
Trump verhängt Seeblockade gegen Iran und erhebt 20-Prozent-Abgabe im Golf
Die USA reaktivieren die Seeblockade gegen iranische Häfen und verlangen künftig eine Abgabe auf alle Frachten im Persischen Golf – Teheran droht mit regionalem Flächenbrand.
Präsident Donald Trump hat am Montag die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen den Iran sowie eine Abgabe in Höhe von 20 Prozent auf sämtliche Frachtgüter angekündigt, die den strategisch zentralen Persischen Golf passieren. In einer Mitteilung auf seiner Plattform Truth Social erklärte Trump, die Vereinigten Staaten würden fortan als „Wächter der Straße von Hormus“ auftreten und die Kosten für die Sicherung der Wasserstraße durch eine pauschale Umlage auf alle transportierten Waren decken. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) bestätigte, dass die Blockademaßnahmen am Dienstag um 16:00 Uhr Ortszeit Washington wieder in Kraft treten. Die Ankündigung ließ die Rohölpreise um bis zu fünf Prozent steigen, während die Zahl der Schiffsbewegungen durch die Meerenge nach Angaben von Tracking-Diensten auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen fiel.
Aus Washingtoner Sicht stellt die Maßnahme eine Reaktion auf die jüngste Eskalation dar, bei der iranische Kräfte nach Darstellung des Pentagons mehrfach Handelsschiffe attackiert und die Wasserstraße für nicht genehmigte Durchfahrten gesperrt hatten. Trump warf Teheran vor, ein bereits ausgehandeltes Abkommen gebrochen zu haben, und kündigte an, den Iran „sehr hart“ zu treffen. Zugleich betonte er, dass die Blockade ausschließlich iranische Schiffe und deren Kunden betreffe; alle anderen Nationen hätten freien Zugang. In Teheran wies das gemeinsame Militärkommando Chatam al-Anbiya die US-Ansprüche umgehend zurück. Ein Sprecher erklärte, man werde keine Einmischung der Vereinigten Staaten in die Verwaltung der Straße von Hormus dulden und jede Kooperation mit Washington als kriegerischen Akt gegen die iranische Souveränität werten. Die Revolutionsgarden bekräftigten, die Wasserstraße bleibe geschlossen, bis die amerikanischen Militärinterventionen endeten.
Die faktischen Folgen der Ankündigung sind weitreichend. Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) stellte klar, dass es keine völkerrechtliche Grundlage für verbindliche Durchfahrtsgebühren in internationalen Wasserstraßen gebe. Bereits in den Wochen zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio öffentlich erklärt, kein Staat dürfe auf einer internationalen Schifffahrtsroute Zölle oder Gebühren erheben. Die nun von Trump verfügte Abgabe würde bei einem voll beladenen Supertanker nach Berechnungen von Branchendiensten etwa 32 Millionen Dollar betragen – ein Vielfaches der zuvor von Iran erhobenen Gebühren. Gleichzeitig belastet die Rückkehr zur Blockade die ohnehin angespannte Logistik im Nahen Osten und droht, die globalen Energiekosten weiter in die Höhe zu treiben.
Die Entwicklung markiert das vorläufige Ende des am 15. Juni unterzeichneten Memorandums of Understanding, das eine 60-tägige Waffenruhe und die schrittweise Öffnung der Straße von Hormus vorsah. Aus Teheraner Sicht hatte Washington die Vereinbarung von Beginn an verletzt, indem es Schiffe auf eine südliche Route nahe der omanischen Küste drängte. Das iranische Außenministerium erklärte, man werde die eigenen Verpflichtungen nur so lange einhalten, wie die Gegenseite dies ebenfalls tue. Vermittlungsversuche Katars, Pakistans und Omans blieben bislang ohne greifbares Ergebnis. Mit der Wiederaufnahme der Blockade und der Erhebung der Frachtabgabe steuert der Konflikt auf eine neue Stufe der Konfrontation zu, während die diplomatischen Kanäle zunehmend blockiert erscheinen.
| Iranische & verwandte Presse | −0.90 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Russische & GUS-Presse | −0.30 | critical |
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
Iran denounces US claims as an aggressive and illegitimate fantasy, accusing Trump of seeking to impose unilateral control.
It uses strongly accusatory language and labels the US government as 'terrorist' to delegitimize any claim.
Omits any reference to Iranian military actions that might have provoked the US response.
The United States claims control of the strait and demands payment, as reported by Atlantic media.
It presents Trump's statements as direct quotes without commentary, creating an impression of objectivity and detachment.
Does not include the context of Iranian claims over control of the strait.
Russia views US claims with skepticism, highlighting the lack of clarity on payments and the unilateral nature.
It highlights gaps in Trump's statements and the fact that the US acts without international mandate, insinuating doubts about legitimacy.
Does not mention that the US has historically ensured strait security without demanding payment.
Gulf states express concern over Trump's statements and seek regional solutions for strait security.
It balances Trump's threats with Iranian diplomatic efforts, presenting the situation as a crisis requiring a multilateral approach.
Does not delve into Trump's accusations of Iranian agreement violations.
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