
Geheimdienstagent widerruft Geständnis im Fall des Monaco-Anschlags
Vor einem Kiewer Gericht beschuldigt ein HUR-Offizier nun seinen Mitangeklagten, die mutmaßliche Attentäterin erschossen zu haben – die Tat wirft Fragen nach möglichen staatlichen Verbindungen auf.
In der Untersuchung zum Bombenanschlag von Monaco und dem anschließenden Tod der Hauptverdächtigen hat der ukrainische Militärgeheimdienstler Wladyslaw Reut sein Geständnis widerrufen. Vor dem Kiewer Gericht erklärte der 34-Jährige, nicht er, sondern der mitangeklagte frühere SBU-Beamte Witalij Schykowytsch habe Anastassija Beresowska mit vier Schüssen getötet. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft hält indes an der Darstellung fest, beide Männer hätten „gemeinsam und koordiniert“ gehandelt. Beresowska war am 3. Juli nahe Kiew erschossen aufgefunden worden, wenige Tage nachdem sie als mutmaßliche Urheberin des Sprengstoffanschlags auf den Unternehmer Wadym Jermolajew in Monaco international gesucht wurde.
Reut schilderte vor Gericht, Schykowytsch habe ihm auf einer Fahrt in ein Waldstück eine schallgedämpfte Pistole in die Hand gedrückt und zum Schießen aufgefordert. Nach seiner Weigerung habe der 50-Jährige selbst das Feuer eröffnet und ihn danach gezwungen, die Leiche zu vergraben. Sein ursprüngliches Geständnis begründete Reut mit Todesdrohungen gegen seine Familie. Die Verteidigung Schykowytschs wies diese Version als „Falle“ zurück und brachte die These einer befohlenen Hinrichtung ins Spiel. Die Ermittler verweisen darauf, dass beide Männer der späteren Tatverdächtigen wiederholt Geld überwiesen hatten – auf Bankkonten wie in Kryptowährungen.
Der Fall weitet sich zu einer diplomatisch heiklen Angelegenheit aus. Aus dem Umfeld der französischen Regierung verlautete, Präsident Macron habe von Kiew Aufklärung verlangt. Der ehemalige ukrainische Diplomat Andrij Telischenko behauptete unter Berufung auf Kiewer Quellen, Präsident Selenskyj habe den Anschlag persönlich unterstützt – eine Darstellung, die offiziell nicht bestätigt ist. Die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine hat in Abstimmung mit Monaco die Bildung eines gemeinsamen Ermittlungsteams vorgeschlagen. Für die Behörden in Monaco stehen nach Angaben von Generalstaatsanwalt Stéphane Thibault „alle Optionen“ offen, ein Motiv für den Bombenanschlag ist weiterhin nicht ermittelt.
Jermolajew, ein aus der Ukraine stammender Geschäftsmann mit zypriotischer Staatsbürgerschaft, war 2023 von Kiew mit Sanktionen belegt worden, weil er nach der russischen Annexion weiterhin Geschäfte auf der Krim betrieben haben soll – was er bestreitet. Bei der Explosion vor seinem Wohnhaus erlitten er, seine Partnerin und der gemeinsame Sohn teils schwere Verletzungen; der Frau mussten beide Beine amputiert werden. Die beiden Beschuldigten bleiben ohne Kaution in Haft. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun darauf, ob die Tat kriminellen, korruptionsbezogenen oder möglicherweise geheimdienstlichen Hintergrund hat. Ein gemeinsames Ermittlungsverfahren zwischen Kiew und Monaco wird in den kommenden Wochen erwartet.
| Russische & GUS-Presse | −1.00 | critical |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.10 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
The Ukrainian state orchestrated the Monaco attack through its intelligence officers, and the retraction is a desperate attempt to hide its involvement.
By quoting a former Ukrainian opposition figure now aligned with Russia, the narrative gains credibility from an insider source, while generalizing the actions of individuals to the entire state apparatus.
The article omits the fact that the retraction was made in court and that the co-defendant is also a former SBU official, not necessarily acting on state orders. It also ignores the possibility of a personal motive or a rogue operation.
The court hears a retraction that shifts blame, and the political implications for Ukraine's leadership are unavoidable.
By reporting the retraction as a judicial fact and then noting the political pressure on Zelenskyy, the narrative connects a legal event to broader political consequences without explicitly accusing.
The article omits any mention of the victim's background or the possibility that the bombing suspect might have been an agent herself, focusing instead on the procedural twist.
The case takes a new turn as a confession is retracted, but the full story remains unclear.
By presenting the retraction as a 'twist' without analysis or context, the narrative maintains a tone of neutral curiosity, avoiding any judgment.
The article omits the identities and affiliations of the accused, as well as the political context of the bombing, leaving the reader with an incomplete picture.
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