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Justiz & RechtFreitag, 19. Juni 2026

Berufungsgericht bestätigt Prozess gegen Hakimi wegen Vergewaltigungsvorwurfs

Das Verfahren gegen den marokkanischen Nationalspieler und PSG-Profi wird vor dem Strafgericht von Hauts-de-Seine eröffnet; ein Termin ist noch nicht festgesetzt.

Die Appellationskammer des Gerichts von Versailles hat am Freitag den Einspruch Achraf Hakimis verworfen und damit den Weg für ein Strafverfahren wegen Vergewaltigung freigemacht. Die französische Justiz folgt damit der Linie der Ermittlungsrichterin und der Staatsanwaltschaft Nanterre, die bereits im Februar die Eröffnung des Hauptverfahrens angeordnet hatten. Hakimi, der sich mit der marokkanischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten befindet, reagierte wenige Stunden vor dem Gruppenspiel gegen Schottland auf der Plattform X: Er sehe sich als „leichtes Ziel“ und habe jahrelang geschwiegen, nun warte er „ungeduldig“ auf die Verhandlung, um endlich sprechen zu können.

Die Verteidigung des 27‑Jährigen, angeführt von Anwältin Fanny Colin, betont, die Bestätigung der Anklagezulassung bedeute keinen Schuldspruch. Colin verweist auf eine Vielzahl entlastender Elemente, darunter Widersprüche in den Aussagen der Klägerin, deren Weigerung, sich gynäkologischen und psychologischen Untersuchungen zu unterziehen, sowie auf Nachrichten, die aus Sicht der Verteidigung auf eine versuchte Erpressung hindeuten. Der marokkanische Anwaltsclub schloss sich dieser Darstellung an und sprach von einer „verblüffenden materiellen Leere“ der Vorwürfe. Demgegenüber wertet Rachel-Flore Pardo, Anwältin der Klägerin, die Entscheidung als „Erleichterung und Hoffnung“ für ihre Mandantin, die sich über drei Jahre lang verleumdet und durch den Schmutz gezogen gesehen habe. Die unter dem Pseudonym Jeanne auftretende Frau hatte gegenüber Mediapart erklärt, sie wolle einen Prozess, um sich zu verteidigen und gehört zu werden.

Für den Fortgang des Turniers hat der Beschluss keine unmittelbaren Folgen: Hakimi kann weiterhin für Marokko auflaufen, da keine Reisebeschränkungen verhängt wurden. Sollte das Team jedoch die K.-o.-Phase erreichen und Partien in Kanada oder Mexiko bestreiten müssen, könnte sich die Lage ändern. Die kanadischen Einreisebestimmungen erlauben die Zurückweisung von Personen, die einer Straftat beschuldigt oder verurteilt wurden. Ein Präzedenzfall liegt vor: Dem ghanaischen Mittelfeldspieler Thomas Partey, dem in Großbritannien sieben Fälle von Vergewaltigung zur Last gelegt werden, war die Einreise nach Kanada verweigert worden, wodurch er das Auftaktspiel Ghanas verpasste.

Das Verfahren geht auf eine Anzeige vom Februar 2023 zurück. Eine damals 24‑Jährige hatte bei der Polizei in Nogent-sur-Marne erklärt, sie habe Hakimi über Instagram kennengelernt und sei in seine Wohnung in Boulogne-Billancourt gefahren, wo es gegen ihren Willen zu sexuellen Handlungen gekommen sei. Der Spieler wurde im März 2023 unter richterliche Aufsicht gestellt. Die Ermittlungen umfassen Chatverläufe, Zeugenaussagen – darunter eine Stellungnahme von Kylian Mbappé, der in der Tatnacht mit Hakimi kommuniziert hatte – sowie psychologische Gutachten. Ein Termin für die Hauptverhandlung vor dem Département-Strafgericht Hauts-de-Seine ist noch nicht anberaumt. Die Verteidigung kann binnen drei Monaten Kassationsbeschwerde einlegen, hat sich dazu jedoch nicht geäußert.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Achraf Hakimi begrüßt den Prozess als Gelegenheit, die aus seiner Sicht falsche Anschuldigung öffentlich zu widerlegen. Seine Verteidigung hebt hervor, dass das Gericht selbst festgestellt habe, der Fall würde nicht existieren, wäre er nicht prominent. Der Spieler äußert Ungeduld, endlich sprechen zu können.

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Das Berufungsgericht hat bestätigt, dass der marokkanische Star wegen Vergewaltigung vor Gericht muss – eine Entscheidung, die fällt, während er sein Team bei der WM als Kapitän anführt. Exklusive Berichte rekonstruieren die Nacht des mutmaßlichen Übergriffs und stellen die Versionen beider Seiten dar. Der Fall wird als 'sehr ernst' beschrieben, Karriere und Ruf des Spielers stehen auf dem Spiel.

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Freitag, 19. Juni 2026

Berufungsgericht bestätigt Prozess gegen Hakimi wegen Vergewaltigungsvorwurfs

Das Verfahren gegen den marokkanischen Nationalspieler und PSG-Profi wird vor dem Strafgericht von Hauts-de-Seine eröffnet; ein Termin ist noch nicht festgesetzt.

Die Appellationskammer des Gerichts von Versailles hat am Freitag den Einspruch Achraf Hakimis verworfen und damit den Weg für ein Strafverfahren wegen Vergewaltigung freigemacht. Die französische Justiz folgt damit der Linie der Ermittlungsrichterin und der Staatsanwaltschaft Nanterre, die bereits im Februar die Eröffnung des Hauptverfahrens angeordnet hatten. Hakimi, der sich mit der marokkanischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten befindet, reagierte wenige Stunden vor dem Gruppenspiel gegen Schottland auf der Plattform X: Er sehe sich als „leichtes Ziel“ und habe jahrelang geschwiegen, nun warte er „ungeduldig“ auf die Verhandlung, um endlich sprechen zu können.

Die Verteidigung des 27‑Jährigen, angeführt von Anwältin Fanny Colin, betont, die Bestätigung der Anklagezulassung bedeute keinen Schuldspruch. Colin verweist auf eine Vielzahl entlastender Elemente, darunter Widersprüche in den Aussagen der Klägerin, deren Weigerung, sich gynäkologischen und psychologischen Untersuchungen zu unterziehen, sowie auf Nachrichten, die aus Sicht der Verteidigung auf eine versuchte Erpressung hindeuten. Der marokkanische Anwaltsclub schloss sich dieser Darstellung an und sprach von einer „verblüffenden materiellen Leere“ der Vorwürfe. Demgegenüber wertet Rachel-Flore Pardo, Anwältin der Klägerin, die Entscheidung als „Erleichterung und Hoffnung“ für ihre Mandantin, die sich über drei Jahre lang verleumdet und durch den Schmutz gezogen gesehen habe. Die unter dem Pseudonym Jeanne auftretende Frau hatte gegenüber Mediapart erklärt, sie wolle einen Prozess, um sich zu verteidigen und gehört zu werden.

Für den Fortgang des Turniers hat der Beschluss keine unmittelbaren Folgen: Hakimi kann weiterhin für Marokko auflaufen, da keine Reisebeschränkungen verhängt wurden. Sollte das Team jedoch die K.-o.-Phase erreichen und Partien in Kanada oder Mexiko bestreiten müssen, könnte sich die Lage ändern. Die kanadischen Einreisebestimmungen erlauben die Zurückweisung von Personen, die einer Straftat beschuldigt oder verurteilt wurden. Ein Präzedenzfall liegt vor: Dem ghanaischen Mittelfeldspieler Thomas Partey, dem in Großbritannien sieben Fälle von Vergewaltigung zur Last gelegt werden, war die Einreise nach Kanada verweigert worden, wodurch er das Auftaktspiel Ghanas verpasste.

Das Verfahren geht auf eine Anzeige vom Februar 2023 zurück. Eine damals 24‑Jährige hatte bei der Polizei in Nogent-sur-Marne erklärt, sie habe Hakimi über Instagram kennengelernt und sei in seine Wohnung in Boulogne-Billancourt gefahren, wo es gegen ihren Willen zu sexuellen Handlungen gekommen sei. Der Spieler wurde im März 2023 unter richterliche Aufsicht gestellt. Die Ermittlungen umfassen Chatverläufe, Zeugenaussagen – darunter eine Stellungnahme von Kylian Mbappé, der in der Tatnacht mit Hakimi kommuniziert hatte – sowie psychologische Gutachten. Ein Termin für die Hauptverhandlung vor dem Département-Strafgericht Hauts-de-Seine ist noch nicht anberaumt. Die Verteidigung kann binnen drei Monaten Kassationsbeschwerde einlegen, hat sich dazu jedoch nicht geäußert.

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Achraf Hakimi begrüßt den Prozess als Gelegenheit, die aus seiner Sicht falsche Anschuldigung öffentlich zu widerlegen. Seine Verteidigung hebt hervor, dass das Gericht selbst festgestellt habe, der Fall würde nicht existieren, wäre er nicht prominent. Der Spieler äußert Ungeduld, endlich sprechen zu können.

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Das Berufungsgericht hat bestätigt, dass der marokkanische Star wegen Vergewaltigung vor Gericht muss – eine Entscheidung, die fällt, während er sein Team bei der WM als Kapitän anführt. Exklusive Berichte rekonstruieren die Nacht des mutmaßlichen Übergriffs und stellen die Versionen beider Seiten dar. Der Fall wird als 'sehr ernst' beschrieben, Karriere und Ruf des Spielers stehen auf dem Spiel.

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