
Nach ukrainischen Angriffen: Kein Benzin für Zivilpersonen auf der Krim
Die russische Verwaltung stellt die Treibstoffabgabe an Privatleute und Unternehmen ein; Stromausfälle und Verkehrseinschränkungen verschärfen die Versorgungskrise auf der annektierten Halbinsel.
Am Sonntag hat die von Moskau eingesetzte Führung der Krim den Verkauf von Benzin und Diesel an Privatpersonen und Unternehmen vollständig ausgesetzt. Treibstoff werde nur noch an staatliche Stellen abgegeben, die das Funktionieren und die Sicherheit der Republik gewährleisten, erklärte Gouverneur Sergej Aksjonow. In Sewastopol gelten zudem für Montag und Dienstag Abgabesperren an Tankstellen. Zuvor hatte das ukrainische Militär in der Nacht zum Sonntag eigenen Angaben zufolge ein Öldepot in Kertsch sowie eine Transporteinrichtung in der Region Krasnodar angegriffen. Nach Behördenangaben kamen dabei fünf Menschen ums Leben, 29 wurden verletzt.
Aus Kiewer Sicht sind die Schläge Teil einer systematischen Kampagne, die Präsident Wolodymyr Selenskyj als „weitreichende Sanktionen“ gegen die russische Energieinfrastruktur bezeichnet. Der ukrainische Verteidigungsminister hatte zuvor das Ziel ausgegeben, die Krim in eine Insel zu verwandeln. Westliche Militärbeobachter werten die Strategie als zunehmend wirksam: Seit Mai seien rund 150 Drohnenangriffe auf Tankwagen, Transporte und Bahnverbindungen dokumentiert worden, die viele Nachschubwege unpassierbar gemacht hätten.
Die Maßnahmen treffen eine bereits angespannte Versorgungslage. Schon seit Wochen war Treibstoff rationiert, nun entfällt die zivile Abgabe ganz. Hinzu kommen partielle Stromausfälle wegen beschädigter Netze, die Einschränkung des öffentlichen Nahverkehrs auf die Tagesstunden, abgeschaltete Straßenbeleuchtung und ein Verbot von Massenveranstaltungen im Freien. Der Fährverkehr über die Straße von Kertsch wurde eingestellt. Die Halbinsel ist für Nachschub fast vollständig auf das russische Festland angewiesen.
Nach Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums wurden in der Angriffsnacht 239 ukrainische Drohnen abgeschossen. Laut dem Fachdienst Energy Intelligence ist infolge der anhaltenden Attacken rund ein Drittel der russischen Raffineriekapazität außer Betrieb. Die Eskalation reiht sich in eine beiderseitige Intensivierung der Luftangriffe ein, während die Waffenstillstandsverhandlungen seit Monaten stocken. Die Behörden auf der Krim kündigten an, über weitere Schritte auf dem Treibstoffmarkt zu einem späteren Zeitpunkt zu informieren; Kiew bekräftigte, die Angriffe auf die russische Energieversorgung fortzusetzen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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The coverage highlights civilian casualties from Ukrainian drone strikes on Crimea and the ensuing fuel shortage, with gas stations halting sales to the public. It portrays the attack as part of an intensified Ukrainian campaign to disrupt Russian supply lines.
The coverage frames the Ukrainian strike on Kerch port as a significant blow to Russian logistics, with civilian casualties. Some outlets highlight it as a justified response to Russian brutality, while others focus on the broader escalation of hostilities.
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