
Brasilianische Anhänger kleiden Rocky-Statue in Argentinien-Trikot – ein abergläubischer Seitenhieb
In Philadelphia nutzten brasilianische Fans eine lokale Sport-Superstition, um dem Erzrivalen Argentinien beim WM-Turnier 2026 vermeintliches Unglück zu bringen.
Am Donnerstag, dem 19. Juni 2026, vollzog sich auf den Stufen des Philadelphia Museum of Art ein ritualisierter Akt fußballerischer Rivalität: Brasilianische Anhänger legten der bronzenen Rocky-Statue ein argentinisches Trikot um die Schultern. Die Szene, festgehalten in zahlreichen Videos, war der Höhepunkt eines mehrstündigen »Banderazo« vor dem Gruppenspiel der Seleção gegen Haiti und zugleich eine gezielte Umleitung eines lokalen Aberglaubens.
Der Volksglaube, der sich seit 2002 um die von Sylvester Stallone gestiftete Figur rankt, besagt, dass ein Team, dessen Farben die Statue zieren, eine Niederlage erleidet. Aus brasilianischer Sicht galt es daher, das eigene Verbandshemd fernzuhalten. Anhänger bildeten eine menschliche Absperrung und warnten mit Schildern vor dem Kontakt zwischen Bronze und Grün-Gelb. Dann schlug die Stimmung um: Ein Fan brachte ein argentinisches Auswärtstrikot mit der Nummer 10 von Lionel Messi herbei, ein anderer hievte es nach einigem Kraftaufwand über den starren Bronzekörper. Die Umstehenden quittierten die gelungene »Mufa«-Aktion mit Gelächter und Beifall.
Die Überlieferung speist sich aus mehreren Episoden des amerikanischen Sports. In Philadelphia verweisen lokale Beobachter auf die Green Bay Packers, die 2002 nach einer ähnlichen Bekleidung verloren, sowie auf das ecuadorianische Nationalteam, das bei der WM 2026 nach einer Trikot-Aktion an der Statue in der Nachspielzeit der Elfenbeinküste unterlag. Die Tourismusbehörde Pennsylvanias griff den Mythos ihrerseits auf und riet Besuchern ironisch, Rocky keine Ausrüstung überzustreifen.
In argentinischen Medien wurde der Vorgang als folkloristische Pointe der ewigen Rivalität vermerkt, ohne dass ihm ernsthafte Wirkung zugeschrieben wurde. Brasilianische Fanorganisationen wie die »Green and Yellow Movement« hatten zuvor explizit vor dem Fluch gewarnt und so die abergläubische Energie auf den sportlichen Hauptkonkurrenten gelenkt. Beide Mannschaften teilen sich keine Vorrundengruppe; ein direktes Aufeinandertreffen wäre frühestens im Viertelfinale möglich, wahrscheinlicher erst im Endspiel.
Am Abend desselben Tages trat Brasilien gegen Haiti an. Der abergläubische Seitenhieb blieb eine Randnotiz des Turniergeschehens, während die Seleção ihre Konzentration auf den zweiten Gruppenspieltag richtete. Argentinien setzte unterdessen seine Titelverteidigung in einem anderen Stadtteil Philadelphias fort. Die nächste sportliche Konsequenz ist eine tabellarische: Brasilien benötigte einen Sieg, um die Führung in Gruppe C zu festigen, während die vermeintliche Verfluchung des Rivalen allein der Folklore überantwortet bleibt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Brasilianische Fans in Philadelphia zogen der Rocky-Statue ein Argentinien-Trikot an, um einen berühmten Fluch zu aktivieren und ihren Rivalen bei der WM 2026 Unglück zu bringen. Der virale Moment fügt der intensiven Fußballrivalität zwischen den beiden südamerikanischen Giganten ein folkloristisches Kapitel hinzu. Lateinamerikanische Medien berichten mit amüsierter Ironie über den Vorfall und behandeln ihn als gemeinsamen kulturellen Aberglauben.
Fans, die die Rocky-Statue in Philadelphia besuchten, hüteten sich davor, sie zu bekleiden, aus Angst vor dem legendären Fluch, der angeblich Unglück über jedes Team bringt, dessen Farben daran angebracht werden. Der Bericht vermerkt, dass brasilianische Anhänger, die für ein WM-Spiel in der Stadt waren, die Statue unberührt ließen, im Bewusstsein des Aberglaubens. Die Berichterstattung bewahrt einen distanzierten, leicht skeptischen Ton und behandelt den Glauben als kuriose lokale Tradition.
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