ukrainische Schwergewichtsboxer Oleksandr Usyk in einer Videobotschaft auf Instagram, er werde seine drei Weltmeistertitel nach den Versionen von WBC, WBA und IBF niederlegen. „Ich will die Gürtel freimachen, damit die Jungs, die in der Reihe stehen, darum boxen können“, sagte der 39-Jährige. Zugleich betonte er, nicht zurückzutreten: „Ich verlasse den Sport nicht, denn ich habe noch meinen letzten Tanz.“ Die Ankündigung erfolgte nur einen Monat nach seinem umstrittenen technischen K.-o.-Sieg über den niederländischen Kickboxer Rico Verhoeven in Ägypten, bei dem er bis zur elften Runde nach Punkten zurückgelegen hatte und dennoch den WBC-Titel verteidigte.

Usyk, der in 25 Profikämpfen ungeschlagen ist (16 K.-o.-Siege), war bereits zweimal unumstrittener Weltmeister im Schwergewicht und zuvor im Cruisergewicht. Der Verzicht auf Titel gehört zu seiner Karrierestrategie: Im Juni 2024 gab er den IBF-Gürtel ab, um einen lukrativen Rückkampf gegen Tyson Fury zu ermöglichen, gewann ihn im Juli 2025 von Daniel Dubois zurück und legte wenige Monate später den WBO-Titel nieder. Seine prägendsten Siege feierte er gegen britische Schwergewichtler – jeweils zweimal bezwang er Anthony Joshua, Tyson Fury und Daniel Dubois. Aus deutscher Sicht rückt nun Agit Kabayel in den Mittelpunkt. Der World Boxing Council (WBC) mit Sitz in Mexiko-Stadt hatte den Bochumer als Pflichtherausforderer bestimmt und ein Duell mit Usyk offiziell angeordnet. Nach Informationen der Bild-Zeitung zeigte Usyks Team jedoch keine ernsthaften Verhandlungsabsichten; Kabayels Manager Lasse Krüger erklärte, es sehe nicht so aus, „als hätte Usyk Lust auf einen harten Arbeitstag mit Agit im Ring“. Mit der Titelniederlegung könnte der WBC den Interimschampion Kabayel nun zum vollwertigen Weltmeister erklären – er wäre der erste deutsche Schwergewichts-Champion seit Max Schmeling (1930–1932). Alternativ könnte der Verband einen Kampf um den vakanten Titel ansetzen. Wer Usyks Gegner für den angekündigten „letzten Tanz“ sein wird, ist offen. Eine Trilogie mit Fury gilt als unwahrscheinlich, da der Brite zunächst einen Aufbaukampf für das geplante Duell mit Joshua bestreiten will. Usyks Manager hatte bereits unter der Woche eine baldige Entscheidung in Aussicht gestellt; Spekulationen über einen Wechsel zu Dana Whites Zuffa Boxing halten sich. Für das Schwergewicht beginnt nun eine Phase der Neuordnung, in der gleich mehrere WM-Gürtel neu vergeben werden – und für den deutschen Boxsport winkt nach fast einem Jahrhundert wieder ein Weltmeister.

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