
Erdoğan: Israel darf Iran-Abkommen nicht torpedieren – Regionale Eigenverantwortung gefordert
Beim Treffen mit Pakistans Premier Shehbaz Sharif verknüpfte der türkische Präsident das Lob für den Islamabad-Deal mit scharfer Kritik an Israel und einem erweiterten Kooperationspakt zwischen Ankara und Islamabad.
Am Samstag traf der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan in Istanbul mit Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif zusammen. Im Zentrum stand die gemeinsam vermittelte Übergangsvereinbarung zwischen Washington und Teheran. Erdoğan bezeichnete das „Islamabad-Abkommen“ als ein Aufatmen für die gesamte Welt, warnte jedoch zugleich mit ungewöhnlicher Schärfe: „Der derzeitigen israelischen Regierung darf nicht erlaubt werden, erneut den Geruch von Schießpulver und Blut in unserer Region zu verbreiten.“ Aus Ankara verlautete, man beobachte die Versuche der israelischen Führung, die Verständigung zu hintertreiben, sehr genau.
Die türkische Position zielt auf eine grundsätzliche Neuordnung regionaler Sicherheitsarchitektur: Jede Lösung, die nicht vom Willen und der Mitwirkung der Staaten der Region getragen werde, könne keinen Bestand haben. Damit richtet sich Erdoğan nicht nur gegen israelische Störmanöver, sondern beansprucht auch eine Führungsrolle, die aus europäischer Perspektive den Einfluss externer Akteure – einschließlich Deutschlands und der EU – relativiert. In türkischen Regierungsverlautbarungen wurde Israel als eine Regierung bezeichnet, deren politisches Überleben von andauernden Konflikten abhänge. Offizielle israelische Reaktionen auf die Vorwürfe liegen nicht vor; die Jerusalem Post verweist jedoch auf Berichte des französischen Le Monde, wonach die Türkei ihre militärische Reichweite durch einen Raumhafen in Somalia ausbaue, der auch als Testgelände für ballistische Langstreckenraketen diene. Diese Entwicklung verschärft den strategischen Gegensatz zwischen Ankara und Jerusalem.
Das von Pakistan und Katar vermittelte Memorandum sieht eine sechzigtägige Waffenruhe, die Wiedereröffnung der Straße von Hormus und einen Fahrplan für ein endgültiges Konfliktende inklusive nuklearer Regelungen vor. Ungeachtet der Einigung hatten sich die USA und Iran jüngst gegenseitig angegriffen – ein Indiz für brüchiges Vertrauen, wie Beobachter in den Golfstaaten anmerken. Parallel zum politischen Rahmen bekundeten Erdoğan und Sharif eine umfassende bilaterale Kooperation in den Bereichen Energie, Verkehr, kritische Rohstoffe, Informationstechnologie und Verteidigung. Der türkische Energieminister Alparslan Bayraktar bot pakistanischen Partnern türkisches Know-how für den Umbau des dortigen Stromsektors an. Das angestrebte Handelsvolumen liegt bei fünf Milliarden US-Dollar.
Ankara hat angekündigt, die Umsetzung des Abkommens weiter eng zu überwachen und notfalls eigene Initiativen zur Stabilisierung zu ergreifen. In den kommenden Wochen werden die indirekten Gespräche zwischen Washington und Teheran auf Stellvertreterebene fortgesetzt, abermals moderiert von Pakistan und Katar. Für die deutsche und europäische Diplomatie stellt sich die Frage, wie die NATO-Allianz mit einem rhetorisch und militärisch zunehmend eigenständigen Partner Türkei ausgestaltet werden kann, der zugleich seine strategischen Allianzen im nicht-westlichen Raum ausbaut.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.30 | aligned |
|---|---|---|
| Iranische & verwandte Presse | +0.40 | aligned |
| Israelische Presse | −0.50 | critical |
| Südostasiatische Presse | 0.00 | neutral |
The Arab region rejects any external interference and insists that peace in the Middle East can only come through the will of local nations, not through Israeli sabotage.
It emphasizes regional legitimacy against an external enemy (Israel), constructing a 'we vs. them' opposition that strengthens Erdogan's position.
Iran and its allies view the deal as a triumph of regional diplomacy and warn that Israel must not undermine the newly achieved stability.
It uses the phrase 'sigh of relief' to frame the deal as a universal benefit, while delegitimizing Israeli criticism as destabilizing.
Israel sees Erdogan's statements as unacceptable interference and anti-Israeli rhetoric that ignores legitimate security concerns.
It downplays the significance of the agreement and highlights Erdogan's hostility, framing it as part of a broader anti-Israeli agenda.
Southeast Asia observes the diplomatic process with interest, acknowledging Pakistan's role but maintaining a neutral stance.
It adopts a descriptive and detached tone, presenting facts without explicit judgment to avoid alienating any party.
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