
Israel und Hisbollah vereinbaren Waffenruhe unter Vermittlung der USA
Die von Washington und Katar vermittelte Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah tritt am Freitagnachmittag in Kraft und soll das brüchige regionale Abkommen zwischen den USA und Iran absichern.
Israel und die libanesische Hisbollah haben sich nach Vermittlung der Vereinigten Staaten und Katars auf eine Waffenruhe verständigt. Ein hoher amerikanischer Regierungsvertreter bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, die Feuerpause trete am Freitag um 16 Uhr Ortszeit in Kraft. Zuvor hatte Washington Teheran über Mittelsmänner versichert, Israel werde seine Angriffe nicht fortsetzen; die nächtlichen Schläge gegen mehr als 80 Ziele seien die abschließende Reaktion auf einen Hisbollah-Hinterhalt, bei dem vier israelische Soldaten, darunter ein Bataillonskommandeur, getötet wurden. Nach libanesischen Angaben forderten die israelischen Luftangriffe mindestens 18 Todesopfer.
Aus israelischer Regierungsperspektive wird die Waffenruhe von widersprüchlichen Signalen begleitet. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte noch am Freitag an, die Streitkräfte würden der Hisbollah einen „sehr hohen Preis“ abverlangen, und bekräftigte, die Truppen blieben so lange in der selbst deklarierten Sicherheitszone im Südlibanon, wie es zum Schutz der nordisraelischen Siedlungen erforderlich sei. Der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, rief öffentlich dazu auf, „der ganze Libanon müsse brennen“. In Teheran verurteilte das Außenministerium die israelischen Angriffe und machte Washington direkt verantwortlich; zugleich bestand Iran auf Garantien für ein Ende der Feindseligkeiten im Libanon als Voraussetzung für die Fortsetzung der Gespräche mit den Vereinigten Staaten.
Die Waffenruhe ist eine unmittelbare Belastungsprobe für das am Mittwoch unterzeichnete Memorandum zwischen Washington und Teheran, das eine sofortige und dauerhafte Einstellung aller Kampfhandlungen – auch an der libanesischen Front – sowie die Achtung der territorialen Integrität des Libanon vorsieht. Die von Israel veröffentlichte Karte einer etwa zehn Kilometer tiefen Sicherheitszone und Netanjahus Weigerung, einem amerikanischen Rückzugsappell nachzukommen, stehen dazu in offenem Widerspruch. Gleichzeitig signalisierte die selbsternannte iranische Aufsichtsbehörde für die Straße von Hormus, dass sie während der vereinbarten sechzigtägigen Frist keine Durchfahrtsgebühren erheben werde – ein Hinweis darauf, dass Teheran die maritime Sicherheitslage an die Einhaltung der Waffenruhe knüpft.
Die Vermittlung erfolgt vor dem Hintergrund monatelanger Kämpfe, die mit der Eröffnung einer Hisbollah-Front aus Solidarität mit Iran nach dem Beginn des regionalen Kriegs Ende Februar eskaliert waren. US-Präsident Donald Trump hatte Netanjahu wiederholt öffentlich kritisiert und als „verrückt“ bezeichnet, weil Israel Wohnhäuser in Beirut bombardiere. Die für Freitag in der Schweiz geplanten amerikanisch-iranischen Verhandlungen wurden nach der jüngsten Gewaltrunde ausgesetzt. Ob die Waffenruhe hält und den Weg für eine Wiederaufnahme der Gespräche ebnet, hängt nun davon ab, ob beide Seiten die Feuerpause einhalten und die israelische Militärpräsenz im Südlibanon nicht zu neuen Konfrontationen führt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Israelische Medien berichten, dass eine Waffenruhe mit der Hisbollah am Freitag um 16 Uhr in Kraft treten soll, so ein US-Beamter. Das Abkommen wurde von den USA und Katar mit iranischer Hilfe vermittelt, und Washington versicherte Teheran, dass Israel seine Angriffe einstellen werde. Die Meldung wird mit Vorsicht aufgenommen, da sie nach einem Feuergefecht kommt und eine israelische Bestätigung fehlt.
Arabische Medien berichten, dass eine Waffenruhe im Südlibanon nach einem Tag massiver israelischer Bombardements mit 30 libanesischen Toten und vier getöteten israelischen Soldaten verkündet wurde. Die für 16 Uhr angesetzte Waffenruhe wird als direkte Folge der intensiven Gewalt dargestellt, wobei die libanesische Seite die schwerste Last trägt. Die Darstellung betont das Blutvergießen und zeigt den Waffenstillstand als notwendigen Stopp der israelischen Aggression.
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