
Die unberührten Millionen der Daveigh Chase: Ein Kinderstar, der sein Vermögen nie antastete
Jahrelang stapelten sich die Benachrichtigungen über nicht eingelöste Tantiemen – die Stimme von Lilo und das Gesicht des Schreckens aus „The Ring“ hinterließ ein Vermögen und eine umstrittene Spendenkampagne.
Jahrelang trafen in John Ryans Büro die Schreiben des Schauspielerverbands SAG-AFTRA ein. Immer wieder meldeten die standardisierten Formulare, dass Schecks bereitlagen – Tantiemen aus einem Vertrag, den ein achtjähriges Mädchen 2002 für einen Disney-Film unterzeichnet hatte. Die Beträge summierten sich, wie Ryan später dem „The California Post“ sagte, auf „Millionen“. Doch die Empfängerin, Daveigh Chase, rührte das Geld nie an. Die Schecks blieben unberührt, während die Benachrichtigungen in Ryans Büro zu einer stillen Chronik des Verschwindens wurden.
Die Frau, der dieses Vermögen zustand, starb am 17. Juni 2026 mit 35 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles. Die Todesursache, bestätigt von ihrem Manager und dem Magazin TMZ, war eine Sepsis, ausgelöst durch Meningitis und schwere Blutinfektionen, denen eine extreme Mangelernährung vorausgegangen war. Chase hatte einst den Figuren ihre Stimme und ihre Gestalt geliehen, die für eine ganze Generation Kindheit und Albtraum zugleich bedeuteten: Lilo, das hawaiianische Mädchen aus „Lilo & Stitch“, und Samara Morgan, das unheimliche Wesen aus dem Horrorfilm „The Ring“. Auch der englischen Fassung von Hayao Miyazakis „Chihiros Reise ins Zauberland“ lieh sie ihre Stimme. Mit zwölf Jahren war sie ein Star, ausgezeichnet mit einem Annie Award, eingebrannt ins popkulturelle Gedächtnis.
Der Vertrag, den ihre Eltern damals schlossen, sah keine einmalige Gage vor, sondern einen Anteil an den Lizenzerlösen – von Merchandise-Artikeln bis zu Attraktionen in Themenparks. Dieses Modell der residualen Vergütung, im US-Filmsystem üblich, sollte ihr ein lebenslanges Einkommen sichern. Doch Chase zog sich 2016 aus der Branche zurück, und was folgte, war nach Darstellung ihres langjährigen Managers und Freundes John Ryan ein jahrelanger Abstieg in die Abhängigkeit von Heroin und Fentanyl. Ryan schilderte gegenüber mehreren US-Medien, wie er gemeinsam mit der Halbschwester der Schauspielerin monatelang nach ihr suchte, einen Privatdetektiv einschaltete und Ende 2025 ein Video erhielt, das Chase in einem Zelt im berüchtigten Skid Row-Viertel von Los Angeles zeigte – körperlich stark gezeichnet. Ein Plan, sie in eine Klinik nach Costa Rica zu bringen, scheiterte, weil sie kurz vor der Abholung erneut verschwand.
Unmittelbar nach dem Tod entbrannte ein Streit um eine Spendenkampagne auf GoFundMe. Roy Hernandez, der sich als Lebensgefährte der Verstorbenen ausgibt, hatte die Seite noch zu Lebzeiten eingerichtet, um Behandlungskosten und die spätere Bestattung zu finanzieren. Aus dem Umfeld der Familie und des Ex-Managers kamen scharfe Vorwürfe: Ryan erklärte gegenüber „Deadline“, die Familie trage sämtliche Kosten selbst, die Kampagne sei nicht autorisiert, und Hernandez habe die Angehörigen nicht rechtzeitig über den kritischen Zustand informiert. Hernandez wies dies gegenüber TMZ als „absolut falsch“ zurück. Die Familie kontaktierte GoFundMe, um die Seite zu melden, und rief öffentlich dazu auf, nicht zu spenden. Während die Auseinandersetzung andauert, ruht das eigentliche Vermögen der Schauspielerin weiterhin bei der Verwertungsgesellschaft. Ryans Angaben zufolge könnte nun der Vater die nie eingelösten Schecks entgegennehmen – eine stumme Hinterlassenschaft, die das Leben der Künstlerin überdauert hat, ohne es je zu berühren.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der Tod von Daveigh Chase hat eine Kontroverse um eine von ihrem Freund gestartete Spendenaktion ausgelöst. Der ehemalige Manager verurteilte die Initiative und erklärte, die Familie trage bereits alle Kosten, und forderte die Öffentlichkeit auf, nicht zu spenden.
Daveigh Chase starb im Alter von 35 Jahren an Meningitis und Sepsis infolge schwerer Unterernährung und hinterließ ein Vermögen in nicht eingelösten Schecks. Ihr ehemaliger Manager enthüllte, dass sie in die Sucht abgerutscht war und nie von dem Geld wusste, was die tragische Ironie ihrer letzten Tage unterstreicht.
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