
Tour-Start in Barcelona: Pogačars fünfter Griff nach Gelb und die neue Herausforderer-Generation
Die 113. Frankreich-Rundfahrt beginnt mit einem Mannschaftszeitfahren in Katalonien und versammelt eine ungewöhnlich tiefe Spitze aus Etablierten und Debütanten.
Wenn am Samstag in Barcelona das Mannschaftszeitfahren die 113. Tour de France eröffnet, richtet sich der Blick nicht allein auf den slowenischen Titelverteidiger Tadej Pogačar. Der 27-Jährige, der in dieser Saison bereits dreizehn Siege in sechzehn Renntagen feierte, gilt in den Wettbüros als nahezu unschlagbar. Doch die Startliste ist tiefer als in den Vorjahren: Jonas Vingegaard, frisch gekrönter Giro-Sieger und damit im Besitz aller drei großen Landesrundfahrten, reist mit dem Visma-Team an, um als erster Fahrer seit Chris Froome alle drei Trikots gleichzeitig zu halten. Aus deutscher Perspektive tritt Red Bull-Bora-hansgrohe mit einer Doppelspitze an: Florian Lipowitz, Dritter von 2025, und der Belgier Remco Evenepoel, dessen gereizte Auftritte bei der Pressekonferenz in Barcelona auf eine angespannte Erwartungshaltung hindeuteten.
Die Streckenplaner haben ein Profil entworfen, das die Entscheidung bis zum vorletzten Tag hinauszögern soll. Nach dem Auftakt in Katalonien und den ersten Pyrenäen-Prüfungen mit dem Col du Tourmalet (6. Etappe) folgt am französischen Nationalfeiertag eine anspruchsvolle Etappe durch die Monts du Cantal. Die Alpen bieten mit der Bergankunft am Plateau de Solaison (15. Etappe) und einem Einzelzeitfahren über 26 Kilometer am Genfer See weitere Wendepunkte. Den Höhepunkt bildet die 20. Etappe: 170 Kilometer und 5.450 Höhenmeter über Croix-de-Fer, Galibier und eine doppelte Auffahrt nach Alpe d’Huez – ein Parcours, den Tour-Direktor Christian Prudhomme als die härteste vorletzte Etappe bezeichnet, die je gestaltet wurde.
Zwölf deutsche Profis stehen am Start, so viele wie seit 2017 nicht mehr. Neben Lipowitz und seinem Helfer Nico Denz trägt Felix Engelhardt das Trikot des deutschen Straßenmeisters, während Nils Politt als wichtiger Helfer Pogačars in seine zehnte Tour geht. Georg Steinhauser, Neffe von Jan Ullrich, debütiert für EF Education. Die deutsche Equipe Lidl-Trek verzichtet hingegen auf deutsche Fahrer und setzt auf den Spanier Juan Ayuso. In den französischen Medien beherrscht der 19-jährige Paul Seixas die Schlagzeilen: Der jüngste Tour-Teilnehmer seit 1937 gewann als erster Franzose seit 2007 eine einwöchige World-Tour-Rundfahrt und wurde bei Lüttich–Bastogne–Lüttich Zweiter hinter Pogačar, der ihn als „beeindruckend“ lobte.
Aus mexikanischer Sicht markiert der Start einen historischen Einschnitt. Isaac del Toro, 22, ist der erste Mexikaner seit Miguel Arroyo 1997 und erst der dritte überhaupt. Der UAE-Fahrer, Zweiter des Giro 2025, soll Pogačar in den Bergen unterstützen, doch sein Kapitän selbst nannte ihn in Barcelona als möglichen künftigen Toursieger. Del Toro äußerte, es sei „ein großer Traum“, an der Seite des besten Teams der Welt zu debütieren. Die erste Gelbe Trikot wird am Samstagabend auf den Straßen Barcelonas vergeben – und mit ihr die erste Wegmarke in einem Rennen, das über dreieinhalb Wochen hinweg die Hierarchien des Pelotons neu vermessen dürfte.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Mexican cyclist del Toro is named by Pogačar as a serious Tour de France contender. The story celebrates Latin American potential in world cycling, highlighting the value of a regional athlete.
The story is reported as a minor detail in the Tour de France landscape, without particular emphasis. Attention remains on other riders, such as Australian Matthews, and on race dynamics.
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