
Baku verurteilt acht Russen zu Haftstrafen – Moskau drängt auf Freilassung
Ein Gericht in Aserbaidschan hat acht russische Staatsbürger wegen Drogenhandels und Cyberbetrugs zu drei bis vier Jahren Gefängnis verurteilt; die Verfahren gelten als Folge der schweren diplomatischen Krise zwischen beiden Staaten.
Ein Gericht in Baku hat am Dienstag acht russische Staatsbürger zu Haftstrafen zwischen drei und vier Jahren verurteilt. Die Männer wurden des Transits und der Verbreitung von Drogen aus Iran sowie des Cyberbetrugs für schuldig befunden. Mit den bereits im April und Mai ergangenen Urteilen gegen drei weitere Russen sind nun alle elf Personen, die im Sommer 2025 in Aserbaidschan festgenommen worden waren, rechtskräftig verurteilt. Die Verurteilten, darunter IT-Spezialisten und Unternehmer, die erst kurz zuvor nach Aserbaidschan gezogen waren, sowie Touristen, hatten die Vorwürfe durchweg bestritten.
Aus Moskauer Sicht handelt es sich bei den Verfahren um eine gezielte Reaktion Bakus auf die Verschlechterung der bilateralen Beziehungen. Das russische Außenministerium erklärte über seine Sprecherin Maria Sacharowa, man arbeite „intensiv“ an der Rückführung der Bürger und stehe in Kontakt mit den Betroffenen und deren Angehörigen. Die baldige Freilassung sei ein „wichtiger Schritt für die vollständige Normalisierung“ des Verhältnisses. In russischen Medien werden die Inhaftierten als „Geiseln“ eines zwischenstaatlichen Konflikts bezeichnet; die verhängten Strafen blieben deutlich hinter dem Strafmaß zurück, das bei den erhobenen Vorwürfen üblich wäre.
Die Festnahmen vom Juli 2025 fielen in eine Phase äußerster Spannungen. Auslöser war der Absturz einer Maschine der Azerbaijan Airlines im Dezember 2024, der nach Darstellung Bakus durch den Einsatz russischer Luftverteidigung über Tschetschenien verursacht wurde. Moskau wies eine Verantwortung zunächst zurück. Der Konflikt eskalierte, als russische Sicherheitskräfte im Sommer 2025 in Jekaterinburg mit großer Härte gegen Vertreter der aserbaidschanischen Diaspora vorgingen, wobei zwei Menschen starben. Kurz darauf nahmen aserbaidschanische Behörden die elf Russen fest, schlossen das „Russische Haus“ in Baku und erhoben Spionagevorwürfe gegen Mitarbeiter des Büros von Sputnik.
Eine erste Entspannung zeichnete sich im Oktober 2025 ab, als sich die Präsidenten Wladimir Putin und Ilham Alijew am Rande eines Gipfels in Duschanbe trafen. Russland räumte daraufhin eine Mitschuld an dem Flugzeugabsturz ein, und Aserbaidschan ließ die Sputnik-Journalisten frei. Die nun ergangenen Urteile gegen die verbliebenen Russen werden in westlichen Hauptstädten als Teil eines informellen Austauschmechanismus gedeutet, der eine vollständige Normalisierung vorbereiten soll. Konkrete Schritte für eine Überstellung der Verurteilten nach Russland sind bislang nicht bekannt; das russische Außenministerium betonte, die Gespräche mit Baku würden auf allen Ebenen fortgesetzt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Acht russische Staatsbürger, die nach Aserbaidschan umgesiedelt waren, wurden wegen Drogenhandels zu drei bis vier Jahren Haft verurteilt. Die Urteile ergingen in einer Zeit erhöhter Spannungen zwischen Baku und Moskau. Der Bericht gibt die Fakten wieder, ohne den politischen Hintergrund ausdrücklich zu kommentieren.
Ein Gericht in Baku verurteilte acht weitere russische Staatsbürger, die im Juli 2025 festgenommen worden waren, zu Haftstrafen, während sich die Beziehungen zwischen Russland und Aserbaidschan verschlechterten. Sie wurden des Drogenschmuggels aus dem Iran und Cyberbetrugs für schuldig befunden. Der Fall wird vor dem Hintergrund eines diplomatischen Bruchs nach einer Razzia gesehen.
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