
Trump: Iran „am Ende“ und keine Grenzen der Macht – Gespräche in Genf ausgesetzt
Nach dem Memorandum of Understanding mit Teheran beharrt der US-Präsident auf einem totalen militärischen Sieg, während technische Verhandlungen wegen iranischer Forderungen zu Libanon verschoben wurden.
Die Unterzeichnung eines Memorandums of Understanding (MoU) zwischen den USA und Iran hat unmittelbar zu widersprüchlichen Deutungen und einer Aussetzung der geplanten technischen Gespräche geführt. US-Präsident Donald Trump erklärte auf seiner Plattform Truth Social sowie in einem Interview mit Axios, der Krieg habe Iran „erledigt“ und das Abkommen komme einer bedingungslosen Kapitulation gleich. Gleichzeitig teilte das Schweizer Außenministerium mit, die für Freitag vorgesehene erste Runde der Fachverhandlungen sei verschoben worden. Aus Diplomatenkreisen verlautete, Teheran fordere Garantien für ein Ende der israelischen Militäroperationen gegen die Hisbollah im Libanon, bevor die Gespräche fortgesetzt werden könnten.
Aus Washingtoner Sicht prallen gegensätzliche Bewertungen des Abkommens aufeinander. Trump betonte, die USA hätten Iran „militärisch vollständig besiegt“ und das MoU sei „wahrscheinlich eine bedingungslose Kapitulation“. Er schloss jegliche Finanzhilfen aus: „Sie bekommen kein Geld, nicht einmal zehn Cent.“ Zudem wies er die Vorstellung zurück, der Konflikt habe Grenzen seiner Macht aufgezeigt: „Es gibt keine Grenzen.“ Führende Demokraten wie Senator Chuck Schumer nannten das Abkommen dagegen ein „Versagen“ und warnten vor einem 300-Milliarden-Dollar-Paket für den Wiederaufbau Irans. Auch republikanische Senatoren wie Bill Cassidy äußerten scharfe Kritik; Cassidy sagte, Iran sei gestärkt, die USA geschwächt hervorgegangen.
In Teheran fiel die Reaktion verhalten aus. Irans oberster Führer Mojtaba Khamenei erklärte, er habe dem Abkommen aus prinzipiellen Gründen ablehnend gegenübergestanden, jedoch Präsident Massud Peseschkian die Unterzeichnung gestattet, nachdem ihm Zusicherungen zum Schutz nationaler Interessen und der „Widerstandsfront“ gegeben worden seien. Die iranische Forderung nach Garantien für ein Ende der Kämpfe im Libanon unterstreicht, dass regionale Stellvertreterkonflikte für Teheran zentral bleiben. Die selbsternannte iranische „Aufsichtsbehörde für die Straße von Hormus“ kündigte an, während der 60-tägigen Waffenruhe keine Gebühren für die Durchfahrt zu erheben, verlangt aber Anträge mit 48-stündiger Vorlaufzeit.
Das MoU umfasst 14 Bestimmungen, darunter die freie Passage durch die Straße von Hormus, die Beendigung der US-Seeblockade und den Zugang Irans zu Finanzierungen von mindestens 300 Milliarden Dollar, wobei die Aufhebung bestehender Sanktionen an ein noch auszuhandelndes endgültiges Abkommen geknüpft ist. Analysten in Europa weisen darauf hin, dass die ursprünglichen US-Forderungen – Einstellung der Urananreicherung, Abgabe von Vorräten und Demontage von Nuklearanlagen – im MoU nicht durchgesetzt wurden. Trump selbst räumte ein, eine Fortsetzung des Krieges hätte die Straße von Hormus geschlossen gehalten und eine weltweite Wirtschaftskrise auslösen können. Die nächsten Schritte bleiben ungewiss: Die technischen Gespräche sind ausgesetzt, und die 60-Tage-Frist für ein umfassendes Abkommen läuft, während die regionale Lage durch die anhaltenden Spannungen zwischen Israel und der Hisbollah belastet wird.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Trump behauptet, seine Macht habe keine Grenzen, doch das Iran-Abkommen, das er unterzeichnet hat, ist weit begrenzter als die von ihm geforderte bedingungslose Kapitulation und setzt 300 Milliarden Dollar für Teheran frei. Die Presse stellt dies als Widerspruch dar und deutet an, dass er keine Lektion über die Grenzen amerikanischer Macht gelernt hat.
Trump erklärt, seine Macht habe keine Grenzen, nennt das Iran-Abkommen eine totale militärische Niederlage und fügt hinzu, Netanyahu müsse bei Verstand gehalten werden. Die Presse rahmt dies als Zurschaustellung grenzenloser Hybris und verweist auf republikanische Kritik an dem begrenzten Abkommen.
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