
Trump-treue Kandidaten dominieren Arizonas Vorwahlen – Wahlleugnung als zentrales Thema
Die Republikaner in Arizona nominierten für die Gouverneurs- und weitere Schlüsselämter Kandidaten, die den Wahlsieg Bidens 2020 bestreiten; die allgemeinen Wahlen im November könnten über die Kontrolle des Repräsentantenhauses und die Verwaltung der Präsidentschaftswahl 2028 entscheiden.
Bei den Vorwahlen der Republikaner in Arizona setzten sich am Dienstag flächendeckend Kandidaten durch, die von Präsident Donald Trump unterstützt werden und die Legitimität der Präsidentschaftswahl 2020 offen in Frage stellen. Der Kongressabgeordnete Andy Biggs gewann die Nominierung für das Gouverneursamt, Alexander Kolodin für das Amt des Secretary of State und Warren Petersen für den Posten des Attorney General. Alle drei hatten nach der Wahl 2020 Trumps unbegründete Betrugsvorwürfe verbreitet. Damit stehen in einem Bundesstaat, der für die Präsidentschaftswahl 2028 entscheidend sein könnte, nun Kandidaten auf dem Stimmzettel, die aus Sicht von Demokraten und Wahlrechtsexperten die Integrität künftiger Wahlen gefährden.
Aus Washingtoner Sicht wertete Trump die Ergebnisse als „kompletten Durchmarsch“ und Beleg für die anhaltende Mobilisierungskraft seiner Bewegung. Republikanische Strategen verweisen auf die hohe Zustimmung zu Trumps Agenda in der Basis und sehen in der Fokussierung auf Grenzsicherheit – Biggs präsentierte sich mit neuen CBP-Zahlen und dem Versprechen, Migranten vor Ausbeutung zu schützen – ein zugkräftiges Thema. Demokratische Kreise hingegen betonen, dass die Nominierung von Wahlleugnern für die drei Ämter, die unmittelbar für die Wahldurchführung zuständig sind, ein Risiko für demokratische Verfahren darstelle. Gouverneurin Katie Hobbs, die ohne Gegenkandidatin für die Demokraten antritt, warf Biggs vor, ihre eigene knappe Wahl 2022 nie anerkannt zu haben, und erhielt dabei Unterstützung von Cindy McCain, der Witwe des verstorbenen Senators John McCain.
Die Vorwahlergebnisse haben unmittelbare Folgen für die Mehrheitsverhältnisse im Repräsentantenhaus. Im 1. Kongressdistrikt, der als Wechselbezirk gilt, tritt der von Trump unterstützte frühere Football-Profi Jay Feely für die Republikaner an. Bei den Demokraten lag der Arzt und frühere Abgeordnete Amish Shah in der noch nicht endgültig ausgezählten Vorwahl vor der vom demokratischen Establishment favorisierten Marlene Galán-Woods. Der Sitz gilt als einer von drei bis fünf im ganzen Land, die über die Kontrolle der Kammer entscheiden könnten. Im 6. Distrikt kommt es zur Neuauflage des Duells zwischen dem republikanischen Amtsinhaber Juan Ciscomani und der Demokratin JoAnna Mendoza. Der Cook Political Report stufte das Gouverneursrennen zuletzt von „völlig offen“ auf „leichte demokratische Tendenz“ herab, verwies jedoch auf die polarisierende Wirkung von Biggs’ Wahlleugnung.
Arizona hat sich seit 2020 von einer republikanischen Hochburg zu einem der am stärksten umkämpften Bundesstaaten entwickelt. Zwar sind mehr Republikaner als Demokraten registriert, doch der hohe Anteil unabhängiger Wähler macht Prognosen schwierig. Die allgemeinen Wahlen am 3. November 2026 werden zeigen, ob die von Trump protegierten Kandidaten über die Parteibasis hinaus Mehrheiten gewinnen können. Für die Demokraten ist Arizona zentral, um die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückzuerobern; zugleich richten sich die Blicke bereits auf 2028, wenn die neu gewählten Amtsinhaber über die Zertifizierung der Präsidentschaftswahl mitentscheiden könnten.
| Lateinamerikanische Presse | +0.20 | neutral |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.50 | critical |
| Israelische Presse | −0.90 | critical |
Biggs positions himself as a border defender and the primaries affirm the strength of the conservative movement.
Direct quotation of Biggs is used as evidence of legitimacy and authority, without countering with criticism or peripheral scandals.
Sexual scandals, election denial, and ties to white supremacist figures are omitted, narrowing the debate to immigration alone.
The victories of Trump-backed candidates pose a threat to democratic institutions, as they champion election denial and extremism.
The narrative piles up controversial details (scandals, election denial) to build a picture of systemic danger, leveraging institutional credibility.
The political motivations of the winners and their electorate are absent, appearing only as objects of criticism.
Biggs is a public danger because of his sympathy for white supremacy and antisemitism; his victory is a moral defeat.
The direct association between Biggs and antisemitic figures (Stew Peters) serves to condemn him unconditionally, turning an electoral win into an ethical crisis.
Biggs’s policy platform beyond extremist ties, and the broader Republican electorate’s views, are not addressed.
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