
Messi unter Tränen: Familie bestätigt Erkrankung des Vaters und verurteilt Falschmeldungen
Nach Lionel Messis emotionalem Auftritt beim WM-Auftakt hat seine Familie den Gesundheitszustand von Vater Jorge offengelegt und scharf gegen die Verbreitung unbestätigter Gerüchte protestiert.
Die Bilder gingen um die Welt: Lionel Messi, der soeben das erste Tor für Argentinien bei der Weltmeisterschaft 2026 erzielt hatte, wischte sich mit dem Trikot die Tränen aus dem Gesicht. Was zunächst als Moment der sportlichen Rührung erschien, entpuppte sich als Ausdruck einer tiefen privaten Sorge. Am Donnerstag bestätigte die Familie des Ausnahmefußballers in einer offiziellen Mitteilung, dass sich sein Vater Jorge Messi in ärztlicher Behandlung befindet. Der 68-Jährige, der seit Jahrzehnten als Manager und engster Berater an der Seite seines Sohnes steht, leide an einer nicht näher bezeichneten Erkrankung, erhole sich jedoch „unter medizinischer Aufsicht und mache innerhalb seines Zustandsbildes Fortschritte“.
Die Erklärung war auch eine Reaktion auf eine Welle von Spekulationen und Falschmeldungen, die vor allem in argentinischen Medien und sozialen Netzwerken kursierten. Eine Moderatorin des Senders Luzu TV hatte am selben Tag live den Tod von Jorge Messi verkündet, was umgehend dementiert wurde. Die Familie zeigte sich „zutiefst bestürzt über den Mangel an Sensibilität, Respekt und Anstand“, mit dem eine streng private Angelegenheit behandelt worden sei. Aus Buenos Aires und Rosario war zuvor über eine Verschlechterung des seit Monaten angeschlagenen Gesundheitszustands berichtet worden; der Journalist Eduardo Feinmann von Radio Mitre sprach von einer „schweren Erkrankung“, die sich in der Woche vor dem Turnierbeginn zugespitzt habe. Die Familie stellte klar, dass nur der engste Kreis über verlässliche Informationen verfüge und jede nicht von ihr selbst stammende Version als ungültig zu betrachten sei.
Internationale Beobachter richteten den Blick rasch auf die möglichen Folgen für den Turnierverlauf. Während Messi mit seinem Hattrick gegen Algerien den deutschen Rekordtorschützen Miroslav Klose mit 16 WM-Toren egalisierte und Argentinien als Titelverteidiger einen souveränen Start hinlegte, fragen sich Kommentatoren von CNN Brasilien bis zur australischen ABC, ob der Kapitän das Turnier für einen Familienbesuch unterbrechen könnte. Die FIFA-Regularien erlauben es Spielern, das Trainingslager in persönlichen Notfällen zu verlassen – ein Präzedenzfall war Raheem Sterling bei der WM 2022. Die argentinische Delegation in Kansas City hält sich bedeckt, doch Messis Worte nach dem Spiel, er habe „schwierige, komplizierte Tage“ durchlebt und sei seinen Teamkollegen dankbar, deuten auf eine enorme psychische Belastung hin.
Für das deutschsprachige Publikum gewinnt der Fall zusätzliche Dimensionen durch die unmittelbare sportliche Konkurrenz. Österreich trifft am Montag in Dallas auf Argentinien, und die Frage, ob ein emotional angeschlagener, aber historisch motivierter Messi die Partie prägen wird, beschäftigt die hiesige Sportberichterstattung. Die „Süddeutsche Zeitung“ und „Bild“ griffen die Familienstimmung auf und betonten die enge Bindung zwischen Vater und Sohn, die von der gemeinsamen Auswanderung nach Barcelona bis zu den Millionenverträgen reicht. Jorge Messi war es, der einst die Behandlung des Wachstumshormonmangels seines Sohnes organisierte und damit den Grundstein für eine beispiellose Karriere legte.
Die Familie appellierte an „Verantwortung, Umsicht und Menschlichkeit“ und bat darum, die Privatsphäre in dieser Phase zu wahren. Weitere Mitteilungen würden ausschließlich über die offiziellen Kanäle erfolgen. Für Argentinien steht nun nicht nur die sportliche Mission der Titelverteidigung im Fokus, sondern auch der sensible Umgang mit der menschlichen Seite seines größten Stars. Messi selbst hat auf dem Platz bewiesen, dass er selbst in persönlichen Krisen Höchstleistungen abrufen kann – doch die Ungewissheit über den Gesundheitszustand seines Vaters wird die Mannschaft und die weltweite Fangemeinde bis auf Weiteres begleiten.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Messi's Tränen nach dem Tor gegen Algerien offenbarten tiefe Sorge um die Gesundheit seines Vaters Jorge, der in ernstem Zustand im Krankenhaus liegt. Die Familie wahrt strikte Privatsphäre, doch die argentinische Presse betont die entscheidende Rolle des Vaters in der Karriere des Champions und die erbrachten Opfer. Die Emotion des Kapitäns vereint das Land in einer Mischung aus Alarm und Stolz.
Messi's Tränen gegen Algerien verbergen mehr als nur ein Familienproblem, deutet die arabische Presse an. Der Artikel äußert Zweifel an der offiziellen Version und legt nahe, dass hinter der Emotion verborgene Drücke oder nicht offengelegte Dynamiken stecken könnten. Der Ton ist skeptisch, mit einer Spur Ironie gegenüber der Verletzlichkeit, die ausgerechnet gegen eine arabische Mannschaft gezeigt wurde.
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