
Australiens 0:2-Niederlage gegen die USA: Popovic kritisiert Schiedsrichter und lethargischen Auftritt
Nach einer schwachen ersten Halbzeit und einem umstrittenen zweiten Tor der Amerikaner muss Australien nun gegen Paraguay um den Achtelfinaleinzug bangen.
Mit einem 2:0-Sieg im ausverkauften Lumen Field von Seattle hat sich die US-amerikanische Nationalmannschaft vorzeitig für das Achtelfinale der WM 2026 qualifiziert. Australien geriet bereits in der elften Minute durch ein Eigentor von Cameron Burgess in Rückstand, der eine scharfe Hereingabe von Folarin Balogun unglücklich ins eigene Netz abfälschte. Kurz vor der Pause erhöhte Alex Freeman per Kopf nach einem Freistoß – ein Treffer, der zunächst wegen Abseits aberkannt, nach VAR-Überprüfung jedoch gegeben wurde. Die australischen Spieler reklamierten vehement eine Behinderung ihres Torhüters, doch der deutsche Schiedsrichter Felix Zwayer blieb bei seiner Entscheidung.
Australiens Trainer Tony Popovic zeigte sich nach der Partie ratlos ob der ersten Halbzeit seiner Mannschaft. „Wir wirkten flach und lethargisch, kamen nicht in die Zweikämpfe und verloren jeden zweiten Ball“, wird er von indonesischen und australischen Medien zitiert. Zugleich kritisierte Popovic die Leistung des Unparteiischen: „Ich würde nicht sagen, dass es der beste Tag für den Schiedsrichter war.“ Der frühere australische Nationaltorhüter Mark Schwarzer ging in der ABC noch weiter und nannte Popovics Aufstellung „verzweifelt falsch“. Der Trainer hatte die Torschützen des Auftaktsiegs gegen die Türkei, Nestory Irankunda und Connor Metcalfe, auf die Bank gesetzt und stattdessen auf Mathew Leckie und Nishan Velupillay vertraut. Zur zweiten Halbzeit korrigierte er sich und brachte Irankunda und Metcalfe, was dem Spiel mehr Dynamik verlieh, aber keine Wende mehr brachte.
Die US-Amerikaner, auch ohne ihren verletzten Star Christian Pulisic, dominierten die erste Hälfte nach Belieben. Australien fand erst nach dem Seitenwechsel besser ins Spiel, als die eingewechselten Kräfte für Entlastung sorgten. Mehrere Flanken von Cristian Volpato fanden jedoch keinen Abnehmer, da mit Mohamed Touré der einzige gelernte Mittelstürmer bereits ausgewechselt worden war – eine Entscheidung, die Schwarzer ebenfalls monierte. In der Schlussphase kochten die Emotionen hoch: Harry Souttar hielt Balogun mit einem Würgegriff fest, woraufhin Zwayer Gelbe Karten an Souttar, Balogun und Jacob Italiano verteilte. Der Referee selbst musste kurz vor dem Ende wegen eines Krampfes behandelt werden.
Durch den Sieg führen die USA die Gruppe D mit sechs Punkten an und stehen sicher in der Runde der letzten 32. Australien bleibt mit drei Zählern auf Rang zwei, hat aber noch keine Qualifikation in der Tasche. Paraguay und die Türkei sind punktlos; sollte Paraguay im späteren Spiel gegen die Türkei punkten, wäre den Amerikanern der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen. Für die Socceroos wird das abschließende Gruppenspiel am Freitag gegen Paraguay in San Francisco zum Endspiel um den Achtelfinaleinzug – mindestens ein Unentschieden ist nötig, um das Weiterkommen aus eigener Kraft zu sichern.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der australische Trainer machte eine träge erste Halbzeit und eine umstrittene VAR-Entscheidung für die 0:2-Niederlage gegen die USA verantwortlich. Er räumte ein, dass seinen Spielern Fokus und Energie fehlten, und stellte die Leistung des Schiedsrichters beim zweiten Tor infrage.
Die USA überrollten Australien mit zwei Toren in der ersten Halbzeit und sicherten sich den Einzug in die K.-o.-Runde. Der Trainer lobte die Athletik seines Teams und wies jede Kontroverse um das per VAR bestätigte Tor als korrekte Entscheidung zurück.
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