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Verteidigung & SicherheitFreitag, 3. Juli 2026

USA ziehen Spezialkräfte nach Anti-IS-Operation aus Nigeria ab – Geheimdienstkooperation bleibt

Nach der Tötung des weltweiten IS-Vizes in der Tschadsee-Region hat Washington den Grossteil der eigens dafür entsandten Truppen abgezogen, setzt aber die nachrichtendienstliche Zusammenarbeit mit Abuja fort.

Die Vereinigten Staaten haben den überwiegenden Teil der Militärkräfte, die sie für eine gemeinsame Operation gegen den Islamischen Staat im Nordosten Nigerias entsandt hatten, wieder aus dem Land abgezogen. Dies gab der Befehlshaber des US-Afrikakommandos (AFRICOM), General Dagvin Anderson, am Donnerstag am Rande einer Konferenz afrikanischer Verteidigungschefs in Luanda bekannt. Die im Mai durchgeführte Operation im Tschadsee-Becken hatte zur Tötung von Abu-Bilal al-Minuki geführt, der von Washington und Abuja als weltweite Nummer zwei der IS-Führung eingestuft wird. Nach Angaben des US-Kommandos bleibt eine bereits zuvor in Nigeria stationierte amerikanische Militärpräsenz bestehen, um auf Bitten der nigerianischen Regierung weiterhin nachrichtendienstliche Unterstützung und Ausbildung zu leisten.

Aus Washingtoner Sicht verkörpert der Einsatz ein Modell künftiger Sicherheitskooperation auf dem Kontinent. General Anderson erläuterte, der Ansatz beruhe darauf, afrikanischen Partnern die Führung von Sicherheitsoperationen zu überlassen und ihnen dabei gezielt spezialisierte amerikanische Fähigkeiten – insbesondere in den Bereichen Aufklärung und Logistik – zur Verfügung zu stellen. Die nigerianische Militärführung betonte ihrerseits, der Abzug der zusätzlich entsandten Kräfte werde die eigene operative Schlagkraft nicht beeinträchtigen. Ein Sprecher des Verteidigungshauptquartiers in Abuja stellte klar, dass es sich bei den abgezogenen Soldaten um jene rund 200 Mann gehandelt habe, die eigens für die begrenzte Mission in die Region verlegt worden seien; die grundlegende Partnerschaft mit Washington bleibe unverändert.

Die Operation hat nach Darstellung beider Seiten die Führungsstruktur des Islamischen Staates erheblich geschwächt. AFRICOM zufolge wurden nicht nur lokale Kommandeure ausgeschaltet, sondern auch die internationale Kommunikation und Rekrutierung der Organisation gestört. Der nigerianische Militärdruck habe zudem zu einer Zunahme von Überläufern und Kapitulationen unter den verbliebenen IS-Kämpfern im Nordosten geführt. Regionalbeobachter weisen darauf hin, dass die Dschihadistengruppe ihren Schwerpunkt in den vergangenen Jahren zunehmend nach Subsahara-Afrika verlagert hat, wobei der nigerianische Ableger als der mit Abstand aktivste gilt.

Die zeitlich befristete Truppenentsendung war im Februar nach einer von Präsident Donald Trump angeordneten Luftoperation am ersten Weihnachtstag erfolgt. Trump hatte den Einsatz mit dem Vorwurf begründet, Islamisten verfolgten gezielt Christen in Nigeria – eine Darstellung, die Abuja stets zurückwies und auf die komplexe, alle Bevölkerungsgruppen betreffende Gewaltdynamik verwies. Die nun abgeschlossene Mission unterstreicht aus Sicht europäischer Sicherheitskreise einen Trend zu zeitlich und inhaltlich eng umrissenen US-Interventionen, bei denen die operative Last bei den regionalen Streitkräften verbleibt. Die nachrichtendienstliche Kooperation soll fortgeführt werden; über Umfang und Dauer der verbleibenden US-Präsenz machten beide Seiten mit Verweis auf operationelle Erfordernisse keine näheren Angaben.

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USA ziehen Spezialkräfte nach Anti-IS-Operation aus Nigeria ab – Geheimdienstkooperation bleibt

Nach der Tötung des weltweiten IS-Vizes in der Tschadsee-Region hat Washington den Grossteil der eigens dafür entsandten Truppen abgezogen, setzt aber die nachrichtendienstliche Zusammenarbeit mit Abuja fort.

Die Vereinigten Staaten haben den überwiegenden Teil der Militärkräfte, die sie für eine gemeinsame Operation gegen den Islamischen Staat im Nordosten Nigerias entsandt hatten, wieder aus dem Land abgezogen. Dies gab der Befehlshaber des US-Afrikakommandos (AFRICOM), General Dagvin Anderson, am Donnerstag am Rande einer Konferenz afrikanischer Verteidigungschefs in Luanda bekannt. Die im Mai durchgeführte Operation im Tschadsee-Becken hatte zur Tötung von Abu-Bilal al-Minuki geführt, der von Washington und Abuja als weltweite Nummer zwei der IS-Führung eingestuft wird. Nach Angaben des US-Kommandos bleibt eine bereits zuvor in Nigeria stationierte amerikanische Militärpräsenz bestehen, um auf Bitten der nigerianischen Regierung weiterhin nachrichtendienstliche Unterstützung und Ausbildung zu leisten.

Aus Washingtoner Sicht verkörpert der Einsatz ein Modell künftiger Sicherheitskooperation auf dem Kontinent. General Anderson erläuterte, der Ansatz beruhe darauf, afrikanischen Partnern die Führung von Sicherheitsoperationen zu überlassen und ihnen dabei gezielt spezialisierte amerikanische Fähigkeiten – insbesondere in den Bereichen Aufklärung und Logistik – zur Verfügung zu stellen. Die nigerianische Militärführung betonte ihrerseits, der Abzug der zusätzlich entsandten Kräfte werde die eigene operative Schlagkraft nicht beeinträchtigen. Ein Sprecher des Verteidigungshauptquartiers in Abuja stellte klar, dass es sich bei den abgezogenen Soldaten um jene rund 200 Mann gehandelt habe, die eigens für die begrenzte Mission in die Region verlegt worden seien; die grundlegende Partnerschaft mit Washington bleibe unverändert.

Die Operation hat nach Darstellung beider Seiten die Führungsstruktur des Islamischen Staates erheblich geschwächt. AFRICOM zufolge wurden nicht nur lokale Kommandeure ausgeschaltet, sondern auch die internationale Kommunikation und Rekrutierung der Organisation gestört. Der nigerianische Militärdruck habe zudem zu einer Zunahme von Überläufern und Kapitulationen unter den verbliebenen IS-Kämpfern im Nordosten geführt. Regionalbeobachter weisen darauf hin, dass die Dschihadistengruppe ihren Schwerpunkt in den vergangenen Jahren zunehmend nach Subsahara-Afrika verlagert hat, wobei der nigerianische Ableger als der mit Abstand aktivste gilt.

Die zeitlich befristete Truppenentsendung war im Februar nach einer von Präsident Donald Trump angeordneten Luftoperation am ersten Weihnachtstag erfolgt. Trump hatte den Einsatz mit dem Vorwurf begründet, Islamisten verfolgten gezielt Christen in Nigeria – eine Darstellung, die Abuja stets zurückwies und auf die komplexe, alle Bevölkerungsgruppen betreffende Gewaltdynamik verwies. Die nun abgeschlossene Mission unterstreicht aus Sicht europäischer Sicherheitskreise einen Trend zu zeitlich und inhaltlich eng umrissenen US-Interventionen, bei denen die operative Last bei den regionalen Streitkräften verbleibt. Die nachrichtendienstliche Kooperation soll fortgeführt werden; über Umfang und Dauer der verbleibenden US-Präsenz machten beide Seiten mit Verweis auf operationelle Erfordernisse keine näheren Angaben.

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