
WM-Auftakt überschattet: Kameramann nach Kollision mit Usbekistans Khusanov verletzt
Ein Zusammenstoß zwischen Abdukodir Khusanov und einem TV-Mitarbeiter sorgte beim Gruppenspiel Kolumbien gegen Usbekistan für einen medizinischen Zwischenfall – und wirft Fragen zur Sicherheit am Spielfeldrand auf.
Die Bilder gingen um die Welt: In der 34. Minute des WM-Gruppenspiels zwischen Kolumbien und Usbekistan im Estadio Azteca von Mexiko-Stadt sprintete der usbekische Verteidiger Abdukodir Khusanov mit vollem Einsatz an die Seitenlinie, um einen Vorstoß von Luis Díaz zu unterbinden. Der 22-jährige Profi von Manchester City traf dabei nicht nur den kolumbianischen Flügelstürmer, sondern prallte ungebremst in einen Kameramann, der die Szene filmte. Während Díaz und Khusanov nach dem Zusammenstoß rasch wieder auf die Beine kamen, blieb der Medienmitarbeiter mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden sitzen. Schiedsrichter Anthony Taylor zeigte Khusanov die Gelbe Karte für das Foul an Díaz – doch die Aufmerksamkeit des Publikums und der weltweiten Berichterstattung galt längst dem verletzten Mann hinter der Linie.
Das Spiel selbst, das erste in der Gruppe K dieser WM, endete mit einem 3:1-Sieg der favorisierten Kolumbianer. Daniel Muñoz brachte die Südamerikaner in der 40. Minute in Führung, Abbosbek Fayzullaev glich kurz nach der Pause für Usbekistan aus, ehe Luis Díaz (65.) und Jáminton Campaz in der neunten Minute der Nachspielzeit den Endstand herstellten. Aus usbekischer Sicht war das Debüt auf der großen WM-Bühne dennoch achtbar, auch wenn Khusanovs rustikale Spielweise mehrfach auffiel. Der Verteidiger blieb nach dem Zwischenfall auf dem Platz und kassierte im weiteren Verlauf weitere Fouls, während sein unfreiwilliges Opfer abtransportiert wurde.
Wie übereinstimmend aus lateinamerikanischen, europäischen und asiatischen Medien berichtet wurde, erlitt der Kameramann eine Beinverletzung und konnte seine Arbeit nicht fortsetzen. Sanitäter versorgten ihn minutenlang an der Seitenlinie; anschließend verließ er das Stadion hinkend und wurde in einen Krankenwagen gebracht. Der schwedische Kommentator Niklas Jarelind von TV4 äußerte live die Hoffnung, dass „alles gut gegangen“ sei. In Kolumbien und Argentinien machten derweil Memes die Runde, die den Vorfall mit der Euphorie über den Auftaktsieg vermengten. Die italienische La Repubblica betonte, Khusanov habe sich noch vor Erhalt der Verwarnung nach dem Zustand des Kameramanns erkundigt – eine Geste, die in den sozialen Netzwerken unterschiedlich aufgenommen wurde.
Der Vorfall lenkt den Blick auf ein oft übersehenes Risiko moderner Fußballübertragungen. Kameraleute arbeiten unmittelbar an der Auslinie, nur durch schmale Werbebanden und ihre eigene Konzentration geschützt. Mit der zunehmenden Athletik und Geschwindigkeit des Spiels wächst die Gefahr solcher Kollisionen. Für die Ausrichter der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada sowie für künftige Großereignisse im deutschsprachigen Raum – etwa die Europameisterschaft 2024 in Deutschland – stellt sich die Frage, ob die bestehenden Sicherheitsabstände und Schutzmaßnahmen ausreichen. Der Zusammenstoß von Mexiko-Stadt wird als mahnendes Beispiel in die Planungen einfließen, während Usbekistans Khusanov seinen unglücklichen WM-Einstand sportlich wie medial kaum vergessen dürfte.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Usbekistans WM-Debüt wurde von einem ungeschickten Tackling des Verteidigers Khusanov überschattet, der einen Kameramann am Spielfeldrand umriss. Trotz des Vorfalls gewann Kolumbien mit 3:1 und übernahm die Tabellenführung, was eine Flut von Memes auslöste.
Ein kurioser Moment prägte das Spiel Usbekistan-Kolumbien: Manchester-City-Verteidiger Khusanov schlug versehentlich einen Kameramann am Spielfeldrand k.o. Das Spiel endete 3:1 für Kolumbien, doch der Vorfall ging wegen seiner Einzigartigkeit viral.
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